Die kommenden Tage verlaufen nach der aktuellen Wettervorhersage zweigeteilt und mit gleichbleibenden Temperaturen zwischen +7/+12 Grad überwiegend mild bis warm. Während der Südosten weitgehend unter Hochdruckeinfluss bleibt, gelingt es Sturmtiefausläufern zeitweilig den Nordwesten mit etwas Niederschlag zu überqueren (Sa./So./Di).

Die Frage nach "wann kommt der Winter, bzw. wann kommt Schnee?" kann leider auch heute nicht zufriedenstellend beantwortet werden. In den letzten Tagen simulierte das amerikanische Wettermodell die Möglichkeit einer langsamen Umstellung der Großwetterlage im Zeitraum 10./17. Dezember. In der heutigen Simulation bleibt die Tiefdruckrinne mit einem kurzen "Schwächeanfall" im Zeitraum 9./13. Dezember weiterhin aktiv, wird jedoch bis zum 14./15. Dezember durch ein aufstrebendes Hochdrucksystem von der Mittelmeerregion bis über Skandinavien blockiert. Das blockierte Tiefdrucksystem "tropft" dabei nach Süden in Richtung Azoren ab und führt nachfolgend im Verbund mit dem Hochdrucksystem warme Luftmassen über die Alpen nach Deutschland. So ist allenfalls im Zeitraum zwischen dem 10./13. Dezember mit nasskalten Temperaturwerten zu rechnen, welche zum 13./14. Dezember ab mittleren Lagen für Schneefall sorgen könnten. Wie warm könnte der in den darauf folgenden Tagen werden? Simuliert werden bis zum 17. Dezember Höhentemperaturen von bis zu +8 Grad in 1.500 Meter Höhe - das ist und bleibt insgesamt unwinterlich. Das wäre im Prinzip eine Wetterumstellung, jedoch für Freunde des Winterwetters mit der Trogvorderseite eine ungünstige Konstellation.

Bereits gestern hat sich er Zeitraum vom 9./11. Dezember in der Fragestellung ob der Winter im zweiten Dezember-Drittel Einzug halten kann als, "Stichtag" herauskristallisiert. Gelingt es dem Hochdrucksystem sich in westlicher Position nach Norden aufzuwölben, könnten auf dessen östlichen Gradienten kalte Luftmassen von Norden her nach Deutschland einfließen. Dass das keine unwahrscheinliche Variante ist, zeigt das europäische Wettermodell heute erneut. So kann sich das Hochdrucksystem im Zeitraum 10./13. Dezember in nördlicher Position der Azoren behaupten, so dass ein "Abtropfvorgang" vor Mitteleuropa - wie nach dem amerikanischen Wettermodell - verhindert werden kann. Gleichzeitig gelingt es einem Tiefdrucksystem über Mitteleuropa in Richtung Mittelmeer zu ziehen und nachfolgend kühlere Luftmassen nach Deutschland zu führen. In der Höhe - und darin liegt der wesentliche Unterschied beider Wettermodelle - werden vom europäischen Wettermodell zum 14. Dezember Temperaturen von -1/-5 Grad in Aussicht gestellt, was für Schneefall bis auf mittlere Lagen hinab reichen sollte und in tieferen Lagen für eine nasskalte Witterung sorgen kann.

Warm, normal oder kalt - welche der Wettervarianten ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe stützen - wie bereits in den letzten Tagen - nach einer deutlich zu warmen Temperaturphase im ersten Dezember-Drittel im zweiten Dezember-Drittel bei einer insgesamt schwachen Niederschlagsneigung mehrheitlich ein sich normalisierendes Temperaturniveau dessen Mittelwert gegenüber dem Jahreszeit-typischen Wert noch leicht erhöht ist. So liegt das Temperaturspektrum am 10. Dezember zwischen +1/+12 Grad (Mittelwert: +6/+7 Grad) und am 15. Dezember zwischen -2/+10 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad). Welche Optionen das Wetter in der Vorweihnachtszeit bietet, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend zum Wetter Weihnachten (bzw. Vorweihnachten) und heute Abend erfolgt an dieser Stelle gegen 20:45 Uhr eine Aktualisierung dieser Winterprognose.
Aktualisierung:
Das amerikanische Wettermodell schwenkte im Tagesverlauf wieder um und orientiert sich mehr an der kühleren Variante des europäischen Wettermodells. So bleibt es bis zum 10. Dezember bei der milden Südwestwetterlage, welche sich im Zeitraum bis zum 14. Dezember zunehmend umstellen kann. Somit bestätigt sich der Trend der letzten Tage einer langsamen aber doch stetigen Umstellung der Großwetterlage. Nach der aktuellen Simulation weicht das Hochdrucksystem auf den Atlantik aus und richtet sich steil nach Norden in Richtung Grönland auf. Die atlantische Frontalzone wird somit blockiert und auf den östlichen Gradienten des Hochdrucksystems kommt es zum "Abtropfvorgang" eines Tiefdrucksystems von Skandinavien bis über das östliche Mittelmeer. In Folge daraus kann im Zeitraum 15./19. Dezember kalte Luft arktischen Ursprungs nach Deutschland geführt werden, so dass die Niederschläge mit Höhentemperaturen von bis -8 Grad bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen könnten. Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Variante, bei der die Umstellungsphase vom 10. Dezember bis 13. Dezember in vollem Gang ist. Anders formuliert mehren sich die Hinweise einer Umstellung der Großwetterlage im zweiten Dezember-Drittel heute Abend erneut. Ob kalt oder warm? Die Kontrollläufe folgen den zu kalten Varianten nicht, haben jedoch weiterhin eine sich normalisierende Temperaturtendenz im zweiten Dezember-Drittel. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 17. Dezember zwischen -5/+11 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) liegen am 14. Dezember bei 10/25/65 (heute Mittag: 10/40/50) und am 18. Dezember bei 15/25/60 (heute Mittag: 10/30/60).

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