Die simulierte Hochdruckdominanz der letzten Tage für Ende September und auch Anfang Oktober bestätigt sich heute erneut, so dass die Wahrscheinlichkeit hierfür weiter zunehmend kann. Fraglich bleibt zum heutigen Stand, ob mit überwiegend sonnigen, oder teils nebligen, bzw. hochnebelartiger Bewölkung zu rechnen ist - entsprechend unterschiedlich warm, bzw. kühl können die Temperaturen ausfallen. Betrachtet man den Mittelwert der Kontrollläufe bis zum 5. Oktober, so bewegen diese sich zumeist um den Jahreszeit-typischen Wert. Blickt man auf die aktuelle Simulation des amerikanischen Wettermodells, so verlagert sich das Hochdrucksystem im Zeitraum vom 5./10. Oktober über das östliche Europa, während im gleichen Zeitraum ein Hochdruckkeil des Azorenhochs nach Norden in Richtung Island aufstreben kann. In Folge daraus ergibt sich eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine schwachgradientige Tiefdruckaktivität über Deutschland, was den relativ warmen Temperaturcharakter bei einer leicht ansteigenden Niederschlagsneigung erhalten könnte. Interessant ist demnach die Kaltluftansammlung über dem europäischen Nordmeer, welche im Verbund mit dem Hochdruckkeil und einem Tief über der Barentssee nach Süden geführt werden kann. Wie weit das nach Süden gehen kann, hängt im Zusammenspiel mit dem Tief und dem Hoch zusammen. Zum heutigen Stand könnten die winterlichen Temperaturen zum 10. Oktober bis nach Mittelskandinavien vorankommen, während Deutschland noch im Warmsektor verbleiben kann. Anders formuliert ist eine gewisse Hochdruckdominanz bei einer schwachen Niederschlagsneigung und mäßig warmen (Jahreszeit-typischen) Temperaturen im ersten Oktober-Drittel wahrscheinlicher als zu kalte und niederschlagsreiche Varianten. Geht es nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+11) / normal (+12/+18) / zu warm (>+19), so liegen diese am 5. Oktober bei 25/60/15 und am 10. Oktober bei 30/55/15. Das Langfristmodell simuliert zum heutigen Stand für den Oktober mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad weiterhin einen normalen Temperaturverlauf gegenüber dem langjährigen Mittelwert, welcher sich mit einer Abweichung von +0,5/+2 Grad in den Monaten November, Dezember, Januar und Februar als leicht bis deutlich zu warm berechnet wird. Allerdings sprechen sog. Randfaktoren derzeitig nicht für einen deutlich zu warmen Verlauf in den Wintermonaten (s. Wetterprognose Winter vom 21. Sept.).

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