Bereits über die Weihnachtsfeiertage simuliert das amerikanische Wettermodell Varianten, welche den Wettercharakter in tieferen Lagen als nasskalt erscheinen lassen und ab den mittleren Lagen (500-800 Meter) auch winterlichen Optionen ermöglichen könnte. Insbesondere im Zeitraum zwischen dem 26./30. Dezember zeigen die Simulationen auch Spielraum für erweiterte winterliche Entwicklungen. Das Grundmuster ist dabei zunächst gleich. Zum 25./27. Dezember positioniert sich über Skandinavien ein Tiefdruckwirbel, gleichzeitig gelingt es einem schwachen Hochdruckkeil sich von den Azoren bis nach Grönland zu erstrecken, somit wird das Gradientenmuster von einer West-Ost-Achse auf eine Nord-Süd-Achse gedreht und kalte Luftmassen arktischen Ursprungs können langsam nach Süden ausströmen können. Im Detail kommt es darauf an, ob über dem Mittelmeerraum ein Tiefdrucksystem initialisiert werden kann. Gelingt dies, so können die kalten Luftmassen bis an die Alpen herangeführt werden, gelingt dies nicht, so kann der Trogvorgang rasch unterbunden werden und eine wechselhafte, windige und relativ milde West- bis Südwestwetterlage könnte nachfolgen. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen: betrachtet man die Simulationen der Wettermodelle so zeigt sich die Wahrscheinlichkeit einer Umstellung des Zirkulationsmusters zum Monatsende im Trend als nicht unmöglich. Dabei wird auf dem Atlantik ein Blockadehoch simuliert, welches im Verbund mit einen Tiefdruckwirbel über Skandinavien die kühlen Luftmassen im Zeitraum zwischen dem 27./30. Dezember in Richtung Mitteleuropa transportieren kann. Verdeutlicht werden kann dieser Trendverlauf anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe zwischen zu kalt/normal/zu warm, welche am 24. Dezember bei 0/25/75, am 26. Dezember bei 35/40/25 und am 30. Januar bei 45/35/20 liegen. Der Polarwirbel selbst macht in den Simulationen im Zeitraum zwischen dem 26./30. Dezember einen grundsätzlich geschwächten Eindruck bei einer deutlich ausgeprägten Wellenform der Polarfront selbst (erhöhte Wahrscheinlichkeit für Troglagen). Was macht das Warming? Das wird weiterhin beginnend ab dem 20. Dezember mit -52 Grad simuliert und erreicht seinen vorläufigen Höhepunkt mit -16 Grad am 24. Dezember als Minor-Warming (Temperatursprung von -36 Grad binnen 4 Tage). Der sog. AO-Index ist aktuell leicht positiv, wird aber zum 20./21. Dezember zunehmend neutral und im weiteren Verlauf leicht negativ simuliert. Damit eine Troglage Mitteleuropa wahrscheinlicher werden kann, so sollte auch der sog. NAO-Index reagieren - und das tut er mit deutlich positiven Werten bis zum 22./23. Dezember (Westwetter) und im weiteren Verlauf neutralen bis leicht negativen Werten. Zusammenfassend stützen sowohl der AO-Index, als auch NAO-Index einen vorsichtigen Trend in Richtung nasskalte bis winterliche Verhältnisse (je nach Höhenlage). Das Langfristmodell reagiert auf die aktuelle Entwicklung und zeigt den Temperaturtrend im Januar normal bis leicht zu warm (Abweichung: -0,5/+1 Grad Abweichung) und den Februar leicht zu warm (Abweichung: +0,5/+1 Grad) bei einem leicht bis mäßig erhöhtem Niederschlagsverhalten. Geht es nach dem Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes, so liegt die Wahrscheinlichkeit für einen zu kalten Verlauf des Winters bei 30 Prozent, für einen normalen Verlauf bei 37 Prozent und ein zu warmer Verlauf bei 33 Prozent. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 20:50 Uhr in einem Update zum Wetter in der Vorweihnachtszeit, bzw. an Weihnachten.

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