Das Wetter ist in den kommenden Tagen nach der aktuellen Wettervorhersage als spät-herbstlich zu bezeichnen. Windig und unbeständig über dem Norden, teils neblig-trüb mit etwas Sonnenschein über dem Süden und die Temperaturen bleiben mit +4/+11 Grad im für die Jahreszeit zu warmen Bereich. Schaut man auf das aktuelle Temperaturmittel in den ersten Dezember-Tagen, so liegt der Temperaturüberschuss gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei knapp +6 Grad. So wird es das Wetter auch im Dezember schwer haben im zweiten und letzen Monats-Drittel noch für so etwas wie Normalität zu sorgen.

Das Wechselspiel der Wettermodelle geht unterdessen munter weiter - waren gestern zunehmend auch kältere Varianten mit berechnet worden, so sind es heute wieder mildere Varianten. Der Grund hierfür sind kalte Luftmassen, welche sich langsam aber stetig zwischen Grönland, europ. Nordmeer bis zur Barentssee rüber positionieren können. Das Bestreben der Kaltluftmassen über diesen Regionen ist es grundsätzlich nach Süden auszubrechen. Meist gelingt das in der Form, als dass sich im Bereich zwischen Barentssee/Karassee ein Tiefdruckwirbel positioniert und westlich davon ein Hochdrucksystem. Nicht selten werden diese Kaltluftausbrüche an Deutschland vorbei über das östliche Europa geführt. Ebenso stark wie das Bestreben der Kaltluftmassen nach Süden auszubrechen ist das Verhalten der Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik dies zu verhindern. Je nachdem wie sich die Wettersysteme zueinander positionieren, gelangt Deutschland in den Einflussbereich milder bis warmer, nasskalter oder auch kalter Luftmassen. So sind die Schwankungen der Simulationen der letzten Tage zu erklären.

Das amerikanische Wettermodell simuliert heute zum 14. Dezember ein Tiefdrucksystem über England, welches auf seiner Vorderseite milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz führen kann. Wie warm? Die Höhentemperaturen können in 1.500 Meter Höhe +4/+8 Grad betragen. Gleichzeitig legt sich über das Tief im Bereich zwischen Skandinavien und Island ein Hochdrucksystem und blockiert somit den Kaltluftvorstoß aus nördlichen Richtungen. Im Zeitraum zwischen dem 15./18. Dezember bleibt das Hochdrucksystem in nördlicher Position erhalten und blockiert weiterhin den Zustrom kühlerer Luftmassen, so dass diese über das östliche Europa und Russland abgelenkt werden können. Anders formuliert verbleibt Deutschland nach dieser Simulation bis zum 19. Dezember im spät-herbstlichen "Wettersumpf" mit teils länger andauerndem neblig-trüben Wettercharakter bei milden bis nasskalten Temperaturwerten.

Ganz ähnlich ist die Simulation des europäischen Wettermodells. Hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, hoher Luftdruck zwischen Skandinavien und dem östlichen Europa und Deutschland verbleibt im gradientenschwachen Bereich zwischen den Fronten, was ebenfalls zum spät-herbstlichen Wettercharakter bis zum 18. Dezember führen kann.

Die Kontrollläufe haben auch heute noch kühle Varianten mit berücksichtigt, allerdings sind diese gegenüber getsern in ihrer Anzahl zurückgenommen worden. So liegt das Temperaturspektrum am 15. Dezember bei -3/+12 Grad (Mittelwert: +8 Grad über dem Süden und Westen und +5 Grad über dem Norden und Osten) und am 19. Dezember zwischen -4/+11 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad). Die Niederschlagsneigung ist im Zeitraum 15./19. Dezember allgemein als schwach bis mäßig zu bewerten. Das Langfristmodell bleibt seinen seit Wochen und Monaten konstanten Berechnungen auch heute treu und simuliert in seiner Winterprognose für die Monate Dezember, Januar 2016 und Februar 2016 eine Abweichung der Temperamenten gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1/+3 Grad, bei einer Niederschlagserwartung welche im Dezember negativ (zu trocken) und im Januar und Februar positiv (zu nass) ausfallen kann. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Weihnachten.

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