Im Verlauf der kommenden Woche zeigt sich das Wetter nach der aktuellen Wettervorhersage zunehmend unbeständig, teils windig und auch die Temperaturen weisen bis zum Donnerstag eine auf Jahreszeiten-typische zurückgehende Tendenz auf. Der Grund hierfür ist ein Tiefdruckwirbel über dem isländischen Raum, welcher mit einem Tiefdruckausläufer das Wetter kurzzeitig über Deutschland beeinflussen und die Hochdruckdominanz somit unterbrechen kann. Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell weiterhin ein recht kräftiges Hoch über dem skandinavischen Raum / europ. Nordmeer, welches im Verbund mit einem Tiefdrucksystem über der Barentssee kühle Luftmassen aus der Polarregion nach Süden führt. Dadurch erfährt das Hoch eine stabilisierende Maßnahme, was es der atlantischen Frontalzone zunehmend schwerer machen wird, dass Wetter über Deutschland zu beeinflussen. Stattdessen gelingt es dem Hoch in der heutigen Simulation, sich zum 9./10. Oktober erneut nach Süden auszuweiten und mit einer zunehmend Nordost-Südwest ausgerichteten Hochdruckachse die kühlen Temperaturen aus nordöstlichen bis östlichen Richtungen nach Deutschland zu führen. Wäre dann Dezember, Januar oder Februar, so könnte die Konstellation für Dauerfrost und mäßige bis strenge Nachtfröste sorgen, während im Oktober nach Nebelauflösung und teils leicht frostigen Nächten die Sonne zum Vorschein kommen kann und die Temperaturen auf +7/+14 Grad ansteigen können. Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Ausgangslage, allerdings kommt das Hoch nicht weiter nach Westen voran, sondern verbleibt mit seiner Hochdruckachse zwischen Deutschland, Skandinavien und dem östlichen Europa, so dass die kühleren Luftmassen unter weiterer Erwärmung Deutschland erreichen können (+8/+16 Grad). Die Gemeinsamkeiten der Wettermodelle liegen im Zeitraum zwischen dem 8./12. Oktober in einer nachlassenden Niederschlagsneigung bei einer zurückgehenden Temperaturtendenz. Die Kontrollläufe stützen diese Variante mit abnehmender Niederschlagswahrscheinlichkeit und zurück gehenden Temperaturen im Zeitraum 8./13. Oktober mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 8. Oktober zwischen +8/+17 Grad (Mittelwert: +14/+15 Grad) und am 13. Oktober zwischen +4/+17 Grad (Mittelwert: +10/+12 Grad). Somit betätigt sich heute der Trend der letzten Tage eines sich normalisierenden Temperaturniveaus mit höherer Wahrscheinlichkeit für leicht zu kühle Werte. Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+11/+18) / zu warm (>+19), welche am 13. Oktober bei 65/30/5 und am 18. Oktober bei 45/45/10 liegen und eine höhere Wahrscheinlichkeit für zu kühlere als zu warme Varianten unterstützt. Das Langfristmodell simuliert für den Oktober und November eine Temperaturabweichung von -0,5/+1 Grad, welche gegenüber dem langjährigen Mittelwert normal bis leicht zu warm ausfallen kann. Für Dezember, Januar und Februar liegt die Abweichung mit +0,5/+2 Grad im leicht zu warmen bis deutlich zu warmen Bereich. In der Niederschlagerwartung zeigt sich für Oktober eine leicht negative, im November normale und von Dezember bis Februar leicht bis mäßig positive Tendenz.

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