Steht ein nachhaltiger Wintereinbruch bevor oder nur ein kurzweiliges winterliches Spektakel? Letztlich geklärt ist das zum heutigen Stand nicht - zwar steigt die Wahrscheinlichkeit für die Ausbreitung einer Schneedecke in den südlichen Regionen bis zum Jahreswechsel bei zunehmend frostigen Tagestemperaturen an, allerdings zeigt sich bereits in den ersten Januar-Tagen ein zaghafter Trend in die nasskalte und wechselhafte Richtung. Blickt man auf die aktuellen Simulationen des amerikanischen Wettermodells, so bestätigen sich im Trend die zunehmend nasskalten Varianten im Zeitraum nach dem 2./5. Januar. In den gängigsten Varianten zeigt sich das Hoch über dem westlichen Russland weiter nach Osten gedrängt, so dass eine Vorderseite milde Südwest oder gar warme Südvariante bisweilen noch in der Minderheit der Simulationen vorzufinden ist. Wie könnte so eine nasskalte Variante aussehen? In raschen Abständen werden von Neufundland über Island Tiefdrucksysteme in Richtung Mitteleuropa entsendet, wobei sich mit fortschreitender Winterzeit die Warmluftadvehierung aus südlichen sich Gebieten zunehmend schwieriger gestaltet, wenn die Wetterlage nicht gerade Südwest- bis Süd ausgerichtet ist. Westwindwetter bedeutet in diesem Fall wechselhaftes und windiges Wetter bei nasskalten Temperaturen -1/+6 Grad und einer schwankenden Schneefallgrenze um die mittleren Lagen herum (400-800 Meter). Sowohl das amerikanische, als auch europäische Wettermodelle simulieren zum Jahresanfang einen Hochdruckvorstoß über den Aleuten bis zum Nordpol mit nachfolgender Höhenwarmluft. Zum aktuellen Stand wird das im ersten Januar-Drittel nicht ausreichend für einen Polarwirbelsplitt sein, sorgt aber dafür, dass der sog. AO-Index nicht durchgehen positiv, sondern überwiegend neutral simuliert wird. Der Polarwirbel selbst kommt also nicht so richtig in "Schwung". Der sich aktuell neutral ausweisende NAO-Index hat Anfang Januar den Trend wieder in die positive Richtung zu gehen, so dass der der Witterungstrend die höhere Wahrscheinlichkeit einer beginnenden Westwindzirkulation aufweist. Spannend bleibt dabei die Berechnung der Hochdruckwetterlage für Anfang Januar, ob diese den möglicherweise anrennenden Tiefdrucksystemen etwas entgegenzusetzen hat oder sich weitgehend aus dem Wettergeschehen raushalten wird. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) betragen am 1. Januar mit einen Nord-Süd Gefälle 70/25/5, am 5. Januar 55/30/15 und am 10. Januar 35/50/15. Das Langfristmodell simuliert eine leicht erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit im Januar und eine leicht bis deutlich positive Abweichung der Temperaturverhältnisse gegenüber dem langjährigen Temperaturmittelwert, welcher im Februar noch normal bis leicht zu warm ausfallen kann

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