In den letzten Tagen hat sich die aktiv-dynamische Westwetterlage mit höherer Wahrscheinlichkeit im Zeitraum zwischen dem 8./12. Dezember abgezeichnet und so langsam erscheint diese auch in den Wettervorhersagen. Der Grund hierfür ist eine Verlagerung des Tiefdruckzentrums in Richtung Skandinavien, so dass Deutschland in den Westdrift gelangen kann. Zum heutigen Stand sind Starkwindereignisse im Zeitraum zwischen dem 10./13. Dezember nicht auszuschließen, ja sogar wahrscheinlich. Je nach Wettermodell werden am südlichen Gradientenrand auch sog. Randtiefsysteme (Schnellläufer) simuliert, was durchaus orkanartige Winde ermöglichen kann. Der Temperaturcharakter bleibt aber die ganze Zeit über im überwiegen nasskalten Bereich, so dass ab den mittleren Lagen (400-800 Meter) die eine oder andere Schneeflocke nicht auszuschließen ist und die winterlichen Verhältnisse erst ab den höheren Lagen (700-1.000 Meter) vorzufinden sind. Zum heutigen Stand muss man noch abwarten, wie sich die kommende - stürmische - Westwetterlage im Detail entwickeln wird, relativ klar ist hingegen heute schon, dass der Grundcharakter des Wetters ab der Wochenmitte deutlich wechselhafter werden wird. Die Kontrollläufe bestätigen die Tendenz des nasskalten, windigen und wechselhaften Wettercharakters bis zum 15. Dezember, so dass winterliche Verhältnisse bis dahin in tieferen Lagen nur wenig wahrscheinlich sind - und wenn doch, dann überwiegend kurzweilig und mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Nächten. Ob sich darüber hinaus noch etwas ändern kann, oder ob der nasskalte Witterungscharakter einfach weiterhin anhalten wird, klären wir gegen 15:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend zum Wetter zur Vorweihnachtszeit und gegen 20:45 Uhr erfolgt heute Abend eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Das steuernde Zentraltief zwischen Island und Skandinavien bleibt nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells im zweiten Dezember-Drittel dominierend. Demzufolge wechselhaftes, windiges, mal mildes mal nasskaltes Wetter zu erwarten. Das europäische Wettermodell bleibt hingegen seiner Variante treu - Gradientenstarkes Tiefdrucksystem über Skandinavien mit langsam rückseitigen Hochdruckaufbau auf dem Atlantik, so dass die Luftmassen nach einer stürmischen Zeit zwischen dem 10./12. Dezember nachfolgend "zur Ruhe" kommen und langsam auskühlen können. Richtiges Winterwetter bis in tiefere Lagen ist aber auch nach dem europäischen Wettermodell nicht zu erkennen, aber immerhin ein paar Schneeflocken in mittlere bis höhere Lagen. Die Kontrollläufe stützen klar den wechselhaften und nasskalten Wettertrend im zweiten Dezember-Drittel. So liegt das Temperaturspektrum am 12. Dezember zwischen +1/+8 Grad (Mittelwert: +4 Grad) und am 19. Dezember zwischen -3/+10 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad). In den Verhältnissen von zu kalt/normal/zu warm gab es im Tagesverlauf zum Stichtag 21. Dezember deutliche Veränderungen: 0/55/45.

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