Am Wochenende setzt sich allmählich die Milderung von Norden her auch in den südlichen Landesteilen durch, so dass am Sonntag die Tageswerte im Norden zwischen +1/+6 Grad und im Süden zwischen -3/+1 Grad liegen können. Ab den mittleren Lagen (400-600 Meter) bleibt es bis zum Sonntag verbreitet winterlich. Zum Wochenstart simulieren die Wettermodelle mit einer nordwestlichen Grundströmung die Advehierung weiterer milder Luftmassen, so dass die Tageswerte im Norden bis zum Dienstag auf +3/+8 Grad ansteigen können, während im Süden mit einer höheren Niederschlagswahrscheinlichkeit die Temperaturen mit -0/+3 Grad überwiegend im nasskalten Bereich verbleiben - die Schneefallgrenze schwankt zum heutigen Stand zwischen 400-700 Meter. Im Zeitraum zwischen dem 10./12. Februar verlagert sich das Hochdrucksystem über Mitteleuropa und füllt sich weiterhin mit warmen Luftmassen auf, so dass in 1.500 Meter Höhe bis +6 Grad möglich sind - allerdings ist die Struktur der Gradienten zueinander schwach und in Folge daraus kommt es zu keiner bedeutsamen Durchmischung der Luftmassen. So können die Temperaturen im Norden auf +3/+7 Grad und im Süden auf +0/+4 Grad ansteigen. Die sog. Taupunktwerte liegen im Süden - trotz der positiven Temperaturen - um 0 Grad, bzw. auch leicht im negativen Bereich, so dass die dort vorhandene Schneedecke nur langsam abschmelzen kann, vielerorts aber auch auch konserviert werden kann. Im Zeitraum 12./17. Februar verfolgen die Wettermodelle zwischenzeitlich einen anderen Ansatz als noch in den letzten Tagen. Anstatt sich das Hoch quer über Mitteleuropa legt, kann sich in den heutigen Varianten westlich von Europa ein Hochdruckkern ausbilden, welcher sich zeitweilig von England über Island bis nach Grönland erstrecken kann. Somit bleibt die Vielfalt an Möglichkeiten in der Wetterentwicklung im zweiten Februar-Drittel erhalten und hängt im Wesentlichen von der Hochdruckposition ab. Die Würfel sind also noch nicht gefallen und eine Entscheidung über winterliche Verhältnisse oder durchgreifende Milderung steht weiterhin aus. Die Kontrollläufe stützen hingegen klar den Trend zu einer nachhaltigen Milderung. So liegt das Temperaturspektrum am 10. Februar zwischen -6/+7 Grad (Mittelwert: +2/+3 Grad im Süden und Osten und +5/+6 Grad im Westen und Norden) und am 15. Februar zwischen -5/+8 Grad (Mittelwert: +3 Grad im Süden und Osten und +5/+6 Grad im Westen und Norden). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 13. Februar bei 0/45/55 und am 17. Februar bei 10/15/75 - gegenüber den letzten Tagen entspricht das einer deutlichen Tendenz zu einer nachhaltigen Milderung im zweiten Februar-Drittel. Zusammenfassend zeigt sich im zweiten Februar-Drittel eine höhere Wahrscheinlichkeit zu einer Milderung, welche Aufgrund der unsicheren Hochdruckposition aber noch nicht sichergestellt ist. Anders ausgedrückt sind Veränderungen in den Simulationen noch als wahrscheinlich einzustufen. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update von dieser Wetterprognose.
Update:
Das Hochdrucksystem wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit im Zeitraum 10./13. Februar über Mitteleuropa positionieren können, so dass die höhenwarme Luft langsam auch bis in die unteren Luftschichten durchdringen kann. Die Tagestemperaturen könnten somit bspw. am 12. Februar auf +0/+3 Grad im Süden und auf +3/+7 Grad im restlichen Bundesgebiet ansteigen. Der Taupunkt bleibt in den südlichen Regionen weitgehen unter 0 Grad, so dass die vorhandene Schneedecke nur sehr langsam an Volumen verlieren wird. Im weiteren Verlauf simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum 13./17. Februar eine relativ unwinterliche und eher nasskalte Witterungslage, bei der das Hochdrucksystem zwischen England und Deutschland hin und her schwankt und somit weitere Kaltluftvorstöße aus dem Norden ablenkt, bzw. blockiert. Anders hingegen die Simulation des europäischen Wettermodells, welches nach einer kurzen Milderungsphase im Zeitraum 10./13. Februar das Hoch zum 14. Februar deutlich weiter im Westen in einer stabilen Position berechnet, so dass aus nördlichen Richtungen der Kaltluftzustrom nach Deutschland stattfinden kann - winterliche Verhältnisse ab den mittleren Lagen wären demnach deutlich wahrscheinlicher und in tieferen Lagen nicht auszuschließen. Zusammenfassend nicht viel Neues und im Detail kommt es auf die Hochdruckposition an. Die Kontrollläufe stützen zwar mehrheitlich die Milderung in den kommenden Tagen, es gibt aber auch hier ein breites Spektrum an Möglichkeiten. So liegen die möglichen Tageswerte am 10. Februar zwischen-5/+7 Grad (Mittelwert: +1/+2 Grad im Süden und Osten und +4/+6 Grad im Westen und Norden) und am 17. Februar zwischen -8/+9 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad im Süden und Osten und +6/+7 Grad im Norden und Westen).

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