Zwar bleiben die Chancen auf weiße Weihnachten bis in mittlere Lagen gering, allerdings dreht das Strömungsmuster über die Feiertage von West auf Nordwest. Ob das für eine nachhaltige Umstrukturierung des Zirkulationsmusters ausreichend ist, wird sich in den kommenden Tagen zeigen müssen. Die Simulationen der Wettermodelle bleiben auch heute noch stark differenziert, da sich die Kaltluftmassen aus dem Norden sich im Zeitraum zwischen dem 27./30. Dezember langsam in Richtung Süden in Bewegung setzen können. Das kann z.T. heftige "Tiefdruckreaktionen" zu Folge haben, wie es bspw. das amerikanische Wettermodell heute simuliert. Hier zieht ein Sturmtief im Zeitraum vom 26./28. Dezember von England über die Ostsee und überquert dabei mit teils heftigen Sturmböen Deutschland - Extremwindereignisse sind demnach bei Temperaturen zwischen +0/+5 Grad nicht ausgeschlossen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so verlagert sich im Zeitraum zwischen dem 26./28. Dezember das Hochdrucksystem kurzweilig über Deutschland, so dass der Wettercharakter eher ruhig und mild ist und die turbulente Windphase mit einem Sturmtief über dem südlichen Skandinavien zwischen dem 28./30. Dezember etwas zeitlich verzögert und gegenüber der Simulation des amerikanischen Wettermodells abgemildert stattfinden kann. Anders ausgedrückt bleibt die Wetterlage keineswegs "langweilig" und die Kaltluftmassen im Norden werden für einiges an Bewegung und Dynamik sorgen. Wie stehen die Chancen auf einen Wintereinbruch zwischen dem 27./30. Dezember? Beide Wettermodelle simulieren ein hohe Tiefdruckaktivität zwischen Island, England und Skandinavien, welche sich im Kern bis zum 30. Dezember allmählich über Skandinavien verlagert. Gleichzeitig bestätigt sich mehrheitlich der Trend zu einem Hochdruckaufbau auf dem Atlantik, welcher in den meisten Simulationen zwischen den Azoren, Island und Grönland stattfindet. Das bietet einiges an Potential für winterliche Witterungsverhältnisse - teils auch bis in tiefere Lagen hinab - im Detail kommt es jedoch darauf an, welche Zugbahn die Tiefdrucksysteme haben und ob sich über Deutschland ein nachhaltiger (gestützter) Trog ausbilden kann - ist das nicht der Fall, kann die Hochdruckachse schnell "kippen" und sich eine milde Südwestwetterlage einstellen. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so sind winterliche Verhältnisse im Zeitraum zwischen dem 27./30. Dezember durchaus nicht unwahrscheinlich und nach dem europäischen Wettermodell mit einer leicht zeitlichen Verzögerung zum 28./30. Dezember möglich. Die Differenzierungen der Kontrollläufe sind im Zeitraum 21./24. Dezember relativ gering, zwischen dem 25./26. Dezember mäßig stark und darüber hinaus äußerst stark ausgeprägt - von einer gesicherten Wetterprognose ist man zum heutigen Stand nicht auszugehen. Deutlich wird das am breiten Temperaturspektrum, welches am 30. Dezember zwischen -6/+11 Grad betragen und einen Mittelwert von +4 Grad im Norden, sonst +1/+3 Grad erreichen kann. Das Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt/normal/zu warm zueinander beträgt am 26. Dezember 20/60/20, am 28. Dezember 40/40/20 und am 30. Dezember 40/25/35. Gegen 20:50 Uhr erfolgt an dieser Stelle eine Aktualisierung von diesem Wettertrend und gegen 17:00 Uhr erfolgt ein erster Witterungstrend für das Wetter an Silvester.
Update:
Das amerikanische und das europäische Wettermodell simulieren in der Zeit zwischen dem 27./30. Dezember weiterhin unterschiedliche Varianten. Das europäische Wettermodell bleibt dabei seiner Südwestwetterlage treu, so dass am 26. Dezember noch die eine oder andere Schneeflocke bis in tiefere Lagen fallen kann, bevor zum 28./29. Dezember bei wechselhaften Wetter mit einem Südweststurm milde bis warme Temperaturen nach Deutschland geführt werden können. Nachfolgend verlagert sich das Tiefdruckzentrum in Richtung Skandinavien, so dass rückseitig wieder kühlere Luftmassen einfließen können. Winterliche Varianten sind demnach erst nach dem 29. Dezember zu erwarten. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so bleibt auch dieses seiner Simulation treu, bei der am 27./28. Dezember ein kleinräumiges aber energiegeladenes Tiefdrucksystem von England über die Nord- zur Ostsee zieht und über Deutschland für Extremwindereignisse sorgen kann. Winterliche Verhältnisse sind demnach gut möglich, wenngleich unter extremen Bedingungen. Nachfolgend kippt hier jedoch die Hochdruckachse auf dem Atlantik und verlagert sich über Deutschland - ein zweiter Schwall kalter Luftmassen wird dabei östlich an Deutschland vorbeigeleitet. Der anfängliche Trog ist also nicht stabil, bzw. nachhaltig genug, um das Zirkulationsmuster nachhaltig zu verändern. Das Spektrum reicht von milden Temperaturen bis hin zu einem Wintereinbruch mit Sturm und allem was dazugehört. Was ist Wahrscheinlicher? Das Temperaturspektrum liegt am 26. Dezember zwischen -4/+8 Grad (Mittelwert: +1 Grad im Osten, +2 Grad im Süden und +3/+4 Grad im Norden und Westen) und am 30. Dezember zwischen -8/+8 Grad (Mittelwert: -4 Grad im Süden, -2 Grad im Osten und +0 Grad im Norden und Westen). Die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm liegen am 26. Dezember bei 20/55/25, am 28. Dezember bei 55/35/10 und am 30. Dezember bei 70/25/5. Der Trend der Kontrollläufe unterstützt heute Abend mehrheitlich eine zunehmend winterliche Variante ab dem 26./27. Dezember.

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