Nach einem teils wechselhaften Wochenende im Westen und Südwesten kann sich im Verlauf der kommenden Woche wieder eine Hochdruckdominanz ausbreiten. Der Wettercharakter bleibt insgesamt ruhig und bei Tageswerten zwischen +2/+10 Grad (je nach Nebelauflösung, bzw. Sonnenscheindauer) ist nur mit einer geringen Niederschlagserwartung zu rechnen. Im Zeitraum 18./20. Februar ändert sich daran kaum etwas: nach teils frostigen Nächten zeigt sich nach zäher Nebelauflösung des Öfteren die Sonne und die Temperaturen verändern sich gegenüber den Vortagen mit +3/+10 Grad kaum - mit viel Sonnenschein könnten bis zum 18. Februar im Südwesten auch bis +13 Grad erreicht werden. Das ist alles andere als Jahreszeiten-typisch und entspricht überhaupt nicht dem, was man als Winter definieren kann. Ändert sich das im letzten Februar-Drittel? Das amerikanische und auch europäische Wettermodell favorisieren heute - wie in den letzten Tagen auch - eine nasskalte und sich damit neutralisierende Temperaturentwicklung im letzten Februar-Drittel. In Betrachtung der Entwicklung der Großwetterlage tendieren beide Wettermodelle zu einer auflebenden Wetteraktivität auf dem Atlantik, bei der in "schöner" Regelmäßigkeit bei Neufundland neue Tiefdrucksysteme entstehen können. Somit fällt es dem Azorenhoch schwer, sich gen Norden aufzuwölben und flacht nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle bis zum 23. Februar ab. Spannend bleibt dieser Prozess jedoch weiterhin, da sich bis zum 23. Februar über Skandinavien ein steuerndes Tiefdrucksystem manifestieren und das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa eine überwiegend nordwestlich ausgerichtete Strömung erfahren kann. Anders ausgedrückt: für weite Teile von Deutschland gibt es zum heutigen Stand im Zeitraum 20./25. Februar eine höhere Wahrscheinlichkeit für wechselhaftes, windiges und nasskaltes Wetter, bei der sich in Lagen ab 600-900 Meter wieder winterliche Optionen ergeben könnten. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 20. Februar zwischen -3/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 25. Februar zwischen -2/+11 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad). Was macht der Polarwirbel? In Ansätzen ist die Entwicklung des Polarwirbels im letzten Februar-Drittel weiterhin für Überraschungen gut, wenngleich der Trend zu einem Polarwirbelsplitt eine abnehmende Tendenz hat. Sollte sich im Tagesverlauf noch etwas maßgebliches in den Simulationen der Wettermodelle ergeben, so erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr eine Aktualisierung der Wetterprognose zum Winter.

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