Stürmische Zeiten stehen in den kommenden Tagen und in der Vorweihnachtszeit bevor und geht es nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, so schwinden die Wahrscheinlichkeiten für weiße Weihnachten am 24. Dezember langsam aber stetig, da die Westwindzirkulation voraussichtlich noch so lange "durchalten" kann. Ein weiterer Trend der letzten Simulationen zeigt sich darin, als dass im Zeitraum zwischen dem 22./26. Dezember Kaltluftmassen von Grönland über das europäische Nordmeer bis über die Karasee verfrachtet werden können. Das führt dazu, dass das Tiefdruckpotential grundsätzlich weiter nach Osten voran kommen kann und sich Rückseitig Potential für Hochdruckblockaden auf dem Atlantik ergeben können - kann, muss aber nicht. Die Kontrollläufe bestätigen diesen Trend seit den letzten Tagen zunehmend, was sich am besten mit den Verhältnissen von zu kalt/normal/zu warm der jeweiligen Kontrollläufe erklären lässt. So liegen die Verhältnisse am 24. Dezember bei 0/5/95, am 26. Dezember bei 15/30/55 und am 30. Dezember bei 55/25/25. Der Trend scheint relativ klar zu sein und bewegt sich von mild/nasskalt langsam zum Jahreswechsel in Richtung nasskalt/kalt. Das ist im Übrigen - statistisch gesehen - auch eine häufige Folge von Westwetterlagen, bei der sich im Nachgang eine ruhigere und kühlere Wetterphase einstellen kann. Was macht der Polarwirbel? Der wird im Zeitraum zwischen dem 23./30. Dezember zunehmend weniger gut strukturiert simuliert. In manchen Simulationen liegt das komplette Kältereservoir zwischen der Karasee und dem ostsibirischen Meer (23. Dezember) und darüber hinaus zeigt sich ein leichter Trend zu Splitt-ähnlichem Zustand des Polarwirbels - vereinfacht ausgedrückt ist ein intakter Polarwirbel anders strukturiert. Der sog. AO-Index (vereinfacht: Zustandsbeschreibung Polarwirbel) ist im Zeitraum 16./20. Dezember neutral bis leicht positiv mit dem Trend zum/ab dem 20. Dezember neutral/negativ zu werden. Der sog. NAO-Index (vereinfacht: Verhältnis Azorenhoch/Islandtief) ist bis zum 20. Dezember äußert positiv simuliert (hohes Potential für Westwindwetter), aber auch dieser erfährt zum 20. Dezember hin in der Prognose zunehmend neutrale Werte. Das Langfristmodell simuliert für den Januar und Februar 2015 einen leicht zu warmen Temperaturtrend, bei der die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert zwischen +0,5/+2 Grad betragen kann. Gleichzeitig wir eine leicht erhöhte Niederschlagsneigung für beide Monate simuliert. Und El Niño? Der aktuelle ENSO-Bericht:
There is an approximately 65% chance that El Niño conditions will be present during the Northern Hemisphere winter and last into the Northern Hemisphere spring 2015.
Was macht das Warming in Stratosphärenhöhe? Das wird weiterhin simuliert und schwankt mit einem Temperatursprung von -52 Grad auf -16 Grad im Zeitraum 18./25. Dezember zwischen einem schwachen bis mäßigen Minor-Warming. Interessant bleibt aber weiterhin die gute ausgeprägte Struktur (großflächig) des Minor-Warmings, so dass grundsätzlich Potential für weitere Entwicklungen vorhanden bleibt - wenn nicht, verschwindet es so schnell, wie es gekommen ist. Anders ausgedrückt sollte diese Entwicklung in den kommenden Tagen weiter beobachtet werden. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 20:50 Uhr in einem Update zum Wetter in der Vorweihnachtszeit, bzw. an Weihnachten.

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