Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 4. Dezember

Die kommenden Tage bleiben mild und über dem Norden am Samstag und Sonntag zeitweilig auch stürmisch bei einer insgesamt schwachen Niederschlagsneigung. So werden bis einschließlich kommenden Mittwoch Niederschlagssummen zwischen 1-7 l/m² und über dem Nordwesten bis 12 l/m² simuliert. Die größten Chancen auf Sonnenschein haben zweifelsohne die südlich gelegenen Gebiete.

Am 10. und 11. Dezember durfte sich an der relativ milden und trockenen Wetterlage kaum etwas ändern, wenngleich die Temperaturen bei einer zunehmenden Neigung zu Nebel und Hochnebel bis zum 11. Dezember auf +2/+8 Grad zurückgehen können - von Winter ist bis dahin aber nichts zu erkennen.

Spannender zeigt sich das schon der Zeitraum vom 11./18. Dezember. Das amerikanische Wettermodell hält an kühleren Versionen weiterhin fest und simuliert im Zeitraum von 12./15. Dezember eine langsame Umstellung der Großwetterlage, bei der das Strömungsmuster zunächst von Südwest auf West und später auf Nordwest drehen kann. Der Grund für diese Veränderung ist ein Tiefdruckwirbel, welcher sich zum 13. Dezember über das europäische Nordmeer positionieren kann und den nachfolgenden Tiefdruckwirbel bei Grönland auf eine südlichere Bahn lenkt. Die Hochdruckbrücke, welche sich bis dahin von den Azoren über die Mittelmeerregion bis über das östliche Europa erstreckt, wird bis zum 17. Dezember nahezu aufgelöst und teilt sich in zwei autarke Hochdrucksysteme. Über dem Osten liegt das russische Kontinentalhoch und das Azorenhoch stellt sich in einer von Süd nach Nord verlaufenden Hochdruckachse nach Grönland auf. In Folge dessen kann die atlantische Frontalzone frühzeitig blockiert werden und erreicht Mitteleuropa nicht mehr. Stattdessen sorgt das abtropfende Tiefdrucksystem im Verbund mit dem Azorenhoch für ein sich meridionalisierendes Strömungsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord), bei der Mitteleuropa im "Wellentief "liegen kann. Anders formuliert simuliert das amerikanische Wettermodell bis zum 15. Dezember eine Übergangswetterlage bei der die Temperaturen von mild/warm langsam auf nasskalte Werte absinken können. Im Zeitraum 16./20. Dezember sind winterliche Optionen ab mittleren Lagen und unter entsprechenden Bedingungen bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen.

Das europäische Wettermodell stützt die Umstellungsphase der Großwetterlage im Zeitraum 11./15. Dezember weitgehend. Etwas anders wie in der Simulation des amerikanischen Wettermodells können hierbei bereits zum 12. Dezember kühlere Luftmassen nach Deutschland einfließen, so dass der Temperaturcharakter bis zum 15. Dezember als nasskalt zu bezeichnend wäre und die Schneefallgrenze zwischen 600-900 Meter herum schwanken kann. Auch beim europäischen Wettermodell zeigt die Hochdruckbrücke Tendenzen auf sich nach Westen zu verlagern, allerdings "tropft" zum 14. Dezember ein Tiefdrucksystem auf dem Atlantik in Richtung Azoren ab. So könnten sich im darauffolgenden Zeitraum zwei Wetterlagen entwickeln. In der ersten Variante könnte sich wieder eine südwestliche bis südliche Hochdruckwetterlage über Deutschland einstellen, wobei die Neigung zu Nebel und hochnebelartiger Bewölkung zunimmt und die Tageswerte sich im Bereich zwischen +0/+5 Grad wiederfinden könnten, während es in höher gelegenen Regionen wärmer sein kann. In der zweiten Variante gelingt der Abtropfprozess des Tiefdrucksystems in Richtung Azoren nicht vollständig und dem Hochdrucksystem gelingt der "Sprung" nach Westen auf den Atlantik und kann sich dort mit dem Hochdrucksystem zwischen Neufundland und Grönland verbinden, was ein nachfolgend meridionales Strömungsmuster wie nach dem amerikanischen Wettermodell sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz ergeben kann.

