Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 7. Februar

Stürmisch und regnerisch beginnt die kommende Woche am Rosenmontag und Faschingsdienstag, teils sind über exponierten Lagen auch schwere Sturmböen zu erwarten. Ab Aschermittwoch spielt der Wind zunehmend ein untergeordnete Rolle, während die Niederschlagsaktivität hoch bleibt und die Temperaturen in den nasskalten Bereich absinken können. Die Schneefallgrenze schwankt am Mittwoch und Donnerstag zwischen 500-900 Meter (Details s. Wetter Februar).

An dem insgesamt nasskalten und unbeständigen Wettercharakter wird sich bis zum 15. Februar wenig verändern.

Interessant bleibt der Ansatz beider Wettermodelle einer zunehmenden Meridionalisierung des Zirkulationsmusters auf Nord-Süd, Süd Nord, welches nach dem europäischen Wettermodell bis zum 17. Februar etwas stärker als nach den amerikanischen Wettermodell simuliert wird. Das amerikanische Wettermodell berechnet das meridionale Grundmuster erst im Zeitraum zwischen dem 17./21. Februar. Anders formuliert halten beide Wettermodelle an die für tiefere Lagen nasskalten Wetterentwicklung fest, während der Winter langsam von den höheren bis auf mittlere Lagen absinken könnte (600-900 Meter). Es tut sich also so langsam was in Sachen Umstellung der Großwetterlage.

Schaut man genauer hin, so stimmen beide Wettermodelle mit der Berechnung eines aufkeilenden Hochdrucksystems von den Azoren in Richtung Grönland überein, was der gestrigen Ausführung eines "Störimpulses" nahe kommt. Allerdings muss sich zeigen, wie stabil die im Ansatz gezeigte Hochdruckblockade auf dem Atlantik sein kann und ob letzten Endes der Hochdruckkeil nicht nach Osten "weg kippt", denn der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland bleibt intakt.

Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich ein nasskaltes Temperaturempfinden für das zweite Februar-Drittel, bei der die Höhentemperaturen in 1.500 Meter Höhe im Schnitt bei rund -2/-4 Grad liegen, was in tieferen Lagen zu Tageswerten zwischen +4/+6 Grad führen kann (~ 0,6/0,8 Grad je 100 Meter Höhenunterschied). Wann kommt Schnee? Die Rückkehr des Winters bleibt nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), welche am 17. Februar bei 5/35/60 und am 22. Februar bei 10/20/70 liegen, in tieferen und teils auch mittleren Lagen unwahrscheinlich. Zwar sind zwischendurch Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer auch in tieferen Lagen nicht auszuschließen - mit Winter hat das jedoch wenig gemeinsam.

Der sog. AO-Index wird im zweiten Februar-Drittel weiterhin im negativen Bereich berechnet, was auf Schwankungen (Instabilität) des Polarwirbels hindeutet. Das ist und bleibt ein Unsicherheitsfaktor in der Wetterentwicklung für das zweite Februar-Drittel, denn je nachdem wie sich das "Polarhoch" mit seinen Hochdruckachsen in Richtung Sibirien, Grönland oder Alaska entwickeln kann, können sich daraus komplett andere Wettersituationen ergeben. Erschwerend hinzu kommt die möglichen Auswirkungen des kräftigen Minor-Warmings in Stratosphärenhöhe auf die unteren Luftschichten, welches heute mit +8/+12 Grad seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht (Temperatursprung von -72 Grad um 80/84 Grad). Das ist schon sehr kräftig, jedoch gelingt die sog. Umkehr des Zonalwindes nicht, was aber eine Bedingung für ein Major-Warming ist. Potential hierfür bleibt jedoch weiterhin erhalten und kann erst in den kommenden Tagen bestätigt oder verworfen werden. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend an dieser Stelle gegen 21:00 Uhr in einem Update der Wetterprognose zum Wetter Winter.
Aktualisierung:
Das sog. Setup verändert sich zunehmend. Zwar bleibt die milde Sturmwetterlage bis einschließlich Dienstag bestehen, doch tendieren die Wettermodelle mehr und mehr zu einer nasskalten Witterungslage im Zeitraum 10./15., teils bis zum 20. Februar - die ganz milden Varianten spielen kaum eine Rolle mehr. Das bedeutet aber im Gegenzug auch, dass in tieferen Lagen mit winterlichen Verhältnissen zunächst einmal nicht zu rechnen ist, wobei kurze Schnee-, Schneeregen oder Graupelschauer nicht auszuschließen sind. Die Kontrollläufe bestätigen diesen Temperaturtrend schon einen geraumen Zeitraum und auch heute Abend zeigt sich die nasskalte Temperaturentwicklung bestätigt. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), liegen am 17. Februar bei 10/55/35 (heute Mittag: 5/35/60) und am 22. Februar bei 10/40/50 (heute Mittag: 10/20/70). Ist das die in den letzten Tagen angedeutete "Sprunghaftigkeit"? Nein, denn die Mehrheit bleibt - wie heute Mittag auch - im normalen bis zu warmen Bereich. Winterliche Varianten spielen in tieferen Lagen weiterhin eine untergeordnete Rolle. Das kräftige Minor Warming n Stratosphärenhöhe hat heute seinen Höhepunkt überschritten und baut sich in den kommenden Tagen rasch ab. Ob darüber hinaus ein weiteres Warming erfolgen kann, bleibt fraglich wird aber von den Simulationen hin und wieder angedeutet.
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Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 6. Februar

