In den kommenden Tagen wird es bis zum Mittwoch weder sonderlich kalt noch warm werden und die Temperaturen schwanken zwischen -1/+5 Grad und haben für tiefere Lagen einen überwiegend nasskalten Witterungscharakter. Ab Lagen zwischen 400/500 Meter sind die Wahrscheinlichkeiten für winterliche Optionen aber durchaus gegeben, im Detail aber noch abzuwarten. Im Zeitraum zwischen dem 22./26. Januar simuliert das amerikanische Wettermodell eine leichte Zunahme der Niederschlagsaktivität. Die Temperaturen verhalten sich in tieferen Lagen weiterhin mit Werten zwischen +0/+3 Grad überwiegend nasskalt und die Dauerfrostgrenze schwankt zum aktuellen Stand um die 500 Meter Grenze Die dazugehörige Großwetterlage ist geprägt von einen initialisierten Tiefdrucksystem, welches über eine sog. Vb-Zugbahn über England, den Alpen über das Mittelmeer zieht und nachfolgend über das östliche Europa abziehen kann. Im Detail kommt es auf die Zugbahn des Tiefdrucksystems an und ob in den höheren Luftschichten wärmere oder kühlere Luftmassen advehiert werden können. Das amerikanische Wettermodell simuliert in den Höhenschichten Temperaturwerte bspw. am 23. Januar zwischen +0/-5 Grad, was in etwa einer Schneefallgrenze zwischen 300-600 Meter entspricht. Das europäische Wettermodell simuliert die Großwetterlage mit einer Vb-Wetterlage (Mittelmeertief) ähnlich, jedoch können hier in der Höhe mit-2/-8 Grad mehr kalte Luftmassen advehiert werden, so dass die Schneefallgrenze zwischen 0-400 Meter schwanken kann. Im weiteren Verlauf simulieren sowohl das amerikanische als auch europäische Wettermodell im Zeitraum 27./31. Januar einen langsamen Abschnürprozess des Troges Mitteleuropa, noch bevor dieser sich richtig etablieren kann und in Folge daraus kann die atlantische Frontalzone mit nasskalten bis milden Grundcharakter das Wetter über Mitteleuropa wieder dominieren. Ob dieser Milderungsprozess von nachhaltiger Dauer sein wird, ist zum heutigen Stand noch fraglich. Warum? Über dem europäischen Nordmeer und Grönland können sich in diesem Zeitraum nach dem amerikanischen Wettermodell mehr und mehr Kaltluftmassen ansammeln, was den Wettermotor Kanada/Neufundland ins "Stottern" bringen, bzw. die Tiefdruckaktivität näher an Mitteleuropa positionieren kann. Mit einem Tiefdruckzentrum über Skandinavien ergibt sich daraus über Deutschland eine Nordwestwetterlage, welche die winterlichen Optionen zum Ende des Monats ab den mittleren Lagen wieder ansteigen lassen könnte. Die Kontrollläufe stützen den nasskalten Grundcharakter im Zeitraum 20./25. Januar weitgehend und simulieren im Trend im Zeitraum vom 25./31. Januar einen leichten Anstieg der Temperaturtendenz . So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 25. Januar zwischen -5/+6 Grad (Mittelwert: +0/+1 Grad im Süden und Osten und +2/+3 Grad im Norden und Westen) und am 30. Januar zwischen -6/+8 Grad (Mittelwert: +1/+3 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) liegen am 26. Januar bei 35/55/10 und am 31. Januar bei 15/55/30. Mehrheitlich bestätigt sich damit der Trend der letzten Tage einer weitgehend nasskalten Witterung - so winterlich oder gar hochwinterlich sind die Simulationen der Wettermodelle - samt ihren Kontrollläufen - alle nicht. Auch wenn das nicht gerade "erfreuliche" Aussichten für Winterfans ist, so zeigen die Simulationen des Polarwirbels vielversprechende Ansätze eines Polarwirbelsplitts, welche im Zeitraum zum Monatswechsel grundsätzlich die Trogwahrscheinlichkeit Mitteleuropa erhöhen könnte. Anders ausgedrückt kann das oben geschilderte einheitliche Bild der Wettermodelle sich in den kommenden Tagen noch ändern. Das Langfristmodell simuliert in seiner aktuellen Wetterprognose für Februar eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5 bis +2 Grad als leicht bis deutlich zu warm. Zum Vergleich hat der Januar aktuell eine Abweichung im Temperaturmittelwert von +4,4 Grad. Sollte sich im Tagesverlauf noch etwas grundlegendes verändern, so erfolgt die nächste Aktualisierung in einem Update dieser Wetterprognose heute Abend gegen 21:00 Uhr.
Update:
Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so ergibt sich kaum eine Veränderung. Demnach ist es im Zeitraum 20./25. Januar in tieferen Lagen nasskalt mit einer Schneefallgrenze welche zwischen 200-500 Meter schwankt. Ab den mittleren Lagen durchaus Potential für winterliche Verhältnisse vorhanden, wobei die Dauerfrostgrenze um die 500 Meter herum liegen kann. Im Zeitraum zwischen dem 25./31. Januar kann zum aktuellen Stand die atlantische Frontalzone wieder vermehrt Einfluss auf das Wetter über Mitteleuropa nehmen, was wechselhaftes, nasskaltes, teils mildes und windiges Wetter zur Folge haben kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so sind die Luftmassen im Zeitraum 20./25. Januar etwas kühler, so dass die Schneefallgrenze zwischen 0-400 Meter schwankend sein kann und die Dauerfrostgrenze etwas unter 500 Meter liegt. Im Zeitraum zwischen dem 25./27. Januar etwas milder, jedoch kein wesentlicher Umschwung auf eine Westwindzirkulation - erhaltende Trogwahrscheinlichkeit etwas höher als bei der Simulation des amerikanischen Wettermodells. Alles in Allem für mittlere Lagen zwischen 400-600 Meter durchaus höhere Wahrscheinlichkeiten für winterliche Optionen, während in Lagen darunter der Wettercharakter eher nasskalt sein wird. Weiterhin sind bis Ende Januar - auch in den Kontrollläufen - keine Simulationen bei den Wettermodellen zu erkennen, welche eine hochwinterliche Struktur ergeben. Erst für Anfang Februar werden ein paar Varianten simuliert, welche einen nachhaltigeren Winter ermöglichen könnten - dazu in den kommenden Tagen aber mehr.

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