Der Winter hat es auch in dieser Saison nicht leicht sich durchzusetzen - jedoch ganz so katastrophal wie im letzten Jahr ist es nicht - wenngleich das Ergebnis eines Schneemangels das Gleiche ist und für Freunde des Winterwetters bisweilen eine frustrierende Situation darstellt. Im Wochenverlauf wird sich daran nur geringfügig etwas ändern - die Schneefallgrenze kann bis auf mittlere Lagen absinken, so dass zwischen 300 -700 Meter durchaus für eine dünne Schneedecke reichen kann - eine typische Hochwinterphase sieht jedoch anders aus. Der Grund für den miserablen Winterzustand liegt in der Konstellation der Systeme zueinander, bei der über dem östlichen Kanada und Grönland das "Monopol" der Kaltluftentwicklung sitzt und diese stetig in Richtung Neufundland strömen lässt. So lange dieses Konstrukt aktiv und in Takt bleibt, kann sich das Wetter über Mitteleuropa nur bedingt verändern. Im Zeitraum zwischen dem 25./31. Januar gab es in den letzten Tagen immer wieder Ansätze einer möglichen Umstrukturierung des Zirkulationsmusters, so dass langsam aber stetig auch kühlere Simulationen gezeigt wurden. Sprunghaft bleibt dabei auch heute wieder das amerikanische Wettermodell, welches aktuell eine ganz neue Variante ins Spiel bringt. Der nasskalte, teils auch frostige Witterungscharakter bleibt demnach bis zum 25. Januar erhalten. Nachfolgend gelingt es jedoch einem Tiefdrucksystem sich über England zu positionieren und somit über Mitteleuropa eine südliche und leicht wechselhafte Strömungskomponente einzuleiten. In Folge daraus können die Temperaturen von -1/+2 Grad am 25. Januar bis zum 30. Januar auf +3/+8 Grad ansteigen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so zeigt sich eine stabilere Verbindung zwischen dem Azorenhoch und dem Kontinentalhoch über dem westl. Russland direkt über Deutschland, so dass die nasskalten Tageswerte um 0 Grad bis zum 29. Januar "konserviert" werden könnten. Anders ausgedrückt erhält nach dem europäischen Wettermodell die mögliche Schneedecke eine längere "Überlebensdauer" als nach dem amerikanischen Wettermodell. Aber auch nach dem europäischen Wettermodell zeigt sich zum Monatsende eine höhere Wetteraktivität auf dem Atlantik, welche aber zum Simulationsendpunkt am 29. Januar eine Winkelförmige Struktur annimmt. Daraus kann sich eine westliche oder aber auch eine nordwestliche Struktur ergeben. Im Ergebnis liegen aber auch hier die Varianten zwischen nasskalt und mild und sind wenig winterlich und schon gar nicht hochwinterlich. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe bspw. am 25. Januar zwischen -3/+5 Grad (Mittelwert: +0/+1 Grad im Süden und Osten, +2/+3 Grad im Westen und Norden), am 30. Januar zwischen -3/+8 Grad (Mittelwert: +2/+3 Grad, im Norden bis +4 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) liegen am 25. Januar bei 5/90/5 und am 31. Januar bei 25/55/20. In der Betrachtung der Simulationen des Polarwirbels ergeben sich für das letzte Januar-Drittel keine wesentlichen Veränderungen. Eine Tendenz zum Polarwirbelsplitt ist weiterhin erkennbar, in letzter Konsequenz wird dieser aber nicht vollführt. Der Kaltluftwirbel über Grönland/Kanada bleibt ortstreu, was die winterlichen Varianten über Mitteleuropa bis Ende Januar wohl nicht zahlreicher machen wird. Das Warming in Stratosphärenhöhe wird vom amerikanischen Wettermodell weiterhin beginnend ab dem 29. Januar simuliert. Der gezeigte Temperaturanstieg ist bis zum 1. Februar mit bis zu 48 Grad durchaus beachtlich und kann zum 2. Februar in Stratosphärenhöhe Temperaturwerte von bis +2 Grad erreichen, wo normalerweise Temperaturen zwischen -70/-80 Grad anzutreffen sind. Das ist und bleibt ein "Lichtblick" für winterliche Varianten - wohl aber erst im Februar. Das Langfristmodell unterstützt eine deutlich zu kühle Phase im Februar zum aktuellen Stand nicht - so liegt die Abweichung der Mitteltemperatur gegenüber dem langjährigen Mittelwert zwischen +0,5/+2 Grad im leicht bis deutlich zu warmen Bereich bei einer weitgehend normalen Niederschlagserwartung. Eine Aktualisierung dieser Wetterprognose erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr.
Update:
Die Wettermodelle bleiben auf überwiegend nasskalten Wetterkurs bis zum 25. Januar - die Schneefallgrenze schwankt dabei zumeist zwischen 300-700 Meter und kann insbesondere in den Nächten auch bis auf tiefere Lagen absinken. Im Zeitraum 25./31. Januar simuliert das amerikanische Wettermodell eine Variante, wie sie vor ein paar Tagen schon einmal gezeigt wurde. Die atlantische Frontalzone schafft es die beginnende Hochdruckbrücke zwischen Azoren- und Kontinentalhoch zu unterbinden, so dass ein kurzweiliger Westdrift ermöglicht werden kann, bevor zum Monatswechsel hin die Wetterlage mit Zentraltief über der Karasee und einen schwachen Hoch über Grönland über Mitteleuropa die Optionen für winterliche Verhältnisse etwas erhöhen kann. In Folge wäre das Wetter zunächst wechselhaft, windig und mild, später nasskalt und zum Monatswechsel möglicherweise auch winterlich. Das europäische Wettermodell ist etwas konservativer und bleibt seinen Simulationen der letzten Tage weitgehend treu, so dass im Zeitraum 25./28. die Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und Kontinentalhoch aufrecht gehalten werden kann, was teils neblig-trübes, teils aber auch sonniges Wetter bei Temperaturen zwischen -1/+4 Grad zur Folge haben kann. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe bspw. am 25. Januar zwischen -2/+4 Grad (Mittelwert: +0/+1 Grad im Süden und Osten und +2/+4 im Westen und Norden) und am 30. Januar zwischen -5/+5 Grad (Mittelwert: +1/+2 Grad, im Norden bis +3 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) liegen am 25. Januar bei 10/90/0 und am 31. Januar bei 10/70/20. Das bestätigt in der Tat, wie schwer es der Winter auch in dieser Saison hat, sich durchzusetzen - hochwinterliche Varianten, welche zumindest immer wieder einmal in den Kontrollläufen zu finden sein sollten, sind auch in dieser Saison äußerst spärlich verteilt.

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