Wetter Winter 2014/2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2015 - Wettertrend vom 8. Januar

Die kommenden Tage werden voraussichtlich stürmisch und örtlich - insbesondere über exponierten Lagen und an der Küste - ist auch mit orkanartigen Winden zu rechnen (Windprognose). Im Zeitraum zwischen dem 13./17. Januar kippt in den gängigsten Simulationen der Wettermodelle die Grundströmung auf eine südwestliche Richtung, wobei mit einem Zentraltief Island/England weiterhin Potential für Stark-, in einigen Varianten auch für Extremwindereignisse vorhanden ist. Der Grundcharakter des Wetters bleibt in diesem Zeitraum nasskalt, wechselhaft und windig. Im Zeitraum 17./20. Januar simuliert das amerikanische Wettermodell einen Ansatz, welches Tiefdruckpotential über das Mittelmeer verlagert. In Formvollendung könnte diese Simulation im letzten Januar-Drittel zu einem Trog Mitteleuropa führen, da auf dem Atlantik zeitgleich hoher Luftdruck von den Azoren bis nach Grönland sich aufbauen kann. In einer weiteren Variante des amerikanischen Wettermodells zeigt sich im Zeitraum 15./20. Januar grundsätzlich ein hohes Potential für sog. Randtiefentwicklungen, welche über Mitteleuropa zu weiteren Windereignissen führen können. Das Strömungsmuster zeigt aber auch in dieser Variante ein aufkeilendes Azorenhoch, so dass das Zirkulationsmuster im Zeitraum 18./22. Januar über Mitteleuropa eine insgesamt meridionalisierende Struktur zeigt. Das europäische Wettermodell stützt im wesentlichen die zweite Variante des amerikanischen Wettermodells mit einer meridionalisierenden Gesamtstruktur über Mitteleuropa, allerdings liegt Deutschland dabei nicht auf der kühlen Rückseite, sondern auf der relativ warmen Vorderseite. Zusammenfassend bestätigen die Wettermodelle mit ihren aktuellen Simulationen den Trend der letzten Tage für eine mögliche Umstellung der Großwetterlage. Ob diese warm oder kalt ausfallen wird, ist zum heutigen Stand im Detail nicht zu beantworten. Die Kontrollläufe und deren Verhältnisse von kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) zeigen am 17. Januar 15/50/35 und am 22. Januar 35/45/20 wohin die Wetterentwicklung im Zeitraum 17./22. Januar tendenziell gehen kann. Vieles hängt im Detail aber weiterhin davon ab, wie sich die Kaltluftwirbel des Polarwirbels verhalten werden und inwieweit das Kaltluftpotential über dem östlichen Kanada/Neufundland abgebaut werden kann. Blickt man auf die aktuellen Simulationen des Polarwirbels, so ist im Zeitraum zwischen dem 15./20. Janaur weiterhin ein Hochdruckpotential am Nordpol zu erkennen, welches zeitweilig einen Kerndruck von 1030-1045 hPa aufbauen kann. Entscheidend wird sein, wie sich die Achse des Hochdrucksystems verhalten wird. In nicht wenigen Simulationsvarianten zeigt sich eine Achsverschiebung in Richtung Grönland, so dass das Kaltluftpotential über dem östlichen Kanada tatsächlich abgebaut werden kann - gleichzeitig verlagert sich der Kaltluftwirbel über das nordöstliche Europa, wo er über Sibirien auf eine weitere Hochdruckachse trifft. Im Verbund der Systeme zueinander könnte das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa einen "gestörten Zustand" annehmen, was das Potential, bzw. die Wahrscheinlichkeiten für winterliche Verhältnisse in Deutschland erhöht. In anderen Varianten zeigt sich in der sog. Erhaltungsneigung ein ununterbrochenes Potential an Kaltluftmassen zwischen Grönland und Kanada, so dass nach einer kürzeren Kaltluftphase um den 20. Januar herum im weiteren Verlauf des letzten Januar-Drittels die Westwindzirkulation wieder an Schwung gewinnen könnte. Der sog. NAO-Index bestätigt den letzten Trend der Letzten Tage einer neutralen bis leicht negativen Phase zwischen dem 16./20. Januar, was grundsätzlich als positives Indiz für eine mögliche Zirkulationsveränderung zu bewerten ist. Ein weiterer Faktor findet sich im AO-Index wieder, welcher nach einer positiven Phase zum 16. Januar eine neutrale Wertung einnimmt. Die nächste Aktualisierung erfolgt in einem Update dieser Wetterprognose heute Abend gegen 21:00 Uhr.
Update:
Das Windpotential bleibt in den kommenden 72 Stunden auch nach der aktuellsten Windprognose heftig. Insbesondere im Norden - und dort an der Küste - sind in Böen Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 km/h zu erwarten, aber auch im Landesinneren sind kräftige, teils stürmische Winde von 50-80 km/h, über exponierten Lagen auch bis 100 km/h möglich. Egal wie stark der Wind in den kommenden Stunden wird - es empfiehlt sich generell bei Aktivitäten im Freien die aktuellen Unwetterwarnungen und den Warnlagenbericht zu beachten. Das amerikanische Wettermodell simuliert heute Abend eine interessante Variante für den Zeitraum 13./15. Januar, bei der das Starkwindpotential erhalten bleiben und seinen vorläufigen Höhepunkt am 15. Januar mit einer kräftigen Randtiefentwicklung finden kann (simulierte Windgeschwindigkeiten von verbreitet 60-100 km/h). Im Zeitraum zwischen dem 15./20. Januar "kippt" das Zirkulationsmuster allmählich auf eine meridionale Struktur. Ausschlaggebend ist dabei die Initialisierung eines Mittelmeertiefs und das aufwölben des Azorenhoch mit dem Versuch eine Hochdruckbrücke zu einem Hoch über Grönland aufzubauen. In Folge daraus würde das aktive Atlantikwetter blockiert werden und im Zeitraum zwischen dem 18./22. Januar die Wahrscheinlichkeit für Wetterlage "Trog Mitteleuropa" zunehmen. Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Wetterentwicklung im Zeitraum 15./18. Januar. Zusammenfassend bestätig sich der Trend einer möglichen Umstrukturierung des Zirkulationsmusters nach dieser sehr stürmischen Phase im Zeitraum 8./15. Januar. Die mögliche Umstrukturierung braucht aber seine Zeit, so dass sich im Falle eines Eintretens die daraus resultierenden winterlichen Verhältnisse erst im letzten Januar-Drittel auch in tiefere Lagen durchsetzen könnten. Etwas besser erkennbar wird das in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) am 16. Januar mit 5/75/20 und am 22. Januar mit 30/50/20. Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe liegt bspw. am 20. Januar zwischen -6/+5 Grad bei einem Mittelwert von -1 Grad im Süden, +0 Grad im Osten, +3 Grad im Westen und +4 Grad im Norden.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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