Wetter Winter 2014/2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2015 - Wettertrend vom 11. Januar

Der Wetterverlauf der kommenden Woche bleibt wie gewohnt: wechselhaft, windig, teils stürmisch bei einem Auf und Ab der Temperaturen. Winterliche Verhältnisse werden von den Wettermodellen unterhalb 700 Meter bis zum Donnerstag nicht in Aussicht gestellt. Am Wochenende simuliert das amerikanische Wettermodell eine kurzzeitige "Wetterberuhigung", bei dem es dem Azorenhoch gelingen könnte, sich gen Norden aufzuwölben und über Mitteleuropa die Grundströmung auf Nordwest/Nord drehen lassen kann. Mit der Winddrehung können entsprechend kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden, so dass winterliche Verhältnisse bei zahlreichen Schauern in mittleren Lagen (500-800 Meter) durchaus möglich wären. In tieferen Lagen reicht die Kaltluft voraussichtlich nicht aus, so dass dort der Wettercharakter durchaus auch mit Schnee-/Graupel-/ oder Schneeregenschauer bei Temperaturen zwischen +0/+5 Grad überwiegend nasskalt bleiben kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so wird auch hier das Tiefdrucksystem zwischen Island/Skandinavien simuliert, jedoch weniger dynamischer und noch so stark nach Süden gerichtet, was im Wesentlichen an der flachen West-Ost-Achse des Azorenhochs liegt. In Folge daraus wäre am kommenden Wochenende der Wettercharakter bis in mittlere Lagen nasskalt und leicht wechselhaft - insgesamt wenig winterlich. Im Zeitraum zwischen dem 18./22. Januar simuliert das amerikanische Wettermodell mit einem neuerlichen Sturmtief bei Island eine erhöhte Tendenz in Richtung Erhaltungs-, bzw. Wiederholungsneigung. Winterliche Verhältnisse könnten es demnach deutlich schwerer haben sich durchzusetzen. Warum? Das Azorenhoch erhält keine Unterstützung durch einen Trog Mitteleuropa und kann bis zum 22. Januar dem tiefen Luftdruck von Neufundland kommend nicht standhalten und "kippt" in Folge um. Aus einer nasskalten Witterungsphase am Wochenende folgt wieder das gewohnte Auf und Ab bei den Temperaturen und die Westwindzirkulation könnte sich über Mitteleuropa erneut etablieren. Das europäische Wettermodell simuliert einen ganz ähnlichen Verlauf im Zeitraum 18./21. Januar, jedoch etwas mehr im nasskalten Temperaturbereich. Blickt man auf den Trendverlauf der Kontrollläufe, so zeigt die Temperaturtendenz im Zeitraum 17./21. Januar nach unten in den nasskalten Bereich. So liegt das Temperaturspektrum am 17. Januar zwischen -1/+6 Grad (Mittelwert: +2 Grad im Süden, sonst +3/+4 Grad) und am 21. Januar zwischen -5/+7 Grad (Mittelwert: +0 Grad im Süden, +2 Grad im Osten und Westen und +3 Grad im Norden). Die Kontrollläufe sind untereinander stark differenziert, so dass in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) am 23. Januar bei 40/30/30 mit einem breiten Spektrum gar nicht dem einheitlichen Bild der Wettermodelle entspricht. Woran liegt das? Die gängigsten Varianten der Kontrollläufe weisen eine starke Wellenbildung entlang der Polarfront auf und im Detail wird es darauf ankommen, auf welcher Seite der Welle Mitteleuropa liegen wird. Betrachtet man den Polarwirbel, so simuliert das europäische Wettermodell im Zeitraum 20./21. Januar hohen Luftdruck über dem östlichen Kanada und gleichzeitig verlagert sich der Kaltluftwirbel vom östlichen Kanada/Grönland in Richtung Grönland/Sibiriern, was grundsätzliches Potential für einen Zirkulationsumschwung zur Folge haben kann. Warum? Die Systematik des Kaltlufttransportes in Richtung Neufundland könnte mit einer Ostwärtsverlagerung des aktiven Kaltluftwirbels unterbunden werden und daraus können andere Zirkulationsformen entstehen. Das amerikanische Wettermodell simuliert einen überwiegenden Verbleib des Kaltluftwirbels über Kanada/Grönland, so dass das Zirkulationsmuster nur einen begrenzten Spielraum zu einer Veränderung hat. Der sog. AO-Index Wert nimmt im Zeitraum 16./21. Januar eine zunehmend neutrale bis leicht negative Tendenz an, was im Wesentlichen mit dem "Hochdruckeinschub" im Polarwirbel selbst zusammenhängt. Der sog. NAO-Index Wert wird hingegen positiv simuliert, was für Mitteleuropa eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit für die Westwindzirkulation zur Folge hat. Das Langfristmodell simuliert den Temperaturverlauf im Januar mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5 bis +2 Grad leicht bis deutlich zu warm bei einer deutlich erhöhten Niederschlagsneigung. Der Februar zeigt sich in der Temperaturtendenz mit einer Abweichung von +0,5/+2 Grad ebenfalls leicht bis deutlich zu warm - allerdings geht der Trend im Februar bei einer steten Abnahme der Niederschlagserwartung in den letzten Tagen in Richtung normal/leicht zu warm. Die nächste Aktualisierung erfolgt in einem Update dieser Wetterprognose heute Abend gegen 21:00 Uhr.
Update:
Seit Tagen berechnen die Simulationen der Wettermodelle die mögliche Umstellung der Großwetterlage im Zeitraum 16./20. Januar. Eine Hauptrolle einer möglichen Zirkulationsumstellung spielt das Azorenhoch mit seinem "Aufstreben" auf dem Atlantik in Richtung Grönland. Damit das Konstrukt einer Hochdruckblockade auf dem Atlantik entsprechend stabil ausfallen kann, sollte das Hoch auf seiner östlichen Seite gestützt werden. Auch das wird im Ansatz mit "Trog Mitteleuropa" simuliert. Ob das gelingen mag oder nicht, hängt im weiteren Verlauf davon ab, wie kräftig die Tiefdruckproduktion bei Neufundland von statten geht und wie das Hoch gestützt werden kann. Das europäische Wettermodell simuliert im Zeitraum zwischen dem 16./21. Januar ein mäandrieren der Gradienten zueinander, so dass die aktiv-dynamische Westwetterlage zunächst einmal unterbrochen wird. In Folge daraus ist der Wettercharakter leicht wechselhaft und zunehmen nasskalt, wobei es ab den mittleren Lagen auch leicht winterlich werden kann. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so beruhigen sich in einer Variante die Gradienten zueinander, so dass im Zeitraum 17./20. Januar eine abnehmende Windaktivität wahrscheinlich wird und die Luftmassen entsprechen auskühlen können. Das Ergebnis wäre nach dieser Variante in mittleren Lagen (500-800 Meter) ebenfalls die mögliche Rückkehr von winterlichen Verhältnissen, während in tieferen Lagen mit +0/+5 Grad ein eher nasskalter Witterungscharakter dominierend sein kann. Ob es dem Winter im letzten Januar-Drittel gelingen mag sich auch bis in tiefere Lagen durchzusetzen, oder ob der Westdrift wieder in Gang gesetzt werden kann bleibt in den Simulationen vom Abend offen. Deutlich wird das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5), welche am 18. Januar bei 20/80/0 und am 24. Januar bei 30/45/25 liegen. Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe liegt am 20. Januar zwischen -4/+7 Grad bei einem Mittelwert von +0 Grad im Süden, +1 Grad im Osten, +2 Grad im Westen und +3 Grad im Norden.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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