Mit einem Tiefdrucksystem - welches sich aktuell direkt über Deutschland befindet - bessert sich das Wetter in den kommenden Tagen nach der aktuellen Wettervorhersage nur äußerst zögerlich. Zumindest über den nördlichen Regionen lässt der Niederschlag zum Wochenende nach und die Temperaturen können dort etwas ansteigen, während es über dem Süden vielfach stark bewölkt bleiben und mit etwas Niederschlag gerechnet werden kann. Zum Start in die neue Woche zeigt sich - wie in den letzten Tagen bereits des Öfteren simuliert - eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Ausbreitung eines Hochdruckkeils des Hochdrucksystems über dem Atlantik in Richtung Mitteleuropa, welcher über Deutschland die Grundströmung auf nördliche Richtungen drehen lassen kann. Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so kann sich der Hochdruckkeil nicht über Mitteleuropa stabilisieren, da im gleichen Zeitraum mit einem Kaltluftvorstoß zwischen Grönland und dem europäischen Nordmeer teils kräftige Tiefdrucksysteme entstehen können, welche mit ihrer Position über Skandinavien den Hochdruckkeil nach Westen "wegdrücken" könnten. In Folge daraus dreht die Grundströmung über Deutschland im Zeitraum 20./23. Oktober zunächst von westliche auf nördliche Richtungen, bevor mit weiteren Tiefdruckausläufern zum 25. Oktober der Wind wieder auf westliche Richtungen drehen kann. Anders formuliert simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum vom 20./28. Oktober eine unbeständige Wetterlage, bei der Tiefdrucksysteme über dem nördlichen Europa zeitweilig vermehrt Einfluss auf das Wetter in Deutschland nehmen können und auch der Wind könnte unter bestimmten Voraussetzungen im letzten Oktober-Drittel wieder vermehrt eine Rolle spielen. Die Temperaturen verhalten bei dieser recht hohen Wetteraktivität mit einem Auf und Ab jedoch weitgehend im Jahreszeit-typischen Bereich. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist der simulierte Ansatz ein ganz ähnlicher wie nach dem amerikanischen Wettermodell. Allerdings hat nach dem europäischen Wettermodell das Hochdrucksystem einen etwas höheren Einfluss auf die südlichen Landesteile von Deutschland, was den Niederschlag auf die nördlichen Regionen beschränken könnte. Im Detail wird es darauf ankommen wie sich der Hochdruckkeil verhalten wird. Das noch breite Entwicklungsspektrum zwischen einer aktiv-dynamischen Westwetterlage und einer gemäßigten Südwestwetterlage spiegeln auch die Kontrollläufe wieder. So wird im Zeitraum zwischen dem 20./27. Oktober eine weitgehend geringe Niederschlagsneigung simuliert, welche zum 22. Oktober kurzweilig ansteigen und insgesamt eine von Süd nach Nord ansteigende Niederschlagserwartung haben kann. Das Temperaturspektrum liegt am 21. Oktober zwischen +7/+13 Grad (Mittelwert: +9/+11 Grad) und am 26. Oktober zwischen +5/+15 Grad (Mittelwert: +9/+10 Grad). Wie könnte sich das Wetter darüber hinaus entwickeln? Für den Zeitraum vom 26./39. Oktober simuliert das amerikanische Wettermodell eine kräftige Tiefdruckaktivität westlich von Grönland, was für den Fall eines Eintreffens der Simulation über kurz oder lang zu einer aktiv-dynamischen Westwetterlage mit Wind, gemäßigten Temperaturen und einem unbeständigen Wettercharakter führen könnte. Das Langfristmodell simuliert für den November mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert weiterhin einen normalen bis leicht zu warmen Temperaturtrend, welcher von Dezember bis Februar mit einer Abweichung von +1/+3 Grad leicht bis deutlich zu warm ausfallen kann. Blickt man auf das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes, so hat der Herbst eine Wahrscheinlichkeit von rund 50 Prozent zu warm, 30 Prozent normal und 20 Prozent zu kühl auszufallen.

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