Wann kommt der Winter? Diese Frage ist und bleibt die aktuell am häufigsten gestellte Frage, welche uns per E-Mail erreicht. Geht es nach den statistischen Werten, so ist ein Wintereinbruch Ende November, Anfang Dezember häufiger anzutreffen, als Anfang November. Und dennoch ist in diesem Jahr vieles anders als in den Jahren zuvor. Nach einen weitgehend zu warmen Temperaturverlauf von Januar bis August 2015 zeigt sich im September und Oktober doch so etwas wie eine Normalisierung der Temperaturwerte gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Blickt man auf den aktuellen Temperaturmittelwert für Oktober, so ist dieser mit rund -0,5 Grad etwas zu kühl, sollte sich jedoch Aufgrund der nun zu erwartenden milden Temperaturwerte normalisieren, bzw. auch leicht zu warm entwickeln können. Auffällig ist in diesem Jahr die Häufung von Hochdrucksystemen seit Juni/Juli über dem Bereich zwischen England und Skandinavien, welche mit dem sog. El Nino Phänomen zusammenhängen könne, da diese mit dem El Nino Phänomen häufiger als sonst auftreten können. So ist auch Anfang November mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu rechnen, als dass das Hochdrucksystems über dem skandinavischen Raum verbleiben kann. Die Tiefdrucksysteme rennen regelrecht gegen dieses Hochdrucksystem an und könnten es allenfalls südlich unterwandern, was über den südlichen Regionen von Deutschland die Niederschlagsneigung durchaus etwas ansteigen lassen kann. Das bemerkenswerte dabei ist, dass über dem östlichen Gradienten des Hochdrucksystems teils kalte Luftmassen über das östliche Europa geführt werden können und unter entsprechenden Voraussetzungen noch im ersten November-Drittel auch Deutschland erreichen könnten. Sollte das tatsächlich der Fall sein, wird es im Detail darauf ankommen, ob mit einem Mittelmeertief der "Ostmotor" in Gang gesetzt werden kann - in Vollendung einer solchen Wetterlage würden die kalten Luftmassen nach Deutschland gelangen, während zeitgleich von Süden her feuchtere Luftmassen zugeführt werden können - Schneeoptionen wären dann nicht unwahrscheinlich. Wie wahrscheinlich ist so eine Variante? Sie wird immer wieder Simuliert, wobei die Varianten hierfür eine leicht ansteigende Tendenz aufweisen. So liegt das Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt (<+6) / normal (+7/+12) / zu warm (>+13) am 4. November bei 35/60/5 und am 8. November bei 40/45/15. Wie steht es um die Wahrscheinlichkeit von Nachtfrost im Verlauf des ersten November-Drittels? Die ist zwischenzeitlich mit 55 Prozent relativ hoch und über dem Osten und Süden wahrscheinlicher als über dem Westen und Norden.

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