Viele Zuschriften haben wir in dieser Wintersaison von Ihnen erhalten - vielen Dank hierfür. Eines hatten die Zuschriften allesamt gemeinsam - die Sorge um das "Winterwetter" in Deutschland, als dass dieser quasi kaum mehr stattfindet und früher alles besser, bzw. kälter war. Auch in den letzten Tagen seiner meteorologischen Definition bis zum 28. Februar zeigt sich ein eher nasskaltes Witterungsverhalten, so dass unter Umständen ab den mittleren Lagen noch etwas Schnee zu erwarten ist - mit "richtigem Winterwetter" hat das aber wenig zu tun. Was ist also los mit dem Winter? Dazu zunächst eine Betrachtungsweise, bzw. Definition eines typisch "Deutschen Winters" - der ist in tieferen Lagen und insbesondere in Ballungsgebieten - auch früher - eher nasskalt ausgefallen und beglückte allenfalls an ein paar Tagen in der Saison die "Winterhungrigen". Blickt man auf die durchschnittliche Temperaturentwicklung der vergangenen Jahre, so kann man daraus durchaus - ohne weitere Fakten zu betrachten - den Rückschluss ziehen, als dass die Temperaturen im Winter stetig wärmer werden. Lag die durchschnittliche Temperatur im Winter von 1901-2000 bei +0,3 Grad, so lagt diese im Zeitraum 2001-2014 bei +1,0 - eine "Erwärmung" um +0,7 Grad. Ohne hier zu tief in die wissenschaftlichen Details einzusteigen - aber +0,7 Grad bedeutet im Grunde, dass die durchschnittliche Schneefallgrenze um 100-150 Meter angestiegen ist. Somit waren winterliche Verhältnisse in tiefere Lagen noch weniger wahrscheinlich und auch ab den mittleren Lagen verabschiedet sich der Winter von 300-500 Meter auf 500-700 Meter. Das wird auch im Wesentlichen der Grund für die zahlreichen Zuschriften sein, da nun die Bewohner in den mittleren Lagen registrieren, dass der Winter nicht mehr so wie "früher" war. Blickt man etwas genauer auf die "Winterzyklustemperaturen", so erkennt man, dass nach einen warmen Winter oftmals ein weiterer warmer Winter nachfolgt und nach einem Zyklus von 2-3 Jahren wieder eine Normalisierung (normaler Winter) nachfolgt. Insofern steigt - aus statistischer Betrachtung - die Wahrscheinlichkeit - trotz der Klimaerwärmung - für einen normalen Winter in 2015/2016. In den kommenden Tagen erfolgt an dieser Stelle nochmals ein Rückblick auf das Winterwetter 2014/15, wir setzen nun aber in gewohnter Weise unsere Wetterprognosen, bzw. Wettertrends für das Wetter im Frühling und mit fortscheitender Jahreszeit auch für das Wetter im Sommer fort.

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