Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 8. Dezember

Es bleibt die kommenden Tage für die Jahreszeit zu mild, wobei die Temperaturen zum Wochenende mit +4/+9 Grad etwas zurückgehen können. Insbesondere über dem Norden kann am Wochenende - nach der aktuellen Wettervorhersage - der Wettercharakter mit auflebenden Wind und teils stürmischen Böen und kräftigen Niederschlag ungemütlicher werden.

Schaut man auf die aktuelle Entwicklung der Großwetterlage bis zum 11. Dezember, so erkennt man ein abtropfendes Tiefdrucksystem über den Azoren, welches das eigentliche über den Azoren angestammte Azorenhoch nach Osten über die Mittelmeerregion "weg drückt" und somit auf seiner Vorderseite milde Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann. Allerdings schwächt sich die Dynamik bis zum 15. Dezember weitgehend ab, so dass aus nördlichen Richtungen kühlere Luftmassen nach Süden geführt werden können. Durch nachfolgende Tiefdrucksysteme kann der Kaltlufttransport in südliche Richtungen über dem südlichen Skandinavien gestoppt werden und Deutschland kann bis zum 15. Dezember im milden Bereich der Luftmassen verbleiben. Wie mild? Simuliert werden zum heutigen Stand Tageswerte bspw. am 14. Dezember von +7/+12 Grad. Erst zum 15. Dezember könnte auf der Rückseite eines nach Osten abziehenden Tiefdrucksystems die Advehierung der kühlen Luftmassen nach Deutschland gelingen. Da diese sich jedoch maritim erwärmen können ist eher mit nasskalten als mit winterlichen Temperaturen zu rechnen, wobei der eine oder andere Schneeregen- oder Graupelschauer ab mittleren Lagen - zum heutigen Stand - nicht gänzlich auszuschließen wären.

Dass das Temperaturverhalten bis zum 15. Dezember in dem für die Jahreszeit aller Voraussicht nach zu milden Bereich liegen wird, hat sich bereits in den letzten Tagen in den Simulationen immer wieder bestätigt. Im Kern geht es jedoch um die Frage - schafft es das Zirkulationsmuster sich im zweiten Dezember-Drittel umzustellen um nach einer Umstellungsphase eine winterliche - oder zumindest nasskalte - Wetterphase zu ermöglichen? Schaut man auf die Simulation des amerikanischen Wettermodells, so ist im Zeitraum 15./18. Dezember einiges an Entwicklungsmöglichkeiten geboten. In der aktuellen Variante kann sich bis zum 17. Dezember über dem skandinavischen Raum ein Tiefdruckcluster positionieren und auf seiner Rückseite kalte Luftmassen arktischen Ursprungs über das europäische Nordmeer nach Süden führen. Gleichzeitig drängen vom Atlantik her weitere Tiefdrucksysteme nach, was die kommende Wetterentwicklung komplexer machen wird. Warum? Die Kaltluft macht sich auf dem Weg nach Süden, was die Dynamik der Tiefdrucksysteme weiter erhöhen wird und Deutschland zum einen im Bereich zwischen warmer und kalter Luftmassen und zum anderen zwischen den Fronten von hohen und tiefen Luftdruck liegen kann. Anders formuliert erstreckt sich das Spektrum der Möglichkeiten nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells im Zeitraum vom 15./19. Dezember zwischen mild/warm, nasskalt bis hin zu kalten Varianten, wobei auch sog. Grenzwetterlagen nicht auszuschließen wären.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Wetterentwicklung vom 12./17. Dezember nicht gar so komplex, da die Kaltluftmassen über dem Norden von Skandinavien verbleiben können und Deutschland, Österreich und die Schweiz bis dahin weitgehend im Einflussbereich milder, später auch nasskalter Luftmassen bleiben kann.

Die Kontrollläufe stützen die zu milde Temperaturentwicklung bis zum 14. Dezember mehrheitlich und zeigen erst im weiteren Verlauf auch Varianten auf, welche sich in Richtung winterliche Verhältnisse entwickeln könnten. Wie deutlich der milde Temperaturtrend bis zum 17. Dezember ist, zeigt sich anhand des Temperaturspektrums, welcher am 14. Dezember zwischen +0/+10 Grad (Mittelwert: +8 Grad über dem Westen und Süden und +5 Grad über dem Osten und Norden) und am 18. Dezember zwischen -4/+12 Grad (Mittelwert: +6 Grad über dem Westen und Süden und +3/+4 Grad über dem Norden und Osten) liegen kann. Was sich aus den heute simulierten Varianten für Wetterentwicklungen zur Vorweihnachtszeit ergeben können und ob es zu weißen Weihnachten reichen wird, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend zum Wetter Weihnachten und gegen 21:00 Uhr erfolgt an dieser Stelle eine kurze Aktualisierung zu dieser Winterprognose.
Aktualisierung:
Die Kaltluftansammlung im Bereich Grönland, europ. Nordmeer, Skandinavien Barentssee blieb tagsüber in den Simulationen der Wettermodelle bestehen. Insbesondere in den Simulationen des amerikanischen Wettermodells von heute Nachmittag und auch heute Abend konnte die Kaltluft in einigen Varianten im Zeitraum 15./20. Dezember nach Süden in Richtung Deutschland geführt werden, da sich im Bereich Grönland/Island ein Hochdrucksystem ausbilden konnte. Somit bleibt der Zeitraum zwischen dem 15./20. Dezember in seinen Entwicklungsmöglichkeiten völlig offen und schwankt zwischen mild, nasskalt und kalt. Anders formuliert - sowohl die Fortdauer der milden Witterung ist genauso wahrscheinlich wie eine winterliche Wetterphase kurz vor Weihnachten. Schaut man auf die Kontrollläufe, so zeigen sich im genannten Zeitraum wieder vermehrt kühlere varianten, wenngleich der Mittelwert der Kontrollläufe leicht über dem Jahreszeit-typischen Wert liegt. Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) gegenüber heute Mittag, so liegen diese am 20. Dezember bei 15/25/60 (heute Mittag: 10/25/65) und am 23. Dezember bei 30/35/35 (heute Mittag: 20/25/55).

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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