Im Verlauf der kommenden Woche sind nach der aktuellen Wettervorhersage insbesondere über den südlicheren Landesteilen teils kräftigere Niederschläge zu erwarten, während über dem Norden und Nordosten nur gelegentliches Nass von oben zu erwarten ist. Der Wind dreht von Süd über West auf Nord und zum kommenden Wochenende auf östliche Richtungen, so dass kühlere Luftmassen aus Nordost nach Deutschland geführt werden können. Voraussichtlich erreichen die Luftmassen aber nur den Norden und Osten, während über dem Westen und Süden gemäßigt milde Temperaturwerte vorherrschend sein können. Der Grund für diese Wetterentwicklung ist ein Hochdrucksystem über dem europäischen Nordmeer, welches seinen Einflussbereich bis über Skandinavien ausweiten kann. Östlich davon liegt ein Tiefdruckwirbel, so dass im Verbund beider Systeme kühle Luftmassen polaren Ursprungs bis zum 10./11. Oktober nach Süden geführt werden können, was die eine oder andere Schneeflocke über dem nördlichen Europa ermöglichen könnte. Ob die kühlen Luftmassen tatsächlich auch Deutschland erreichen werden, wird im Detail davon abhängen, wie sich das Hochdrucksystem entwickeln, bzw. positionieren kann. Im Wesentlichen berechnen die Simulationen der Wettermodelle heute drei wahrscheinliche Wetterentwicklungen im Zeitraum zwischen dem 9./15. Oktober. In der ersten Variante positioniert sich das Hoch weiter nach Süden und dominiert weitgehend das Wettergeschehen über Skandinavien und dem nördlichen Deutschland, während auf dessen südlichen Flanke Tiefdrucksysteme bis an die Alpen gelangen können. In Folge daraus wäre südlich der Mittelgebirge mit einer höheren Niederschlagsneigung zu rechnen als über den nördlichen Regionen. In der zweiten Variante positioniert sich das Hoch weiter über den Westen in Richtung Island, was das Potential für Kaltlufteinschübe aus Norden erhöhen kann. In der dritten Variante positioniert sich das Hoch über Skandinavien und baut mit seiner nach Süden ausweichenden Hochdruckachse eine Hochdruckbrücke zum Azorenhoch auf und kann somit weite Teile von Deutschland mit einem relativ trockenem Grundcharakter beeinflussen. Welche der Varianten scheint am Wahrscheinlichsten zu sein? Geht es nach den Kontrollläufen, so zeigt sich im Zeitraum zwischen dem 8./13. Oktober eine schwache Niederschlagsneigung, welche im Zeitraum zwischen dem 12./17. Oktober wieder eine ansteigende Tendenz von Süd/West nach Nord/Ost aufweist - insofern hat die erste Variante zum heutigen Stand eine etwas höhere Eintreffwahrscheinlichkeit. Das Temperaturspektrum liegt am 13. Oktober zwischen +4/+20 Grad (Mittelwert: +12/+13 Grad) und am 16. Oktober zwischen +4/+18 Grad (Mittelwert: +11/+13 Grad), wobei der jeweilige Mittelwert durchaus noch im Jahreszeit-typischen Bereich liegt. Wie bereits gestern und auch in den Tagen zuvor verändert das Langfristmodell seine Wetterprognose für die kommenden Monate von Oktober bis Februar kaum, bzw. nur geringfügig. So fallen die Monate Oktober und November mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+1 Grad normal bis leicht zu warm aus, während mit einer Abweichung von +0,5/+2 Grad die Monate Dezember, Januar und Februar leicht bis deutlich zu warm ausfallen können. Ob das tatsächlich so eintreffen mag, bleibt abzuwarten, da die Randfaktoren in diesem Jahr eine andere Richtung vorgeben könnten (s. u.a. Wettertrend Winter vom 27. September).

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen