In den kommenden Tagen stellt sich nach der aktuellen Wettervorhersage ein für die Jahreszeit durchaus typisch herbstlicher Wettercharakter ein. So ist es zunächst noch vielfach trüb und mit gelegentlichen Niederschlägen ist zu rechnen, welche zum Start in die neue Woche allmählich nachlassen und die Sonne über den westlichen und südlichen Landesteilen durchaus des Öfteren zum Vorschein kommen kann. Die Temperaturen bleiben zunächst noch im überwiegend nasskalten Bereich, steigen aber zum Beginn der neuen Woche etwas an und bewegen sich zumeist um die +10 Grad Marke herum und können mit entsprechender Sonnenscheindauer auf bis +14 Grad ansteigen. Interessant bleibt die weitere Wetterentwicklung im Zeitraum zwischen dem 21./26. Oktober. So simulieren beide Wettermodelle einen Kaltluftvorstoß zwischen Grönland und dem europäischen Nordmeer von bis zu -30/-40 Grad. Diese kalten Luftmassen "prallen" auf die noch relativ warmen und feuchten Luftmassen auf dem Atlantik, so dass die "Tiefdruckproduktion" zwischen Neufundland und Schweden angefacht werden kann. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so entstehen teils beeindruckende Tiefdrucksysteme, welche sich zum 22. Oktober noch bis nach Skandinavien durchsetzen können, im weiteren Verlauf mit einer von Südwest nach Nordost orientierten Tiefdruckrinne immer weniger den Norden von Europa beeinflussen können. Stattdessen wird nach dem amerikanischen Wettermodell ein neuerliches Hochdrucksystem zum 29. Oktober über dem skandinavischen Raum simuliert, während zeitgleich der Kaltluftzustrom vom östlichen Grönland über das westliche Grönland wechselt und dort wiederum die Tiefdruckaktivität zwischen Neufundland und Island ansteigen lassen kann. In Folge daraus dreht die Grundströmung über Deutschland im Zeitraum vom 23. bis 28. Oktober von Nordwest allmählich auf Südwest bis Süd, so dass unter der Dominanz von hohem Luftdruck wärmere Luftmassen über die Alpen nach Deutschland geführt werden können. Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Variante, bei der sich zum 26. Oktober hoher Luftdruck zwischen Skandinavien und dem östlichen Europa positionieren und die Grundströmung auf südliche Richtungen drehen lassen kann. So bestätigt sich der Trend der letzten Tage für eine Normalisierung der Temperaturwerte im letzten Oktober-Drittel mit der Tendenz auch leicht zu warm auszufallen. Die Kontrollläufe stützen im Zeitraum vom 23./29. Oktober mit einer schwach ausgeprägten Niederschlagsneigung den Trend zu hohem Luftdruck über Deutschland mehrheitlich. Gleichzeitig steigen die Temperaturwerte zum 23. Oktober auf ein Jahreszeit-typisches Niveau an und können im weiteren Verlauf ein leicht zu mild ausfallen. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 23. Oktober zwischen 11 Grad über dem Osten und +13 Grad über den restlichen Landesteilen und am 26. Oktober zwischen +12/+13 Grad. Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+7) / normal (+8/+14) / zu warm (>+15), so liegen diese am 25. Oktober bei 20/60/20 und am 31. Oktober bei 15/65/20 und bestätigen ebenfalls das sich normalisierende Temperaturniveau.

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