Nach den sehr heißen Tagen im August setzen sich nun zunehmend kühlere Luftmassen über Deutschland durch und erreichen voraussichtlich zu kommenden Wochenende ihren vorläufigen Tiefpunkt - unter "günstigen" Bedingungen ist im Zeitraum von Sonntag bis Dienstag in den Nächten örtlicher Bodenfrost nicht auszuschließen - sollte das tatsächlich so eintreten, wäre das in der Tat ein bemerkenswerter Wetterwechsel. Im weiteren Wochenverlauf verlagert sich das Hoch über dem Westen langsam über Mitteleuropa und erreicht zum 10. September mit hoher Wahrscheinlichkeit den skandinavischen Raum, so dass in Folge daraus der Zeitraum zwischen dem 9./12. September weitgehend trocken ausfallen kann und mit einer östlichen bis teils südöstlichen Strömung sich auch die Temperaturen mit +19/+24 Grad etwas erwärmen können. Darüber hinaus bleibt es spannend, ob sich das Hoch über Skandinavien behaupten kann, oder ob die Tiefdrucksysteme zunehmend das Wetter über Mitteleuropa beeinflussen können. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so werden durchaus beide Varianten simuliert. In der einen Variante kippt das Hoch nach Osten weg, richtet aber seine Hochdruckachse von Südwest nach Nordost aus, so dass die "anrennenden" Tiefdrucksysteme zwar Mitteleuropa erreichen können, jedoch nach Nordost abgelenkt werden können. Der daraus resultierende Wettercharakter wäre wechselhaft, aber relativ mild bis warm. In der zweiten Variante kann sich das Hoch über Skandinavien behaupten und blockiert die Tiefdrucksysteme vor Mitteleuropa, welche nach Süden "abtropfen" können. Sollte diese Variante eintreten, ergeben sich daraus zwei weitere Entwicklungsmöglichkeiten. In der ersten Variante bleiben die Tiefdrucksysteme Ortstreu, so dass mit der daraus resultierenden Vorderseite sehr warme aber auch feuchte Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden können. In der zweiten Variante können die Tiefdrucksysteme das Hoch bei Skandinavien auf seinen südlichen Gradienten "unterwandern", was eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für sog. Vb-Wetterlagen (Mittelmeertief, teils mild bis warm, über dem Süden regnerisch) ergeben könnte. Das europäische Wettermodell simuliert ganz ähnlich Varianten, wenngleich das Zirkulationsmuster deutlich meridionaler Aufgestellt ist. Geht es nach den Kontrollläufen, so bestätigt sich nach dem kühlen Zeitraum zwischen dem 4./9. September ein sich langsam normalisierender und ab dem 12. September ein leicht positiver Temperaturtrend bei einer langsam ansteigenden Niederschlagswahrscheinlichkeit. Geht es nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+14) / normal (+15/+21) / zu warm (>+22), so liegen diese am 12. September bei 5/70/25 und am 19. September bei 15/35/50 und bestätigen mehrheitlich auch heute ein ansteigendes Temperaturniveau im zweiten September-Drittel.

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