Ein Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum dominiert zum kommenden Wochenende nach der aktuellen Wettervorhersage zunehmend das Wetter über Deutschland, so dass mit einer östlichen Strömung es weitgehend trocken aber auch entsprechend kühler werden kann. Dieses Hochdrucksystem bleibt auch in der darauf folgenden Tagen dominant, was im Zeitraum zwischen dem 11./15. Oktober im gradientenschwachen Umfeld für einen überwiegend trockenen Grundcharakter sorgen kann. Mit dem Wind aus östlichen Richtungen können die Temperaturen über dem Norden und Osten mit +7/+13 Grad relativ frisch ausfallen, während über dem Süden mit +10/+15 Grad durchaus Jahreszeit-typische Werte erreicht werden können. Durch die neuerliche Simulation der Wettermodelle von einem Hochdrucksystem über Skandinavien werden Varianten eines Durchbruchs der atlantischen Frontalzone bis zur Monatsmitte zunehmend unwahrscheinlich. Im Zeitraum zwischen dem 15./20. Oktober könnten sich durch die Hochdruckposition drei Wesentliche Entwicklungsvarianten ergeben. In der ersten Variante kann das Hoch über Skandinavien einen Hochdruckkeil nach Süden bis über die Mittelmeerregion ausbilden, was einen sonnigen und relativ warmen Wettercharakter zur Folge haben kann. In der zweiten Variante verlagert das Hoch seine Achsausrichtung auf eine Ost-West Richtung, so dass auf dem südlichen Gradienten Tiefdrucksysteme vom Atlantik kommend bis über das Mittelmeer gelangen können (das Hoch wird "unterwandert"). In Folge daraus kann es zu einer sog. Vb-Tiefdruckentwicklung kommen, bei der über dem Süden generell eine höhere Niederschlagserwartung als über dem Norden zu erwarten ist. In der dritten Variante kann sich das Hochdrucksystem über Skandinavien weiter nach Osten verlagern, so dass der Tiefdruckeinfluss aus westlichen Richtungen größer werden kann. Welche der Varianten ist am Wahrscheinlichsten? Geht es nach den sog. Kontrollläufe, so zeigt isch im Zeitraum zwischen dem 15/20. Oktober ein breiteres Entwicklungsspektrum, bei dem die Niederschlagsneigung von Süd/West nach Nord/Ost eine abnehmende Tendenz aufweist. Insofern ist zum heutigen Stand die zweite Variante durchaus wahrscheinlicher. Das Temperaturspektrum liegt am 15. Oktober zwischen +6/+16 Grad (Mittelwert: + 9 Grad im Süden, sonst +10/+12 Grad) und am 20. Oktober zwischen +4/+17 Grad (Mittelwert: +10/+12 Grad). Insbesondere der jeweilige Mittelwert liegt somit knapp unter dem für die Jahreszeit-typischen Wert. Deutlicher zeigt sich die relativ kühle Temperaturphase anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+11/+16) / zu warm (>+17), welche am 16. Oktober bei 65/30/5 und am 21. Oktober bei 55/45/0 liegen. Das bestätigt weitgehend eine östliche Strömungskomponente, welche durch das Hochdrucksystem über dem nördlichen Europa initialisiert werden kann. Das Langfristmodell lässt sich nicht beirren und simuliert in seiner heutigen Wetterprognose von Oktober bis einschließlich Februar eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5/+2 Grad im leicht zu warmen bis deutlich zu warmen Bereich (Tendenz von Nord nach Süd ansteigend). Im Niederschlagsverhalten zeigt sich demnach und zum heutigen Stand eine weitgehend normale Niederschlagsentwicklung für die Monate Oktober bis Dezember, welche im Januar und Februar eine ansteigende und somit leicht positive Tendenz zeigt.

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