Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 1. Dezember

Heute ist mit dem 1. Dezember der meteorologische Winteranfang und geht es nach der aktuellen Wettervorhersage für die ersten Dezember-Tage, so setzt sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Südwestwetterlage durch, die maßgeblich von einer Tiefdruckrinne auf dem Atlantik und einem Hochdrucksystem , welches sich von den Azoren über das Mittelmeer bis über das östliche Europa erstreckt, dominiert wird. Insbesondere der Süden von Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen dabei mehr und mehr in den Einflussbereich des Hochdrucksystem, so dass dort das Wetter bis zum Wochenende weitgehend trocken bleiben und je nach Nebelauflösung auch des Öfteren die Sonne zum Vorschein kommen kann, während über dem Norden der Durchzug des einen oder anderen Regengebietes nicht ausgeschlossen werden kann. Mit der Südwestströmung steigen die Temperaturen an und können zum Wochenende - je nach Sonnenscheindauer - Werte zwischen +4/+14 Grad erreichen..

Im Zeitraum zwischen dem 7./10. Dezember simulieren sowohl das amerikanische als auch europäische Wettermodell kaum Veränderungen der Südwestwetterlage. Zwar können die Tiefdrucksysteme wieder vermehrt das Wetter über Deutschland beeinflussen, das ändert jedoch nichts an den mit +6/+12 Grad für die Jahreszeit zu warmen Temperaturen. Von Winter ist im ersten Dezember-Drittel nicht zu sprechen

Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell - wie bereits in den letzten Tagen auch - im Zeitraum 9./13. Dezember die Kaltluftzufuhr im Bereich zwischen dem europ. Nordmeer, der Barentssee und Karasee. Gleichzeitig gelingt es einem Tiefdrucksystem sich über dem östlichen Kanada zu positionieren. In Folge daraus geht der Tiefdruckrinne so langsam die "Puste" aus und ein Zentraltief kann sich in gradientenstarker Formation über Skandinavien positionieren. Insofern hat sich gegenüber den gestrigen Simulationen nur wenig verändert. So ist im Zeitraum zwischen dem 10./14. Dezember mit vermehrten Tiefdruckeinfluss eine Umstellungsphase im Bereich des Möglichen, welche zum 15./16. Dezember mit dem Kerntief über Skandinavien ihre Fortsetzung finden kann. Deutschland gelangt somit mehr und mehr in den nordwestlichen Strömungsbereich, so dass die Temperaturen auf Jahreszeit-typische Werte zurückgehen können - Schnee ab den mittleren Lagen wäre dann wieder nicht auszuschließen.

Gibt es noch andere Varianten? Ja, das sind nach dem amerikanischen Wettermodell im wesentlichen zwei Varianten und hängen stark davon ab, wie sich das Tiefdrucksystem positioniert. Liegt es weiter über dem Westen (zwischen Island/Skandinavien) verbleibt Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der milden Südwestvorderseite des Tiefdrucksystems. Liegt das Hoch hingegen etwas östlicher, so können auf dessen Rückseite kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden. Und welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Wie bereits vor ein paar Tagen einmal geschrieben wurde, braucht auch eine mögliche Umstellung ihre Zeit und kommt nicht von heute auf morgen - die Signale für eine Umstellung im zweiten Dezember-Drittel sind jedenfalls vorhanden. Die Kontrollläufe stützen einen gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +3/+8 Grad zu warmen Temperaturverlauf im Zeitraum 1./10. Dezember. Darüber hinaus nähert sich der Temperaturtrend bis zum 16. Dezember so langsam seinem vieljährigen Mittelwert an. So liegt das Temperaturspektrum am 10. Dezember zwischen +1/+9 Grad (Mittelwert: +6/+7 Grad) und am 16. Dezember zwischen -2/+10 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Norden, +4 Grad über dem Westen und +3 Grad über dem Süden und Osten). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), liegen am 12. Dezember bei 5/55/40 und am 16. Dezember bei 25/50/25 und weisen ein breites Entwicklungsspektrum an Möglichkeiten - sowohl in die eine, wie auch andere Richtung auf. Aus diesem Grund erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr an dieser Stelle eine Aktualisierung der Winterprognose.
Aktualisierung:
Kaum Bewegung in den Simulationen der Wettermodelle tagsüber. Die milde Südwestwetterlage bliebt bis zum 10. Dezember weitgehend erhalten, wobei im gesamten Zeitraum weitgehend geringe Niederschlagssignale berechnet werden - lediglich über dem Norden und Nordwesten können die Niederschlagssignale auch stärker ausfallen, was aber bei Südwestwetterlagen generell so üblich ist. Im Zeitraum zwischen dem 10./15. Dezember kommt so langsam Bewegung in Spiel - der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland schwächt sich etwas ab, während sich über dem europäischen Nordmeer, Barentssee und Karasee Kaltluftmassen ansammeln können. Das konzentriert die Tiefdruckproduktion auf die Gebiete östlich von Grönland. Ob sich die Großwetterlage dadurch verändern kann hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab - der Position des Tiefdrucksystems und der des Hochdrucksystems. Aktuell simuliert das amerikanische Wettermodell das Tiefdrucksystem zum 16. Dezember im Bereich zwischen Island, England und Skandinavien. Bis dahin bleibt es über Deutschland mild mit einer Tendenz zu nasskalten Temperaturen. Anders formuliert sind nach dieser Simulation winterliche Varianten im Zeitraum 15./18. Dezember nicht auszuschließen. Deutlicher zeigt sich das anhand der Kontrollläufe, welche in ihrem jeweiligen Mittelwert einen sich normalisierenden Temperaturtrend aufweisen (nasskalt). So liegt das Temperaturspektrum am 12. Dezember zwischen -2/+10 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad) und am 16. Dezember zwischen -1/+8 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) zeigen gegenüber heute Nachmittag eine leichte Veränderung auf und liegen am 12. Dezember bei 10/35/55 (heute Mittag: 5/55/40) und am 16. Dezember bei 10/45/45 (heute Mittag: 25/50/25) - anders ausgedrückt weist der Temperaturverlauf eine höhere Tendenz zu normalen bis zu milden Temperaturen als normale bis zu kalte Temperaturen auf.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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