Blickt man auf die aktuelle Wetterprognose für die letzten Oktober- und auch die ersten November-Tage, so zeigt sich eine weiterhin anhaltende Hochdruckdominanz, welche die Tiefdrucksysteme über dem Atlantik weitgehend blockieren und im Verbund beider Systeme den Zustrom warmer Luftmassen nach Deutschland ermöglichen kann. Wie geht es weiter - wird es kälter? Ja, es wird kälter, allerdings zeigt sich in der Temperaturtendenz nur eine langsame Abkühlung, welche bis zum 8. November ein normalisierendes Temperaturniveau erreichen kann. Was ist mit den Varianten für zu kühle Temperaturen noch im ersten November-Drittel? Die wurden in den heutigen Simulationen deutlich abgeschwächt, da eine Positionierung von hohen Luftdruck über dem skandinavischen Raum weniger wahrscheinlich geworden ist und somit die Kaltluftzuführung bis über das östliche Europa nicht zustande kommen kann. Stattdessen können sich die Tiefdrucksysteme im Zeitraum zwischen dem 5./8. November über Skandinavien behaupten, was die Grundströmung über Mitteleuropa auf eine südwestlich, allenfalls noch westliche Richtung drehen lassen kann. Kühle bis kalte Temperaturwerte sind in Folge solch einer Konstellation weniger wahrscheinlich geworden. Blickt man auf die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+6) / normal (+7/+12) / zu warm (>+13), so liegen diese am 4. November bei 5/70/25 (gestern: 35/60/5) und am 8. November bei 15/50/35 (gestern: 40/45/15) und bestätigt den Trend zu einer Normalisierung der Temperaturen im ersten November-Drittel mit der Tendenz auch leicht zu warm ausfallen zu können. Die kalten Varianten, welche unter der +5 Grad Marke liegen sind auf 10 Prozent zurückgegangen und die Wahrscheinlichkeit für Nachtfrost liegt bei etwa 20 Prozent (gestern noch 55 Prozent). Das Langfristmodell simuliert in seiner Wetterprognose für November weiterhin mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine normale bis leicht zu warme Temperaturentwicklung, welche in den Monaten von Dezember bis Februar mit einer Abweichung von +1/+3 Grad als zu warm bis deutlich zu warm ausfallen kann. Im Niederschlagsverhalten wird für November keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert simuliert, während die Monate Dezember, Januar und Februar deutlich positiv in der Niederschlagsentwicklung simuliert werden (zu nass). Möchte man dies interpretieren, so geht das Langfristmodell von einer höheren Wahrscheinlichkeit von einem westlich orientierten Zirkulationsmuster aus.

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