Bis zum kommenden Wochenende zeigt sich mit einer schwankenden Schneefallgrenze zwischen 200-800 Meter und Temperaturen von +0/+5 Grad eine überwiegend nasskalte Witterungsphase. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich in mittleren Lagen dabei eine dünne Schneedecke ausbilden kann, ist zum aktuellen Stand wahrscheinlich. Über das Wochenende hinaus zeigt sich im Zeitraum zwischen dem 25./31. Januar nach dem amerikanischen Wettermodell mit einer nordwestlich ausgerichteten Grundströmung eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Fortführung der nasskalten und wechselhaften Witterungsphase. Interessant wird es nach der aktuellen Simulation zum Monatsende, als dass sich mit einem Hoch bei Grönland und einem Tief über der Karasee über dem europäischen Nordmeer in der Höhe kalte Luftmassen ansammeln können. Das ist durchaus eine Variante welche zum Monatswechsel - auch in tieferen Lagen - zu winterlichen Verhältnissen führen könnte da mit einer regen Tiefdruckaktivität über Skandinavien die kalten Luftmassen nach Süden geführt werden können. Die Gegenvariante zu winterlichen Verhältnissen wäre weiterhin eine starke Tiefdruckaktivität der atlantischen Frontalzone, welche mit einer südlicheren Zugbahn über die Nordsee hinweg den Kaltluftzustrom unterbinden könnte - in dieser Variante wären sowohl eine Grenzwetterlage, nasskalte oder gar milde Wetterverhältnisse zu erwarten. Das europäische Wettermodell stützt die winterliche Variante des amerikanischen Wettermodells nicht und simuliert im Zeitraum 25./28. Januar den Aufbau einer schwachen Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und Kontinentalhoch über dem westl. Russland direkt über Deutschland hinweg. Das hätte zur Folge, dass die Temperaturen mit etwas Sonnenschein auf +1/+7 Grad, bei länger andauerndem Nebel um 0 Grad herum schwanken können. Im Zeitraum 28./30 Januar zeigt sich nach dem europäischen Wettermodell eine rege Tiefdruckaktivität über England, was die Hochdruckverbindung etwas weiter nach Osten ab drängen kann. Es wäre demnach nur eine Frage der Zeit, bis die atlantische Frontalzone mit nasskalten bis milden und wechselhaften - teils auch windigem - Wetter das Wettergeschehen über Deutschland dominieren kann. Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe weisen im Zeitraum zwischen dem 25./31. Januar ein breites Spektrum an Möglichkeiten auf. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe bspw. am 25. Januar zwischen -2/+4 Grad (Mittelwert: +0/+1 Grad im Süden und Osten, +2/+3 Grad im Westen und Norden) und am 30. Januar zwischen -3/+8 Grad (Mittelwert: +3 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) liegen am 31. Januar bei 5/55/40. Insofern unterstützen die Kontrollläufe mehrheitlich die Variante des europäischen Wettermodells, so dass der aktuelle Temperaturüberschuss im Januar von rund +4 Grad im letzten Januar-Drittel nur schwerlich abgebaut werden kann. Das lässt durchaus den Rückschluss zu, als dass der Januar 2015 sich wohl in eine ganze Reihe von zu warmen Monaten einreihen wird. Betrachtet man die Temperaturabweichungen der letzten 14 Monate so waren gerade einmal zwei Monate normal bis leicht zu kühl und 12 Monate davon waren leicht bis deutlich zu warm. Ob sich das im Februar noch verändern kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem ersten Witterungstrend für das Wetter im Februar.

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