Wetter im Winter 2015 - Wetterprognose vom 18. Februar

| M. Hoffmann
Zum kommenden Wochenende macht sich der Tiefdruckeinfluss mit einem zunehmend wechselhaften und am Freitag und Samstag auch windigem Wetter bemerkbar. Im Zeitraum zwischen dem 23./28. Februar bestätigen die Wettermodelle die Simulationen der letzten Tage. So wird es mit einer West- bis Nordwestzirkulation zunehmend wechselhafter und auch windiger bei einem überwiegend nasskalten Temperaturcharakter. Das amerikanische Wettermodell simuliert in diesem Zeitraum die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island und Skandinavien, bei der Deutschland am südlichen Gradienten liegt. Gleichzeitig neigt sich die Achse des Azorenhoch in eine West-Ost, teils auch Nordwest-Südost Ausrichtung, so dass im Zusammenspiel der Systeme zueinander die Grundlegende Strömung über Deutschland aus West bis Nordwest kommt. Die Temperaturen schwanken tagsüber zwischen +0/+4 Grad im Süden und +2/+5 Grad im Norden, so dass ab den mittleren Lagen (400-800 Meter) Schneefall nicht auszuschließen ist. Da sich jedoch milde und kühlere Luftmassen je nach Vorder-, bzw. Rückseite abwechseln, ist mit winterlichen Verhältnissen erst in Lagen oberhalb etwa 700-900 Meter zu rechnen. Das europäische Wettermodell simuliert einen ähnlichen Ansatz, wobei hier die Nordwestwetterlage deutlicher ausgeprägt ist und winterliche Verhältnisse durchaus zwischen 500-800 Meter schwanken können. Da sich Deutschland auf der südlichen Gradientenlinie der Tiefdrucksysteme befindet, sind Randtiefentwicklungen mit Starkwindereignissen nicht auszuschließen. Je nach Simulation sind auch Extremwindereignisse möglich (>100 km/h). Die Details zu diesen Randtiefsystemen müssen in den kommenden Tagen noch abgewartet werden, so dass Veränderungen zum heutigen Stand noch wahrscheinlich sind. Zusammenfassend endet der Februar mit höherer Wahrscheinlichkeit windig, wechselhaft und nasskalt mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen. Ob das wechselhafte und nasskalte Wetter auch Anfang März beeinflussen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im März.

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Das Wetter-Jahr 2023 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2023 +3,6 +4,1 +2,7 69,2 l/m² - etwas zu nass
Februar 2023 +3,2 +2,8 +1,7 42,7 l/m² - etwas zu trocken
März 2023 +5,7 +2,2 +1,1 80,6 l/m² - deutlich zu nass
April 2023 +7,54 +0,2 -1,4 64,5 l/m² - leicht zu nass
Mai 2023 +13,1 +1,0 +0,0 44 l/m² - extrem zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2023 +6,6 +2,1 +1,0 310 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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