Zzwischen England und Skandinavien positioniert sich in dieser Woche ein kräftiges Tiefdrucksystem , welches von einem Hoch über dem östlichen Europa in seinem weiteren Vorankommen blockiert wird. In Folge daraus liegt Deutschland zwischen den Fronten beider Systeme, was im Verlauf der Woche zu einer Luftmassengrenze führen kann, welche am Mittwoch und Donnerstag quer über Deutschland liegen kann. Westlich der Luftmassengrenze können sich die Temperaturen etwas abkühlen, während östlich davon nochmals sommerliche Werte jenseits der +25 Grad Marke erreicht werden können. Entsprechend kühler können die Temperaturen mit +12/+18 Grad entlang der Luftmassengrenze mit vermehrten und teils länger andauerndem Niederschlag ausfallen. Im weiteren Verlauf simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum vom 18./22. September einen Abzug der Tiefdruckrinne nach Nordost und nachfolgend kann sich ein Hochdruckkeil des Azorenhochs bis über Mitteleuropa erstrecken. In Folge daraus hat die Niederschlagsneigung eine abnehmende Tendenz, allerdings kann Deutschland auf der östlichen Seite des Hochdruckgradienten liegen, so dass mit einer nördlichen Grundströmung frischere - aber durchaus Jahreszeit-typische - Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die simulierte Wetterentwicklung bis zum 24. September der des amerikanischen Wettermodells sehr ähnlich, jedoch verlagert sich der Hochdruckkeil im Zeitraum 21./24. September zunehmend über Deutschland, so dass sich die Luftmassen etwas erwärmen können. Anders formuliert versucht die atlantische Frontalzone vermehrt das Wetter über Deutschland zu beeinflussen, scheitert aber zunächst noch an den Hochdrucksystemen, so dass die kommenden Tage bis zum 24. September auch als Übergangswetter zu bezeichnen sind. Übergangswetter - was für Wetter ist danach zu erwarten? Als Übergangswetter bezeichnet man die Wetterlage, welche eine lang bestehende Wetterlage durch eine nachfolgend andere Wetterlage ersetzt. Blickt man auf die erweitere Simulation des amerikanischen Wettermodells, so wird im Zeitraum zwischen dem 24./28. September die Tendenz zu einem nach Norden verschobenen Azorenhoch simuliert, welches zeitweilig eine Hochdruckbrücke zum Kontinentalhoch über dem westl. Russland aufbauen kann. Gleichzeitig wird ein Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion berechnet, so dass sich eine von Süd nach Nord abnehmende Niederschlagsneigung ergeben kann. Die Temperaturen könnten sich bei einem Eintreffen der simulierten Wetterlage auf ein Jahreszeit-typisches Niveau einpendeln. Die Kontrollläufe bestätigen im Zeitraum vom 19./26. September eine allgemein geringe Niederschlagserwartung, welche darüber hinaus bis zum 29. September von Nord nach Süd eine ansteigende Tendenz aufweist. Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe liegt am 22. September zwischen +11/+22 Grad (Mittelwert: +17 Grad) und am 27. September zwischen +9/+23 Grad (Mittelwert: +16/+17 Grad). Das Langfristmodell weicht gegenüber seinen Simulationen der letzten Wochen kaum ab und berechnet für den Oktober mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad einen weitgehend normalen Temperaturverlauf, welcher für die darauf folgenden Monate November, Dezember, Januar und Februar mit einer Abweichung von +1/+3 Grad ein zu warmes bis deutlich zu warmes Temperaturniveau simuliert. Die aktuelle Berechnung des Deutschen Wetterdienstes simuliert für das Wetter im Herbst (September, Oktober, November) eine Wahrscheinlichkeit von 29 Prozent für zu kalte, 33 Prozent für normale und 38 Prozent zu warme Temperaturwerte gegenüber dem langjährigen Mittelwert.

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