Als "Vollwetter" lässt sich das Wetter von Montag bis Mittwoch bezeichnen. Kräftige - teils länger andauernde - Niederschläge ziehen von West nach Ost und werden am Montag von stürmischen Böen begleitet, welche am Dienstag und Mittwoch langsam nachlassen können (s. Wetter Februar).

Der Grund für die Starkwindereignisse ist ein Sturmtiefkomplex, welcher langsam von England nach Skandinavien abzieht und dabei mit seiner Vorderseite am Montag/Dienstag Deutschland erfasst, bevor zum Mittwoch die etwas kühlere Rückseite nachfolgen kann. Dieses Sturmtief gehört zu einer Tiefdruckrinne, welche von Neufundland über England bis nach Skandinavien zieht und sich dabei zunehmend nach Süden verlagern kann.

Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so bleibt die teils windige und äußerst unbeständige Westwindwetteraktivität im bis zum 15. Februar erhalten. Schaut man auf die simulierten Niederschlagssummen bis einschließlich dem 15. Februar, so sind verbreitet 20-40 l/m², in Staulagen 50-100 l/m² und über den östlichen Landesteilen 10-20 l/m² (teils Regenschattenseiten) erwartet. Blickt man auf die Schneeentwicklung bis zum 12. Februar, so ist über dem Alpenvorland 2-9 cm und über den Alpen - je nach Höhenlage - zwischen 10-75 cm an Neuschnee zu erwarten. Die Temperaturen sind im steten Auf und Ab - Vorderseitig mild (+7/+12 Grad) und Rückseitig nasskalt (+2/+7 Grad) - die Schneefallgrenze schwankt somit zwischen 700-1.500 Meter - kurzweilig auch darüber und je nach Intensität der Niederschläge auch darunter.

Das europäische Wettermodell simuliert im Zeitraum 10./15. Februar einen weniger dynamischen Ansatz, so dass der Wind weniger eine Rolle spielen wird - dafür bleibt aber auch hier die Niederschlagsneigung hoch und die Temperaturen mit +1/+7 Grad zumeist im nasskalten Bereich. Die Schneefallgrenze schwankt demnach zumeist zwischen 600-1.300 Meter.

Im Zeitraum zwischen dem 15./20. Februar simuliert das amerikanische Wettermodell weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Erhalt der sog. Westwindzirkulation, bei der ein Tiefdrucksystem nach dem anderen von Neufundland nach Osten in Richtung Skandinavien entsendet wird. Das Azorenhoch kann sich dabei Phasenweise bis nach Mitteleuropa ausdehnen und den Effekt der milden Vorder- und kühleren Rückseite noch verstärken. Hinzu kommt eine entsprechende dynamische Entwicklung, so dass dies dem Grundmuster einer stürmischen Herbstwetterphase entspricht - mit Winterwetter hat das weniger etwas gemeinsam, wenngleich auch Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer bei einer entsprechenden Rückseitenaktivität nicht auszuschließen sind.

Gibt es Indizien, welche auf einen Wetterumschwung hindeuten? Kaum - der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland wird nach beiden Wettermodellen kräftig simuliert. Somit kann die Tiefdruckproduktion bei Neufundland ungehindert fortgesetzt werden. Anders formuliert ist eine milder bis nasskalter Wetterverlauf im zweiten Februar-Drittel wahrscheinlicher al ein nachhaltiger Wintereinbruch. Deutlicher zeigt sich das in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), welche am 14. Februar bei 0/25/75 und am 21. Februar bei 10/10/80 liegen - was allerdings auch nur einer Momentaufnahme entspricht, aber doch auch deutlich zeigt, wie stark der Westdrift aktuell berechnet wird.

