In den kommenden Tagen bleibt es im Norden mit Temperaturen zwischen +2/+7 Grad überwiegend nasskalt bis mild und im Süden mit Werten von meist unter +5 Grad weiterhin mäßig mild bis frisch, wobei auch im Süden mit einem leichten aber steten Rückgang der dort vorhandenen Schneedecke bis Freitag gerechnet werden kann. Am kommenden Wochenende simuliert sowohl das amerikanische als auch europäische Wettermodell eine langsame Abschwächung der Hochdruckdominanz über Mitteleuropa, bei der es einem Tiefdrucksystem bei England gelingen kann über Frankreich bis über die Mittelmeerregion vorzustoßen. Insgesamt ist dieser Vorgang zum heutigen Stand noch als gradientenschwach zu bezeichnen, so dass über Deutschland der zu Grunde liegende Wettercharakter am Wochenende noch trocken bleiben kann. Die Tageswerte verändern sich kaum und schwanken in den Gebieten mit Nebel um den Gefrierpunkt, sonst sind - je nach Sonnenscheindauer - zwischen +1/+7 Grad zu erwarten. Interessant sind in den Simulationen der Wettermodelle entsprechende Ansätze zu beobachten, bei der dieses Mittelmeertief die Hochdruckverbindung Mitteleuropa unterbricht und je nach Position über dem skandinavischen Raum sich zum 16. Februar ein autarkes Hochdrucksystem etablieren könnte, so dass im Zusammenspiel mit dem Mittelmeertief die Grundströmung im Zeitraum 16./20. Februar auf östliche Richtungen drehen kann. Zum aktuellen Stand fehlen über dem östlichen Europa jedoch entsprechende Kaltluftmassen, so dass dieses Konstrukt wohl nicht von langer Dauer sein wird. Stattdessen "tropft" das Mittelmeertief nach Süden hin ab und das Hoch verlagert sich etwas nach Osten und in Folge daraus verbleibt Deutschland im relativ trockenen und gradientenschwachen Bereich bei der die Grundströmung aus südöstlichen Richtungen kommen kann. Anders formuliert ändert sich nach dem amerikanischen Wettermodell bis zum 20. Februar kaum etwas: teils neblig-trüb, teils sonnig bei einer schwachen Niederschlagswahrscheinlichkeit und wenig veränderten Temperaturen. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Variante, jedoch schließt sich nach dem Mittelmeertief die Hochdruckbrücke wieder und kann sich im Zeitraum 17./19. Februar von den Azoren über Mitteleuropa bis zum Kontinentalhoch über dem westlichen Russland erstrecken. In Folge daraus wäre hiernach eine geringe Niederschlagsneigung bei wenig veränderten Temperaturen zu erwarten. Jedoch zeigt sich nach dem europäischen Wettermodell eine höhere Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, was in weiterer Abfolge in einer weiteren Milderung und höheren Niederschlagsaktivität in Form einer Südwestwetterlage enden kann. Zusammenfassend simulieren die Wettermodelle im zweiten Februar-Drittel wenig winterliches - die Schneedecke taut im Süden langsam vor sich hin und sonst pendeln die Temperaturen - je nach Sonnenscheindauer - zwischen +0/+7 Grad. Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? Die Kontrollläufe stützen eine langsame aber stetige Milderung im zweiten Februar-Drittel mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 15. Februar zwischen +1/+9 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad im Süden und Osten und +5/+7 Grad im Westen und Norden) und am 20. Februar zwischen +0/+12 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad). Im Detail zeigen die Kontrollläufe hinsichtlich der Niederschlagserwartung im Zeitraum 15./20. Februar noch ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten auf, so dass der niederschlagsarme Zeitraum 15./20. Februar noch nicht als gesichert eingestuft werden kann. Warum? Das liegt im Wesentlichen an der Zugbahn des möglichen Mittelmeertiefs. Das Langfristmodell bleibt - trotz der nun folgenden milderen Phase - seinen Wetterprognosen für Februar treu und simuliert gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Süden eine Abweichung von -2/-0,5 Grad und -0,5/+0,5 Grad im Norden, so dass der Februar überwiegend als leicht zu kalt bis normal berechnet wird. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im Februar ein deutliches Defizit, was auch an der kommenden Hochdruckwetterlage liegen mag. Blickt man auf den Polarwirbel, so werden weiterhin Varianten gezeigt, bei der sich eine Hochdruckachse zwischen den Aleuten, Kanada, Grönland und den Azoren ausbilden kann. Da ein Wesentlicher Teil des aktiven Polarwirbels sich zum Zeitpunkt um den 20. Februar herum über dem sibirischen Raum befindet, ist eine mögliche Rückkehr des Winters zum letzten Februar-Drittel nicht unwahrscheinlich auch wenn die Verhältnisse der Kontrollläufen von zu von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) am 15. Februar bei 0/10/90 und am 22. Februar bei 10/20/70 einen deutlichen Trend zu einer nachhaltigen Milderung verfolgen. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update von dieser Wetterprognose zum Winter.
Update:
Keine der heute simulierten Varianten war für das zweite Februar-Drittel auch nur im Ansatz winterlich. In einer weitgehend hochdruckdominierten Wetterlage können sich ab der Monatsmitte immer wieder auch Tiefdrucksysteme durchsetzen, in Summe läuft es aber immer auf eine Wechselspiel zwischen milden und nasskalten Temperaturwerten hinaus. Wie nachhaltig diese Milderungsphase ist, zeigt sich anhand der Kontrollläufe und deren Mittelwert, welcher im Schnitt etwa +3/+6 Grad über den jahreszeittypischen Werten liegt. Noch deutlicher wird das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5), welche zum heutigen Stand am 20. Februar bei 0/20/80 liegen. Erhebliche Unterschiede und damit auch noch weitere Varianten, zeigt sich in der Simulation des Polarwirbels, welcher im Zeitraum 16./22. Februar durchaus auch einen Polarwirbelsplitt erfahren kann. In den meisten Varianten zeigt sich der Splitt aber so, dass der für Mitteleuropa bestimmende Kaltluftwirbel weiterhin über Kanada/Grönland liegt (wenig Veränderungen - wenig winterlich). Nichtsdestotrotz bleibt dieser splittähnliche Ansatz des Polarwirbels in den Simulationen so etwas wie ein "Hoffnungsschimmer" für die Freunde des Winterwetters. Warum? Hochdrucksysteme und deren Achsverteilung sind im Polarwirbel selbst ein komplexer Vorgang und minimale Veränderungen des Achsverlaufes kann entlang der Polarfront grundlegend andere Ergebnisse herbeiführen. Zusammenfassend ist eine nachhaltige Milderung im zweiten Februar-Drittel als wahrscheinlich zu bewerten - lediglich der mögliche Polarwirbelsplitt kann da noch etwas an Unsicherheiten beitragen

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