Nicht nur die Wetterentwicklung an Weihnachten bleibt spannend, auch danach ergibt sich mit einem breiten Spektrum an Möglichkeiten ein spannendes Trendmuster der Wettermodelle. Der Grund für diese Unsicherheiten - bzw. größeren Spielräumen - ist das Zirkulationsmuster, welches bis zu Weihnachten klar der einer Westwetterlage entspricht: mild (teils warm), windig und wechselhaft. Passend zu Weihnachten verlagern sich im Norden zwischen Grönland, dem europäischen Nordmeer und der Karasee die Kaltluftmassen nach Osten, was die Tiefdruckaktivität ebenfalls nach Osten verfrachten und über dem Atlantik einen höheren Spielraum für ein Blockadehoch ermöglichen kann. Sowohl das amerikanische Wettermodell als auch das europäische Wettermodell zeigen dieses Blockadehoch im Zeitraum zwischen dem 25./27. Dezember in Ansätzen mehr oder minder stark ausgeprägt. Was ist das besondere an so einem Blockadehoch auf dem Atlantik? Blockiert wird mit diesem Hoch der Zustrom weiterer Tiefdrucksysteme zwischen Neufundland und Island, so dass sich das Zirkulationsmuster häufig von West auf Nord (Nordwest) über Mitteleuropa ändern kann. Dabei fließen auf der östlichen Seite des Hochdrucksystems im Zusammenspiel mit dem Tief über dem östlichen Skandinavien Luftmassen arktischen Ursprungs in Richtung Süden - wie weit diese nach Süden vorankommen können hängt i.d.R. von einen initialisierenden Mittelmeertief ab, welcher im allgemeinen die Troglage vervollständigt. Gelingt das nicht, so wird der Trogansatz rasch nach Osten abgedrängt und es kommt zu einem "winterlichen Geplänkel" von kurzer Verweildauer. Blickt man etwas genauer auf die Simulation des amerikanischen Wettermodells, so ergeben sich zwei Varianten im Zeitraum nach Weihnachten. Zum einen kann sich das Azorenhoch nicht in einer Blockadehaltung manifestieren, so dass der Westdrift im Zeitraum zwischen dem 27./30. Dezember weiter anhalten kann - Trogansätze werden rasch von nachfolgenden Tiefdrucksystemen nach Osten abgedrängt, so dass der Grundcharakter nasskalt, windig und wechselhaft bleibt. In einer weiteren Variante zeigt sich das Blockadehoch zwischen den Azoren, Neufundland, Grönland und Island etwas stabiler, so dass die Zufuhr Luftmassen arktischen Ursprungs im Zeitraum zwischen dem 26./30. Dezember nicht unwahrscheinlich erscheint und winterliche Verhältnisse noch im Dezember ermöglichen könnte. So liegen die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt/normal/zu warm am 24. Dezember bei 5/25/70, am 26. Dezember bei 20/40/40 und am 29. Dezember bei 30/20/50. Das mögliche Temperaturspektrum liegt bspw. am 29. Dezember zwischen -6/+12 Grad bei einem Mittelwert von +3/+5 Grad. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 20:50 Uhr in einem Update zum Wetter in der Vorweihnachtszeit, bzw. an Weihnachten.

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