Was muss passieren, damit sich das ändert? Die Dynamik muss raus und die Energie über dem nördlichen Kanada verfrachtet werden. Im Übrigen nennt man die Stabilität der doch sehr eingefahrenen Wetterentwicklung eine Erhaltungsneigung - hat diese sich verfestigt, dauert es eine Zeit lang, bis diese durch ein anderes Muster ersetzt werden kann. Was kann dazu beitragen? Störimpulse - und diese gehen zumeist von Polarwirbel selbst aus. Allen voran das kräftige Minor Warming, welches den Polarwirbel u.U. kurzweilig mit beeinflussen könnte. Ein Indiz hierzu ist der AO-Index, welcher im zweiten Februar-Drittel zunehmend negativ berechnet wird und durchaus als Indiz für eine Instabilität des Polarwirbels herangezogen werden kann. Beide Wettermodelle simulieren zudem ein mäßig starkes "Polarhoch" von 1040 hPa bis 1055 hPa. Je nachdem wie dessen Achsausprägungen zum Hoch über Alaska, Sibirien, Grönland verlaufen wird, sind entsprechende Störimpulse möglich. Aktuell wird die Hochdruckachse zwischen Sibirien Polarregion und Alaska in einer für Veränderungen ungünstigen Position simuliert, da durch die im Uhrzeigersinn drehende Rotation des "Polarhochs" den Teilwirbel über dem nördlichen Kanada eher unterstützt als schwächt. Kommt es aber in diesen Regionen zu einer Veränderung der Hochdruckachse, so kann eine Umkehrung recht schnell von statten gehen - das aber zum aktuellen Stand nur auf theoretischer Basis. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend an dieser Stelle gegen 21:00 Uhr in einem Update der Wetterprognose Winter.
Aktualisierung:
Am wechselhaften, milden, teils nasskalten Wettercharakter hat sich in den Simulationen der Wettermodelle bis zum 15. Februar nichts verändert. Die Hauptrolle in den Wetterberichten dürfte da wohl der mögliche Sturm am Rosenmontag / Faschingsdienstag spielen (aktuelle Windprognose). Darüber hinaus nimmt die Anzahl der Varianten nun aber zu. Das Muster ist bei beiden Wettermodellen das gleiche. Nach der doch recht imposanten Tiefdruckaktivität bis zum 15./16. Februar gelingt es dem Azorenhoch einen Keil nach Norden in Richtung Grönland zu entsenden. Gleichzeitig sorgt das steuernde Zentraltief über Skandinavien im Zusammenspiel mit dem Hochdrucksystem für ein meridionales Grundmuster, bei der es nach dem amerikanischen Wettermodell zu einer Trogausbildung Mitteleuropa kommen kann. Unterstützt wird der Trog zum 18./19. Februar durch ein initialisiertes Mittelmeertief, so dass die Luftmassen in 1.500 Meter auf -4/-10 Grad auskühlen können. Das könnte für Schnee bis in mittlere Lagen reichen (300-700 Meter), aber auch in den darunter liegenden Gebieten ist das Potential Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer vorhanden. Das europäische Wettermodell simuliert ebenfalls ein meridionales Grundmuster, jedoch fehlt hier die Kaltluft, so dass es in tieferen und mittleren Lagen nasskalt und wenig winterlich bleibt. Die Schwankungen nehmen zu, wenngleich bis zur Monatsmitte sich wenig verändern sollte. Der negative AO-Index zeigt einen instabilen Polarwirbel, dessen Ursache in einem "Polarhoch" zu finden ist und mit einem Kerndruck von 1035 - 1045 hPa zur Monatsmitte mäßig stark berechnet wird. Wie bereits heute Mittag beschrieben kommt es auf den "Störimpuls" an, welches das "Polarhoch" aussenden kann - heute Abend ist nach dem amerikanischen Wettermodell die Hochdruckachse Nordpol-/ Grönlandhoch stärker ausgeprägt (Hochdruckbrücke Azorenhoch), während das europäische Wettermodell den Trogprozess mit einem Hochdruckkeil Azorenhoch - England - Skandinavien - Kontinentalhoch abschnürt. Zusammenfassend arbeiten beide Simulationen ab der Monatsmitte an einer Wetterumstellung, welche sowohl in die eine, als auch andere Richtung gehen kann.

Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 5. Februar

Nach einem durchwachsenen Wochenende, kommt es am späten Sonntagabend und am Rosenmontag zu teils kräftigen Winden, welche über höheren Lagen in Böen auch stürmisch ausfallen können. Zu dem Wind gesellt sich Regen, welche am Dienstag und Mittwoch jeweils in ihrer Intensität nachlassen werden. Die Temperaturen steigen am Wochenende auf teils vorfrühlingshafte Werte an, sinken jedoch bis zum Mittwoch in den nasskalten Bereich ab und die Schneefallgrenze schwankt zwischen 700-1.300 Meter (s. Wetter Februar).

Darüber hinaus simuliert das europäische Wettermodell eine abnehmende Dynamik der Wetterentwicklung. Zwar bleibt der Westdrift zunächst aktiv, schwächt sich jedoch mit einer südlich verlagerten Frontalzone weiter ab. So bleibt die Niederschlagserwartung im Zeitraum 10./15. Februar relativ hoch, wobei die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland - Island - Deutschland - Mittelmeer eine Nordwest - Südostachse aufweist. In Folge daraus können die Temperaturen mit +1/+6 Grad vielfach im nasskalten Bereich bleiben und die Schneefallgrenze zwischen 600-1.200 Meter schwanken.

Das amerikanische Wettermodell simuliert im Gegensatz zum europäischen Wettermodell keine südliche Verlagerung der Frontalzone. Demnach verläuft die dynamische Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island, England und Skandinavien. Somit bleibt auch nach dem amerikanischen Wettermodell die Niederschlagsneigung zwischen dem 10./15. Februar hoch, mit einer westlichen - teils auch südwestlichen - Anströmung können die Temperaturen vielfach im nasskalten bis milden Bereich liegen (+3/+9 Grad) und die Schneefallgrenze zwischen 800-1.500 Meter schwanken. Der Windcharakter ist nach dieser Simulation als mäßig zu bezeichnen, wobei kurzweilig über exponierten Lagen auch stürmische Böen nicht auszuschließen wären.

Zusammenfassend bestätigen beide Wettermodelle heute den Trend der letzten Tage - wenig Chancen auf Winter in tieferen und mittleren Lagen, erst ab den höheren mittleren und höheren Lagen zeigen sich erhöhte Wahrscheinlichkeiten. Die Kontrollläufe stützen diese Entwicklung mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 11. Februar zwischen +4/+15 Grad (Mittelwert: +7/+8 Grad über dem Westen und Süden und +5/+6 Grad über dem Norden und Osten) und am 17. Februar zwischen -4/+14 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), liegen am 13. Februar bei 5/20/75 (gestern: 10/45/45) und am 19. Februar bei 10/30/60 (gestern: 10/25/65) und bestätigen eine Wetterentwicklung, welche mit dem Winter wenig gemeinsam haben.

Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend an dieser Stelle gegen 21:00 Uhr in einem Update der Wetterprognose Winter - u.a. auch mit einer genaueren Betrachtung des Warmings in Stratosphärenhöhe und dessen Auswirkungen auf den Polarwirbel.
Aktualisierung:
Das nasskalte Grundschema haben im Zeitraum 10./15. Februar auch heute Abend beide Wettermodelle beibehalten. Interessant ist die Variante des europäischen Wettermodells, welchen den Ansatz zur Meridionalisierung (Nord-Süd, Süd-Nord; Trog) hat und somit die Schneefallgrenze auf 500-800 Meter schwankend berechnet, während das amerikanische Wettermodell mehr Tiefdruckdynamik simuliert und die Schneefallgrenze zwischen 600-1.100 Meter schwanken kann. Insgesamt sind jedoch kaum winterliche Varianten für tiefere Lagen bis zum 15. Februar zu beobachten. Betrachtet man das Warming in Stratosphärenhöhe, so wird das Minor Warming weiterhin sehr kräftig berechnet und fällt mit seinem Maximum von +8 Grad am 7. Februar in den sog. Kurzfristbereich. Darüber hinaus kann der sog. Zonalwind keine Umkehr erfahren und bleibt positiv. Somit kann sich das Minor Warming nicht zu einem Major Warming weiter entwickeln. Kurzzeitige Auswirkungen auf die unteren Luftschichten sind jedoch nicht auszuschließen. So hat der der AO-Index im zweiten Februar-Drittel eine weitgehend negative Tendenz. Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) gegenüber heute Mittag, so liegen am 13. Februar bei 0/35/65 (heute Mittag: 5/20/75) und am 19. Februar bei 5/25/70 (heute Mittag: 10/30/60). Sollte das kräftige Minor Warming die unteren Luftschichten mit beeinflussen können, so werden die Wettermodelle in den kommenden Tagen sprunghafter werden.

Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 4. Februar

Die Windsituation von Rosenmontag bis Faschingsdienstag bleibt angespannt. In der Entwicklung ist von stürmischen bis hin zu orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h alles möglich. Der Grund für die Unsicherheiten ist die dynamische Wetterentwicklung, bei der Veränderungen auf kleinsten Raum maßgebliche Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben können. Auch das Potential für sog. Schnellläufer bleibt erhalten (Orkan). Erst zur Wochenmitte - zum Aschermittwoch - kann sich das Wetter voraussichtlich wieder beruhigen (Details s. aktuelle Wettervorhersage Februar).

Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodell, so bleibt der unbeständige, teils windige Wettercharakter bis Mitte Februar erhalten. Die Temperaturen wechseln sich dabei zwischen einer milden Tiefdruckvorderseite und kühlen Rückseite ab. Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer sind zwischendurch grundsätzlich nicht auszuschließen, jedoch ist in tieferen und mittleren Lagen (400-700 Meter) nicht von winterlichen Verhältnissen auszugehen.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so verliert die atlantische Frontalzone im Zeitraum 10./14. Februar zunehmend an Dynamik und die Tiefdrucksysteme zeigen im Ansatz eine "Austrogung" von Skandinavien in Richtung Mittelmeerraum. Gleichzeitig kann das Azorenhoch einen Hochdruckkeil in Richtung Island aufbauen. Somit ist der Wettercharakter in diesem Zeitraum als unbeständig und überwiegend nasskalt zu bezeichnen, die Schneewahrscheinlichkeiten sind in tieferen Lagen schwach, über mittleren Lagen mäßig und höheren Lagen hoch einzustufen. Der Ansatz eines möglichen Trogprozesses über Mitteleuropa ist seit Tagen erstmals ein Indiz auf eine mögliche Wetterumstellung im zweiten Februar-Drittel. Ob sich diese Variante durchsetzen kann, bleibt in den kommenden Stunden und Tage abzuwarten.

Die Kontrollläufe stützen das nasskalte bis milde Temperaturspektrum mehrheitlich. So liegen die möglichen Werte am 12. Februar zwischen +0/+12 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad) und am 17. Februar zwischen -1/+10 Grad (Mittelwert: +5/+7 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), liegen am 13. Februar bei 10/45/45 und am 19. Februar bei 10/25/65 und deuten keine durchgreifende Änderung in Richtung Winter an. Im Hinblick auf das Minor Warming in Stratosphärenhöhe hat sich gegenüber den letzten Tagen nichts verändert. Es bleibt überaus kräftig und erreicht mit +8/+12 Grad seinen vorläufigen Höhepunkt am 7. Februar und kann sich darüber hinaus nicht zu einem Major Warming weiter entwickeln. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 21:00 Uhr an dieser Stelle mit einem Update der Wetterprognose Winter.
Aktualisierung:
Den heute Nachmittag beschrieben Austrogungsprozess Mitteleuropa haben heute Abend beide Wettermodelle im Ansatz in ihren Simulationen mit berücksichtigt. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so geschieht das im Zeitraum vom 16./20. Februar, geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist dieser Ansatz zum 14. Februar zu erkennen. Das mag sich sicherlich in den kommenden Stunden und Tage noch mehrmals ändern, tatsächlich sind das "unterm Strich" jedoch Indizien, welche auf einen Wetterwechsel hindeuten und in den nächsten Tagen näher beobachtet werden müssen. Sind das die Schwankungen, welche sich durch das Warming in Stratosphärenhöhe ergeben können - auch diese Annahme ist zum aktuellen Zeitpunkt Spekulation - jedoch nicht ausgeschlossen. Denn tatsächlich simuliert das amerikanische Wettermodell heute Abend erneut den Ansatz eines Major Warmings. Bis es aber soweit ist, bleibt das Wetter im Zeitraum 4./12. Februar mit hoher Wahrscheinlichkeit westlich orientiert und somit Abwechslungsreich, unbeständig, teils mild, teils nasskalt und in tieferen Lagen unwinterlich.

Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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