Als herbstlich lässt sich der Wettercharakter bei frischem bis mäßigen Wind - welcher über exponierten Lagen in Böen auch stürmisch sein kann - von Samstag bis Montag mit einem unbeständigen Wettercharakter bezeichnen. Im weiteren Wochenverlauf dominiert dann zunehmend hoher Luftdruck das Wettergeschehen über Deutschland, so dass der Wettercharakter von Dienstag bis Donnerstag kommender Woche zunehmend trockener und auch wieder wärmer werden kann. Der Grund für die langsame "Wetterbesserung" ist die Verlagerung eines Hochdrucksystems vom Atlantik, welches sich bis zum 10. September über Skandinavien positionieren kann. In Folge dessen werden weitere Tiefdrucksysteme und deren Ausläufer vom Atlantik her kommend blockiert, so dass die Temperaturen eine leicht ansteigende und die Niederschläge eine abnehmende Tendenz aufweisen. Soweit sind sich die Wettermodelle in ihren Simulationen einig. Im Zeitraum zwischen dem 10./15. September simuliert das amerikanische Wettermodell eine zunehmende Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, welche das Wetter über Mitteleuropa bis zum 15. September weitgehend beeinflussen kann. So lässt sich das Hoch weiter nach Osten abdrängen und im Verbund beider Systeme können milde bis warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden. Wie warm? Simuliert werden bei einem unbeständigen Wettercharakter am 14. September Werte zwischen +16/+23 Grad, örtlich auch bis +25 Grad. Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Variant, bei der sich im Zeitraum zwischen dem 10./15. September das Hoch über Skandinavien in einer West-Ost Achse ausrichten kann. In Folge daraus bleibt den Tiefdruckausläufern vom Atlantik mehr Spielraum, um das Hoch über Skandinavien auf seinem südwestlichen Gradienten zu "unterwandern", so dass der Temperaturcharakter zwar durchaus mild bis warm erscheinen kann, der Wettercharakter aber zunehmend unbeständiger werden kann Die Kontrollläufe stützen - wie bereits in den vergangenen Tagen auch - einen sich langsam normalisierenden Temperaturtrend im Zeitraum 9./13. September, welcher darüber hinaus bis zum 17. September auch - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - leicht zu warm ausfallen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 11. September zwischen +13/+21 Grad (Mittelwert: +17/+18 Grad) und am 15. September zwischen +12/+24 Grad (Mittelwert: +18/+19 Grad). Geht es nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+14) / normal (+15/+21) / zu warm (>+22), so liegen diese am 13. September bei 10/70/20 und am 20. September bei 30/30/40 und zeige eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein typischen Altweibersommer (met. Singularität, welche statistisch häufiger im September auftritt).

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