Der überwiegend nasskalte Wettercharakter im Süden wird voraussichtlich bis Sonntag anhalten. Die Schneefallgrenze schwankt dabei zumeist zwischen 500-900 Meter und kann in den Nächten auch kurzweilig darunter liegen. Im Norden lässt der Dauerfrost ab Donnerstag nach, so dass zum Wochenende in ganz Deutschland die Tageswerte mit +0/+5 Grad - im Nordwesten und Südosten auch bis +7 Grad - im zumeist positiven Bereich liegen können. Geht es nach der aktuellen Simulation des amerikanischen Wettermodells, so zeigt sich die kommende Wetterentwicklung im Zeitraum zwischen dem 7./10. Dezember mit einen Tiefdruckkomplex zwischen Island und Skandinavien als dynamisch-aktiv. Gleichzeitig liegt das Azorenhoch in einer nördlichen Position in einer West-Ost Ausrichtung zwischen Neufundland und England, so dass über Deutschland die Gradientenstruktur von Nordwest nach Südost ausgerichtet ist. In Folge daraus bleibt der Temperaturtrend nasskalt, wobei die Schneefallgrenze um die mittlere Lagen herum schwankend sein kann (400-800 Meter). Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Konstellation der Systeme zueinander ähnlich strukturiert, woraus eine überwiegend nasskalte und wechselhafte West- bis Nordwestwetterlage bis zum 12. Dezember resultieren kann. Eine weitere Variante besteht darin, als dass sich das Tiefdrucksystem zwischen Island und Skandinavien zum 10. Dezember intensivieren kann und im späteren Verlauf zum 12. Dezember eine Position über dem südlichen Skandinavien einnimmt. Neben dem nasskalten Temperaturcharakter wäre eine zunehmende Niederschlagsneigung und auch Windereignisse die Folge daraus. Zusammenfassend simulieren die Wettermodelle in unterschiedlichster Konstellation eine überwiegend nasskalte Witterung mit Schneeoptionen ab den mittleren Lagen (400-800 Meter) im Zeitraum zwischen dem 8./12. Dezember. Und wann kommt der Winter bis ins Flachland? Um es vereinfacht auszudrücken - keines der aktuellen Simulationen der Wettermodelle zeigt eine Variante, bei der ein - nachhaltiger - Wintereinbruch im zweiten Dezember-Drittel bis in tiefere Lagen möglich wäre. Was ist der Grund hierfür? Der Grund ist die aktiv-dynamische Wetterentwicklung zwischen Neufundland und Island, bei der Tiefdrucksysteme in raschen Abständen in Richtung Mitteleuropa entsendet werden. Je nachdem, wie weit die atlantische Frontalzone nach Osten vorankommen kann, sind vorderseitig milde und Rückseitig auch kühlere Varianten möglich. Ein nachhaltiger Wintereinbruch kann sich aber hieraus nicht ergeben. Was muss passieren, damit der dynamisch-aktive Prozess unterbunden werden kann. Eine Lösungsvariante wäre ein aufkeilendes Hochdrucksystem auf dem Atlantik, welches eine blockierende Wirkung auf die atlantische Frontalzone hat, so dass die Luftmassen in einer gradientenschwachen Strömung rückseitig ab-, bzw. auskühlen können. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den zunehmenden Niederschlagscharakter zwischen dem 8./13. Dezember bei einer überwiegend nasskalten Temperaturtendenz. So liegt das mögliche Temperaturspektrum bspw. am 7. Dezember zwischen +0/+7 Grad (Mittelwert: +5 Grad im Norden und Westen und +3 Grad im Osten und Süden) und am 12. Dezember zwischen -1/+8 Grad (Mittelwert: +1 Grad im Süden, +2 Grad im Osten und bis +4 Grad im Norden und Westen). Zum Stichtag 12. Dezember ergeben sich im Verhältnis von zu kalt/normal/zu warm folgende Werte: 10/75/15. Das Langfristmodell simuliert gegenüber dem langjährigen Mittelwert für Dezember einen normalen bis leicht zu warmen Temperaturverlauf (-0,5/+1), für Januar einen leicht zu warmen bis deutlich zu warmen Temperaturtrend (+0,5/+2) und im Februar eine sich wieder normalisierende bis leicht zu kühle Temperaturentwicklung (-1/+0,5). Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist im Dezember normal bis leicht zu trocken, im Januar deutlich erhöht und im Februar wieder normal. Heute Abend erfolgt gegen 20:45 Uhr eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Die Wettermodelle bestätigen im Wesentlichen die Zunahme an Dynamik im Zeitraum zwischen dem 8./10. Dezember mit einem wechselhaften, teils windigen und überwiegend nasskalten Grundcharakter. Winterliche Verhältnisse sind bis in tiefere Lagen bis zum 12. Dezember wenig wahrscheinlich, wobei ab den mittleren Lagen zwischen 400-800 Meter durchaus Schneeregen / Schneefall nicht gänzlich auszuschließen ist. Die Mittelwerte der Kontrollläufe liegen bspw. am 7. Dezember bei +4 Grad und am 12. Dezember zwischen +1/+3 Grad. Am Stichtag 14. Dezember zeigen sich die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt/normal/zu warm 20/50/30. Interessant ist die Simulation des Polarwirbels nach dem amerikanischen Wettermodell, bei der ein Clusterbereich eines steuernden Tiefdruckwirbels zum 10./11. Dezember über Skandinavien liegt, was grundsätzlich ein Potential für Trogausbildungen ist. Sollte sich das in den kommenden Simulationen bestätigen, so können die winterlichen Optionen auch für das Flachland im Zeitraum zwischen dem 10./13. Dezember ansteigen.

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