Der Schneefall der Woche bis teils auf mittlere Lagen hinab hat bei uns zu für ein erhöhtes Aufkommen mit der immer gleichen Frage in unserem E-Mail Postfach geführt: Wann kommt der Winter, bzw. wann kommt der Schnee auch ins Flachland? Es ist Oktober und somit noch Herbst. Zwar sind - statistisch betrachtet - Schneefälle bis in tiefere Lagen Ende Oktober nichts außergewöhnliches, aber von Winter kann man noch nicht sprechen. Der erste Hauch von Winter hat aus statistischer Sicht zumeist erst Ende November, Anfang Dezember höhere Wahrscheinlichkeiten. Für alle die also "sehnsüchtig" auf den Winter warten heißt es sich in Geduld zu üben. Schaut man auf die aktuelle Wettervorhersage, so verändert sich bis auf die Tatsache, dass der Niederschlag nachlässt und die Temperaturen etwas ansteigen können nur wenig - der Grundcharakter bleibt überwiegend herbstlich mit örtlich länger anhaltendem Nebel, oder hochnebelartiger Bewölkung über den östlichen Landesteilen, während über dem Westen und Südwesten durchaus auch einmal die Sonne zum Vorschein kommen kann. Darüber hinaus bleibt die Wetterentwicklung im Zeitraum zwischen dem 22./31. Oktober spannend. Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so erfolgt bei Grönland ein Kaltluftvorstoß in Richtung Atlantik, welcher die Tiefdruckproduktion zwischen Neufundland und Island beleben kann. So verläuft die sog. Tiefdruckrinne zunächst zwischen Neufundland, Island und Skandinavien, so dass deren Ausläufer Deutschland am 22./23. Oktober teil- und zeitweise mit beeinflussen können. So ist in diesem Zeitraum von Süd nach Nord mit einer ansteigenden Niederschlagswahrscheinlichkeit und weiter auffrischenden Winden zu rechnen - ob es für Starkwindereignisse reichen wird, bleibt zum heutigen Stand noch abzuwarten und ist nicht auszuschließen. Darüber hinaus "kippt" die Tiefdruckrinne im Zeitraum zwischen dem 23./31 Oktober von West-Ost nach Südwest-Nordost und liegt zwischen Neufundland, Azoren und Island in einer trogähnlichen Position vor Mitteleuropa. In Folge daraus strebt das Hoch über Mittel- bzw. dem östlichen Europa nach Norden und Deutschland könnte demnach zwischen beiden Systemen liegen - insgesamt jedoch in einer recht milden bis teils warmen Südwest- bis Südströmung, da sich bei und Tiefdrucksysteme gegen und Hochdrucksysteme im Uhrzeigersinn drehen. Wie warm kann es werden? Das amerikanische Wettermodell simuliert Werte zwischen +12/+17 Grad, teils auch bis +19 Grad. Wie viel es an Niederschlag geben wird, bleibt zum heutigen Stand noch abzuwarten, wie sich die Systeme zueinander positionieren - liegt das Hoch entsprechend östlicher, so sind mehr Niederschläge zu erwarten, während mit einer westlicheren Position weniger Niederschläge möglich sind. Geht es nach der Simulation des europäischen Wettermodells, so ist die Ausgangslage zunächst ähnlich, allerdings kommen hier die Tiefdrucksysteme weiter nach Osten voran, so dass auch nach dieser Simulation mit relativ milden bis warmen Temperaturen wahrscheinlich sind - jedoch mit mehr Niederschlag einhergehen können. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich eine schwach ausgeprägte Niederschlagserwartung im Zeitraum vom 23./31. Oktober bei einer ansteigenden Temperaturtendenz, welche mit +0,5/+2 Grad örtlich auch über dem langjährigen Mittelwert liegen kann. So liegt der jeweilige Mittelwert des Temperaturspektrums am 24. Oktober zwischen +10/+12 Grad und am 28. Oktober zwischen +11/+13 Grad. Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+7) / normal (+8/+14) / zu warm (>+15), so liegen diese am 25. Oktober bei 20/60/20 (gestern: 20/60/20) und am 31. Oktober bei 20/65/15 (gestern: 15/65/20) nahezu unverändert gegenüber gestern und bestätigen erneut das sich normalisierende Temperaturniveau bis Ende Oktober.

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