In den kommenden Tagen dominiert zunehmend hoher Luftdruck das Wettergeschehen über Deutschland, wobei am heutigen Donnerstag und auch am Sonntag etwas Niederschlag nicht auszuschließen ist - viel wird jedoch in der aktuellen Wettervorhersage nicht simuliert. Bereits zum Start in die neue Woche kann sich der hohe Luftdruck weiter festigen und mit südlichen Strömung sehr warme Luftmassen nach Deutschland führen. Je nach Nebelauflösung sind Temperaturen von +15/+22 Grad nicht unmöglich und sind bei einem Eintreffen für die Jahreszeit etwa +2/+5 Grad zu warm. Bleibt das so? Der Grund hierfür ist ein Tiefdrucksystem vor Mitteleuropa, welches kurzweilig auf seiner Vorderseite warme Luftmassen nach Deutschland führen kann, während sich im gleichen Zeitraum über dem skandinavischen Raum ein Hochdrucksystem etablieren kann. In Folge daraus bleibt die Niederschlagserwartung nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells über Deutschland weiterhin als gering einzustufen und die Temperaturen können mit Werten zwischen +13/+19 Grad im Zeitraum zwischen dem 29./31. Oktober wieder etwas zurückgehen, bleiben jedoch in dem für die Jahreszeit zu warmen Bereich. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die kommende Entwicklung keinesfalls als gesichert einzustufen. Warum? Auch nach dieser Simulation festigt sich das Hoch über dem skandinavischen Raum und blockiert zunächst die Tiefdrucksysteme vom Atlantik her kommend. Allerdings kippt die Hochdruckachse von Süd-Nord auf Ost-West was den Tiefdrucksystemen wiederum mehr Spielraum ermöglicht, einen Umweg über die südlichen Regionen zu nehmen (Hochdrucksystem wird unterwandert). Als Spannend ist die Entwicklung des europäischen Wettermodells dahingehend anzusehen, als dass im Zeitraum zwischen dem 29./31. Oktober auf der östlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems kalte Luftmassen über das östliche Europa nach Süden geführt werden können. Wieso ist das spannend? Das liegt in der Hochdruckachse begründet, welche von Ost nach West verläuft und die kühlen Luftmassen zum Monatswechsel in Verbindung mit den Tiefdrucksystemen über der Mittelmeerregion nach Westen führen kann. Diese Entwicklung hat durchaus Potential für eine Luftmassengrenze mit teils kräftigeren Niederschlägen - im Detail bleibt diese Entwicklung abzuwarten und muss sich in den Simulationen erst noch festigen. Wie wahrscheinlich sind die konträren Simulationen zueinander - sind warme, kalte oder normale Temperaturwerte bis Ende Oktober zu erwarten? Der Trend geht nach beiden Wettermodellen in Richtung normal bis leicht zu warme Temperaturen bis Ende Oktober und auch die Kontrollläufe stützen diese Tendenz - zum heutigen Stand - mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 26. Oktober zwischen +8/+17 Grad (Mittelwert: +10/+12 Grad) und am 31. Oktober zwischen +4/+15 Grad (Mittelwert: +9/+10 Grad). Ob es Anfang November kalt oder warm werden kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter November.

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!