Die Wetteraussichten der kommenden Tagen sind nach der aktuellen Wettervorhersage zunächst noch vielfach sonnig und teils als mild zu bezeichnen, bevor im Verlauf der Woche die Niederschlagswahrscheinlichkeit zunimmt und die Temperaturtendenz abnimmt. Sind die Konstellationen entsprechend "günstig", so könnte es zum Donnerstag und Freitag über den Alpen von Deutschland, Österreich und der östlichen Schweiz durch ein Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion zu teils länger andauernden Niederschlägen kommen, welche in höheren Lagen in Schnee übergehen und dort die Pistenbedingungen für Skifahrer weiter verbessern könnten. Im Zeitraum vom 16./21. Oktober differenzierten sich die Wettermodelle in den letzten Tagen nur geringfügig und haben auch Varianten einer weiteren Abkühlung zugelassen. Das bestätigt sich heute nur bedingt und im Wesentlichen wird es darauf ankommen, wie sich das auf dem Atlantik positionierende Hochdrucksystem verhalten wird. Rückt es weiter nach Westen ab, so ist eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Advehierung kühlerer Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland gegeben. Liegt der Hochdruckkern bei England, so können weite Teile von Deutschland durch das Hochdrucksystem beeinflusst werden, so dass es bei einer relativ kühlen Witterung zu zeitweiligen, aber zumeist leichten Niederschlägen kommen kann. Liegt das Hoch östlicher, so bleibt es weitgehend trocken und je nach Nebelauflösung kann bei mäßig milden Temperaturen zeitweilig die Sonne zum Vorschein kommen. Das amerikanische Wettermodell simuliert das Hoch heute im Zeitraum zwischen dem 16./21. Oktober im Kern westlich von England und südlich von Island in "kugelrunder" Position, so dass über Deutschland durchaus die Möglichkeit eines "Abtropfprozesses" von Tiefdrucksystemen gegeben ist. Die Grundströmung kommt dabei überwiegend aus nördlichen Richtungen, was die Tageswerte mit +5/+10 Grad und mit etwas Sonnenschein bis +14 Grad kaum weiter ansteigen lässt. Insbesondere die Nordströmung kann entlang der nördlichen Alpen in höheren Lagen staubedingt für weiteren Schneezuwachs sorgen und in den Skiregionen von Deutschland, Österreich und der westlichen Schweiz die Pistenbedingungen entsprechend verbessern. Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Wetterentwicklung, bei der das Hochdrucksystem westlich von England die "Hauptrolle" spielt. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit für eine weiterhin anhaltende und aus nördlichen Richtungen kommenden Grundströmung. Deutlicher zeigt sich diese Wahrscheinlichkeit in den sog. Kontrollläufen, welche in den letzten Tagen noch eine weitgehende Normalisierung des Temperaturtrends in Aussicht gestellt hatten und heute im Trend die Mitteltemperatur etwa um 1-4 Grad kühler als die Jahreszeit-typischen Werte berechnen. So liegt das Temperaturspektrum am 18. Oktober zwischen +4/+15 Grad (Mittelwert: +14 Grad über dem Norden, +12 Grad über dem Westen und +9 Grad über dem Osten und Süden) und am 22. Oktober zwischen +2/+13 Grad (Mittelwert: +10 Grad über dem Norden, +9 Grad über dem Westen und +7 Grad über dem Osten und Süden). Noch deutlicher zeigt sich der etwas zu kühle Temperaturtrend in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+10/+16) / zu warm (>+17), welche am 21. Oktober bei 70/30/0 und am 26. Oktober bei 60/30/10 liegen. Betrachtet man die Varianten, welche unter der +5 Grad Marke liegen, so liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Kaltlufteinbruch im Verlauf letzten Oktober-Drittels zum heutigen Stand etwa um die 30 Prozent - so bestätigt sich der Trend einer nasskalten Witterungslage auch heute wieder - Zeit den Garten und das Auto so langsam Winterfest zu machen.

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