Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst Winter 2015/2016 - Wettertrend vom 7. September

Das Hochdrucksystem, welches sich aktuell über dem Atlantik befindet, verlagert sich im Wochenverlauf über den skandinavischen Raum und sorgt mit einer östlichen Strömung zunächst für eine nachlassende Niederschlagsaktivität. Doch bereits zum Wochenende gibt es von den Wettermodellen unterschiedliche Ansätze, wie sich da Wetter weiter Entwickeln kann. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt das Azorenhoch in einer West-Ost Ausrichtung, was eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine "Unterwanderung" durch Tiefdruckausläufer am südlichen Hochdruckgradienten ermöglicht. Simuliert werden diese Tiefdrucksysteme bspw. am kommenden Wochenende mit einem kleinräumigen Alpentief, welches eine erhöhte Niederschlagsneigung zur Folge haben kann. Das europäische Wettermodell simuliert dieses Alpentief in seiner aktuellen Wetterprognose nicht, so dass zwischen einem Tief über dem Atlantik und dem Hoch über Skandinavien mit einer südlichen Anströmung feuchte aber auch warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Im Detail bleibt - zum heutigen Stand - eine Wettervorhersage für das kommende Wochenende noch mit Unsicherheiten behaftet. Wie geht es weiter? Auch hierüber sind sich die Wettermodelle uneinig. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so lässt sich das Hoch über Skandinavien durch die Tiefdrucksysteme etwas weiter nach Osten ab drängen, allerdings gelingt es dem Hoch bis zum 15. September eine Hochdruckbrücke in Richtung westliches Mittelmeerraum aufzubauen, so dass die Tiefdruckausläufer zwar zweiteiligen Einfluss auf Deutschland nehmen können, der Temperaturcharakter ist mit einer Südwest- bis Südströmung als warm zu bezeichnen. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so verlagert sich auch in dessen Simulation das Hoch über Skandinavien weiter nach Osten und baut bis zum 15. September eine schwache Hochdruckbrücke bis über das östliche Mittelmeer auf. So bleibt den Tiefdrucksystemen über dem Atlantik mehr Spielraum, dass Wetter über Deutschland zu beeinflussen, wobei der Temperaturcharakter - je nach Tiefdruckposition - zwischen mäßig warm bis warm schwanken kann. Die unterschiedlichen Simulationen der Wettermodelle spiegeln die Unsicherheiten der letzten Tage wieder. Der Grund hierfür ist die Ausprägung des Hochdrucksystems über dem skandinavischen Raum - wenige hundert Kilometer Verschiebung des Systems kann unterschiedliche Auswirkungen auf das Wetter über Deutschland haben. Welche der Varianten ist am wahrscheinlichsten? Am wahrscheinlichsten ist eine Konstellation zwischen einem Tief über dem Westen und Hoch über dem Norden, bzw. Osten, so dass im Verbund beider Systeme wärmere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Die Kontrollläufe stützen einen zunehmend positiven Temperaturtrend gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Zeitraum vom 12./19. September. So liegt das Temperaturspektrum am 13. September zwischen +15/+26 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden, +20 Grad über dem Westen und +21/+22 Grad über dem Süden und Osten) und am 18. September zwischen +12/+28 Grad (Mittelwert: +18/+20 Grad). Die Niederschlagserwartung nimmt ab dem 13. September etwas zu, so dass nach den Kontrollläufen Deutschland zwischen beiden Systemen liegen kann. Geht es nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+14) / normal (+15/+21) / zu warm (>+22), so liegen diese am 15. September bei 5/70/25 und am 22. September bei 30/45/25. Das Langfristmodell verändert seine heutige Wetterprognose für die Herbst- und Wintermonate kaum. So liegt die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert im September bei -1/+0,5 Grad (etwas zu kühl, normal), im Oktober bei -0,5/+1 Grad (normal bis leicht zu warm), im November mit +0,5/+2 Grad (zu warm), im Dezember, Januar und Februar mit +1/+3 Grad (warm, deutlich zu warm). Im Niederschlagsverhalten zeigt sich nach dem Langfristmodell im September und Oktober eine normale bis leicht zu trockene Niederschlagserwartung, welche von November bis Februar auch positiv ausfallen kann (zu nass).

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,6 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,05 +2,17 +1,48 652 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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