Die Entwicklungsmöglichkeiten für das zweite Dezember-Drittel bleiben auch heute noch vielfältig, wenngleich sich der Trend der letzten Tage einer Umstellung der Großwetterlage heute erneut bestätigt. Die Kontrollläufe simulieren bis zum 9. Dezember eine zu warme Temperaturtendenz, deren Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert zwischen +2/+6 Grad liegen kann. So wird sich an dem aktuellen Temperaturüberschuss von rund +6,3 Grad im ersten Dezember-Drittel nur wenig verändern (s. Temperaturmittelwert). Im Zeitraum zwischen dem 10./18. Dezember zeigt sich eine zurückgehende Temperaturtendenz, welche mit ihrem Mittelwert nur noch leicht über dem Jahreszeit-typischen Wert liegt. So liegt das Temperaturspektrum am 12. Dezember zwischen -1/+10 Grad (Mittelwert: +6 Grad) und am 18. Dezember zwischen -5/+10 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Norden Süden und Westen und +2 Grad über dem Osten). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) liegen am 14. Dezember bei 10/40/50 (gestern: 10/25/65) und am 18. Dezember bei 25/30/45 (gestern: 15/25/60).

Der Polarwirbel präsentiert sich bis zum 10. Dezember in einer relativ guten Verfassung, zeigt jedoch im Zeitraum zwischen dem 10./15. Dezember eine erhöhte Neigung zu Wellenbewegungen entlang seiner Polarfront. Insbesondere ein kräftiges Tiefdrucksystem zum 15. Dezember über dem Bereich der Hudson Bay könnte für "Überraschungen" in der weiteren Wetterentwicklung sorgen. Warum? Das Tiefdrucksystem fördert ein Hochdruckband zwischen den Azoren und Grönland, gleichzeitig zieht es kalte Luftmassen über Zentralkanada in Richtung USA. In Folge daraus könnte die Tiefdruckproduktion zwischen dem östlichen Kanada und Neufundland unterbunden werden. In - für Winterfans - optimistischen Berechnungen wäre es sogar möglich, dass das sibirische Hochdrucksystem über den Nordpol eine Hochdruckverbindung zum Hoch über dem westlichen Kanada aufbauen kann, was einen Polarwirbelsplitt zur Folge haben kann. Die Wahrscheinlichkeiten hierfür sind gar nicht so schlecht, da beide Wettermodelle das Tief über der Hudson Bay in ihren Berechnungen berücksichtigt haben. Schaut man auf den AO-Index, so zeigt dieser sich bis zum 14. Dezember im positiven und nachfolgend neutralen bis auch leicht negativen Bereich. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 21:00 Uhr an dieser Stelle in einem Update dieser Winterprognose.
Aktualisierung:
Kühlere Varianten werden weiterhin simuliert, wenngleich mit einem breiten Entwicklungsspektrum einhergehend. Das zeigt wie komplex die kommende Wetterentwicklung ist. Woran liegt das? Insbesondere das amerikanische Wettermodell simuliert eine deutliche Abschwächung der Tiefdruckproduktion bei Neufundland, was die Gradientenmuster zueinander mäandrieren lassen könnte. Was bedeutet das? Die Gradienten der Wettersysteme sind weniger aktiv und keineswegs so dynamisch wie in den vergangenen Wochen. Das Zirkulationsmuster kommt - vereinfacht ausgedrückt - zur Ruhe, woraus sich unterschiedliche Wetterlagen entwickeln können. War es nach dem amerikanischen Wettermodell heute Nachmittag noch eine kühle bis kalte Variante, welche im Zeitraum 15./20. Dezember durchaus für etwas Schneefall bis in tiefere Lagen hätte sorgen können, so ist es heute Abend wieder eine mildere Variante, bei der sich ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa mit milden Temperaturen und trockenem Wetter etablieren könnte. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so setzt sich ab dem 12. Dezember eher eine nasskalte Temperaturvariante durch. Schaut man auf die Kontrollläufe, so erkennt man eine Bestätigung des Trends der letzten Tage, bei der sich das Temperaturniveau im Zeitraum 10./19. Dezember gegenüber dem Jahreszeit-typischen Wert allmählich normalisieren kann, wobei im Tagesverlauf auch vermehrt kühlere Varianten berechnet wurden. So liegt das Temperaturspektrum am 14. Dezember zwischen -2/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 19. Dezember zwischen -10/+10 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Norden und Westen und +3 Grad über dem Osten und Süden). Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), so liegen diese am 14. Dezember bei 5/40/55 (heute Mittag: 10/40/50) und am 18. Dezember bei 25/35/40 (heute Mittag: 25/30/45).

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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