Weiterhin simulieren die Wettermodelle eine höhere Wahrscheinlichkeit für den Aufbau von hohen Luftdruck über dem nördlichen, bzw. westlichen Europa für Ende September, bzw. Anfang Oktober. Sollten diese Berechnungen auch tatsächlich eintreten, so wäre mit einem relativ trockenem Wettercharakter bei durchaus Jahreszeit-typischen Temperaturwerten in den ersten Oktober-Tagen zu rechnen. Interessant ist der jeweilige Ansatz des amerikanischen und auch europäischen Wettermodells einer Blockade der atlantischen Frontalzone durch das Hochdrucksystem. Im Wesentlichen können sich im weiteren Verlauf daraus zwei wahrscheinliche Wetterentwicklungen ergeben. In der ersten Variante verbleibt das Hochdrucksystem in seiner Position über Skandinavien und stabilisiert sich weitgehend mit einer Hochdruckachse bis über das Mittelmeer. Der daraus resultierende Wettercharakter könnte als "Altweibersommer", bzw. "goldener Herbst" bezeichnet werden, da das Wetter als weitgehend stabil und der Temperaturcharakter - je nach Auflösung morgendlicher Nebelfelder - als mild bis warm bezeichnet werden kann. In der zweiten Entwicklungsvariante verlagert sich das Hoch rasch nach Westen und ermöglicht es den Tiefdrucksystemen - welche durch die Blockadesituation weit nach Norden ausweichen mussten - auf der östlichen Hochdruckseite nach Süden "abzutropfen". Die Wahrscheinlichkeit, dass dies über Mitteleuropa passieren kann, wäre als hoch einzustufen. Mit fortgeschrittener Jahreszeit kann es unter "günstigen" Bedingungen passieren, dass diese Tiefdrucksysteme im Trogprozess (bzw. Abtropfprozess) die schon recht kalten Luftmassen über dem europäischen Nordmeer anzapfen und bis nach Deutschland führen könnten. Sollte diese Variante sich durchsetzen können, so könnten die kühlen Luftmassen noch im ersten Oktober-Drittel die ersten Schneeschauer in höheren Lagen ermöglichen. Das Langfristmodell korrigiert sich heute etwas in seiner Wetterprognose für den Herbst, bzw. auch für die Wintermonate. So liegt die Abweichung des Temperaturmittelwertes im Oktober bei -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Durchschnittswert im normalen Bereich, während von November bis Februar die Abweichung zwischen +1/+2 Grad liegt (gestern noch bi s+3 Grad). Im Niederschlagsverhalten wird der Oktober und November vom Langfristmodell als normal interpretiert, während der Dezember, Januar und auch Februar zu nass ausfallen könnten.

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