Wetter Winter 2014/2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2014/2015 - Wettertrend vom 17. Dezember

  • M. Hoffmann
Bereits über die Weihnachtsfeiertage simuliert das amerikanische Wettermodell Varianten, welche den Wettercharakter in tieferen Lagen als nasskalt erscheinen lassen und ab den mittleren Lagen (500-800 Meter) auch winterlichen Optionen ermöglichen könnte. Insbesondere im Zeitraum zwischen dem 26./30. Dezember zeigen die Simulationen auch Spielraum für erweiterte winterliche Entwicklungen. Das Grundmuster ist dabei zunächst gleich. Zum 25./27. Dezember positioniert sich über Skandinavien ein Tiefdruckwirbel, gleichzeitig gelingt es einem schwachen Hochdruckkeil sich von den Azoren bis nach Grönland zu erstrecken, somit wird das Gradientenmuster von einer West-Ost-Achse auf eine Nord-Süd-Achse gedreht und kalte Luftmassen arktischen Ursprungs können langsam nach Süden ausströmen können. Im Detail kommt es darauf an, ob über dem Mittelmeerraum ein Tiefdrucksystem initialisiert werden kann. Gelingt dies, so können die kalten Luftmassen bis an die Alpen herangeführt werden, gelingt dies nicht, so kann der Trogvorgang rasch unterbunden werden und eine wechselhafte, windige und relativ milde West- bis Südwestwetterlage könnte nachfolgen. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen: betrachtet man die Simulationen der Wettermodelle so zeigt sich die Wahrscheinlichkeit einer Umstellung des Zirkulationsmusters zum Monatsende im Trend als nicht unmöglich. Dabei wird auf dem Atlantik ein Blockadehoch simuliert, welches im Verbund mit einen Tiefdruckwirbel über Skandinavien die kühlen Luftmassen im Zeitraum zwischen dem 27./30. Dezember in Richtung Mitteleuropa transportieren kann. Verdeutlicht werden kann dieser Trendverlauf anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe zwischen zu kalt/normal/zu warm, welche am 24. Dezember bei 0/25/75, am 26. Dezember bei 35/40/25 und am 30. Januar bei 45/35/20 liegen. Der Polarwirbel selbst macht in den Simulationen im Zeitraum zwischen dem 26./30. Dezember einen grundsätzlich geschwächten Eindruck bei einer deutlich ausgeprägten Wellenform der Polarfront selbst (erhöhte Wahrscheinlichkeit für Troglagen). Was macht das Warming? Das wird weiterhin beginnend ab dem 20. Dezember mit -52 Grad simuliert und erreicht seinen vorläufigen Höhepunkt mit -16 Grad am 24. Dezember als Minor-Warming (Temperatursprung von -36 Grad binnen 4 Tage). Der sog. AO-Index ist aktuell leicht positiv, wird aber zum 20./21. Dezember zunehmend neutral und im weiteren Verlauf leicht negativ simuliert. Damit eine Troglage Mitteleuropa wahrscheinlicher werden kann, so sollte auch der sog. NAO-Index reagieren - und das tut er mit deutlich positiven Werten bis zum 22./23. Dezember (Westwetter) und im weiteren Verlauf neutralen bis leicht negativen Werten. Zusammenfassend stützen sowohl der AO-Index, als auch NAO-Index einen vorsichtigen Trend in Richtung nasskalte bis winterliche Verhältnisse (je nach Höhenlage). Das Langfristmodell reagiert auf die aktuelle Entwicklung und zeigt den Temperaturtrend im Januar normal bis leicht zu warm (Abweichung: -0,5/+1 Grad Abweichung) und den Februar leicht zu warm (Abweichung: +0,5/+1 Grad) bei einem leicht bis mäßig erhöhtem Niederschlagsverhalten. Geht es nach dem Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes, so liegt die Wahrscheinlichkeit für einen zu kalten Verlauf des Winters bei 30 Prozent, für einen normalen Verlauf bei 37 Prozent und ein zu warmer Verlauf bei 33 Prozent. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 20:50 Uhr in einem Update zum Wetter in der Vorweihnachtszeit, bzw. an Weihnachten.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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