Schnee oder gar winterliche Verhältnisse bleiben unterhalb etwa 500-700 Meter Mangelware und auch im Verlauf dieser Woche wird sich daran kaum etwas verändern. Warum? Das Zirkulationsmuster stellt sich ab Mittwoch auf westliche Richtungen um, so dass mit teils kräftigen Niederschlägen und Starkwindereignissen im Zeitraum zwischen dem 10./13. Dezember zu rechnen ist. Da der Wind aber aus westlichen Richtungen kommt, verlagert sich die Schneefallgrenze kurzzeitig auf Höhen zwischen 800-1.200 Meter. Im Zeitraum zwischen dem 14./16. Dezember simuliert das amerikanische Wettermodell eine kurze Wetterberuhigung, so dass der Grundcharakter weiterhin wechselhaft bleibt, die Niederschlags- und Windintensität aber spürbar nachlässt. So kommen auf der sog. Rückseite die Luftmassen etwas zur Ruhe und können mit Tageswerten zwischen +0/+5 Grad allmählich abkühlen. Im Zeitraum zwischen dem 15./18. Dezember rückt vom Atlantik her kommend schon das nächste Sturmtief nach, so dass der Zeitraum erneut der aktiv-dynamischen Art entsprechen kann. Winterwetter in tieferen lagen wäre demnach bis zum 18. Dezember unwahrscheinlich, in mittleren Lagen wenig wahrscheinlich und in höheren Lagen ab ca. 800-1.000 Meter nicht unwahrscheinlich. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist eine ganz ähnliche, wenngleich nicht so heftige Entwicklung des Zirkulationsmusters zu beobachten. Zusammenfassend wird nach den heutigen Simulationen der Wettermodelle das zweite Dezember-Drittel überwiegend nasskalt, windig (teils stürmisch) und wechselhaft ausfallen. Ob damit das "Weihnachtstauwetter" frühzeitig einsetzt und zu Weihnachten dann die ersten Flocken rieseln können, klären wir gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend für das Wetter zur Vorweihnachtszeit, bzw. an Weihnachten.
Update:
Die Simulationen der Wettermodelle bleiben für Meteorologen eine spannende Angelegenheit. An Langeweile solls nicht mangeln - und was die meisten Meteorologen in Aufregung versetzt, bedeutet für alle anderen zumeist wenig Gutes. Ein Sturmtief nach dem anderen "rast" in den kommenden Tagen auf Deutschland zu und jedes dieser Teiltiefdrucksysteme hat am südlichen Gradienten auch immer das Potential für Randtiefsysteme, bzw. Schnellläuferentwicklung. Es wäre nicht verwunderlich, wenn in den Tagen bis zum 20. Dezember neben Sturmereignisse auch Extremwindereignisse in den Simulationen auftauchen werden. Nach beiden Wettermodellen ist mit Windereignissen im Zeitraum zwischen dem 10./13. Dezember und 16./20. Dezember zu rechnen. Der Wettercharakter ist dabei wechselhaft und insbesondere über der Westhälfte sind teils kräftigen Niederschläge möglich - auf der sog. Lee-Seite (Regenschatten) ist bei Starkwind hingegen nur mit wenig Niederschlägen zu rechnen. Und der Winter? Der lässt weiterhin auf sich warten, denn mit der kräftigen Westströmung werden abwechselnd warme und kalte Luftmassen nach Deutschland geführt, so dass - zumindest auf der Rückseite - kurzweilig mit dem einen oder anderen Graupel- oder Schneeschauer zu rechnen ist - mehr ist aber nicht zu erwarten. Die Schneefallgrenze schwankt zumeist zwischen 1.000 bis 1.500 Meter und kann kurzweilig auch darunter liegen. Und an Weihnachten, was zeigen da die Wettermodelle? Spannende Entwicklung nach dem amerikanischen Wettermodell - ist zwar noch wenig wahrscheinlich, aber demnach sind in der aktuellen Simulation Schneefall am 23./24. Dezember nicht gänzlich unmöglich (Nordwest-, bis Nordlage). Die Kontrollläufe stützen Mehrheitlich klar den nasskalten und wechselhaften Witterungstrend bis zum 20. Dezember. So liegt das Temperaturspektrum am 15. Dezember zwischen -3/+10 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad) und am 20. Dezember zwischen -4/+10 Grad(Mittelwert: +5/+6 Grad). Wie sind die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm? Zum Stichtag 23. Dezember: 15/35/50. Was macht das Warming? Weiterhin eine Minor-Entwicklung zwischen dem 18./24. Dezember möglich.

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