Bis zum 5. Dezember wird der Wettercharakter leicht wechselhafter, bleibt aber vielfach mit Werten zwischen +2/+6 Grad, im Nordwesten und Westen auch bis +8 Grad eher nasskalt als winterlich zu bezeichnen. Der Grund hierfür ist eine Verlagerung von hohen Luftdruck in Richtung Mitteleuropa, so dass das Wetter häufig eine Neigung zu neblig-trüben Verhältnissen hat. Spannend bleibt die Entwicklung nach dem 5. Dezember, denn am grundsätzlichen "Setup" der letzten Tage hat sich in den Simulationen der Wettermodelle kaum etwas verändert. Der Polarwirbel erfährt zum 30. November eine schwache Dipolausbildung (zwei Wirbel) mit einer Hochdruckachse zwischen Mitteleuropa und den Aleuten verlaufend. Somit bleibt der AO-Index zunächst im normalen bis leicht negativen Bereich. Interessant ist dabei die Betrachtung des NAO-Index, welcher - vereinfacht ausgedrückt - den Zustand zwischen Azorenhoch und Islandtief beschreibt. Positiv bedeutet, Azorenhoch und Islandtief sind in ihren angestammten Positionen gut ausgeprägt (höhere Wahrscheinlichkeit für Zonalisierung). Negativ bedeutet, dass sich die Verhältnisse umkehren und häufig eine gestörte Zirkulationsstruktur sich ergeben kann. Aktuell ist der NAO-Index positiv bewertet und daran ändert sich zunächst einmal nach den aktuellen Simulationen nichts. Insofern besteht im Zeitraum zwischen dem 5./10. Dezember eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Zonalisierung. Das amerikanische Wettermodell simuliert dies in zwei Varianten. Zum einen liegt von Neufundland bis über die Karasee eine Ansammlung von Kaltluftmassen vor, an dessen südlichen Rand (Polarfront) sich die Tiefdrucksysteme entwickeln und bewegen. In einer Variante ist die Zugbahn von Neufundland - Island bis über das nördliche Skandinavien, so dass der hohe Luftdruck mit ruhigen, teils wechselhaften und nasskalten Wetter bis zum 10. Dezember über Deutschland anhalten kann. Zum anderen können die Kaltluftmassen über Skandinavien auch weiter nach Süden vorankommen, so dass die Zugbahn von Neufundland über Island bis über das zentrale Skandinavien verläuft. Deutschland gelangt dann in den Einflussbereich der atlantischen Frontalzone, was mit Windereignissen, nasskalten und deutlich wechselhafteren Wetter einhergehen kann. Dabei verschiebt sich die Tiefdruckachse auf der östlichen Seite nur um ein paar hundert Kilometer, was im Wesentlichen die Ursache der Unsicherheiten in den Prognosen bleibt. Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz andere Variante. Hier wird das Azorenhoch über den Azoren von tiefen Luftdruck "verdrängt" und strebt zum 5. Dezember gen Norden in Richtung Grönland. Auf der östlichen Hochdruckseite besteht somit eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein abtropfendes Trogsystem, welches in mittleren Lagen (400-800 Meter) zum 8. Dezember die Optionen für Schnee ansteigen lässt. In Summe zeigen die Wettermodelle im ersten Dezember-Drittel überwiegend einen Jahreszeit typischen Temperaturtrend. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe am 6. Dezember zwischen -2/+8 Grad (Mittelwert: +3/+5 Grad) und am 10. Dezember zwischen -5/+11 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad). Gegen 20:45 Uhr erfolgt heute Abend eine Aktualisierung von diesem Wettertrend.
Update:
Sowohl das amerikanische als auch europäische Wettermodell tendieren zu hohem Luftdruck in den ersten Dezember-Tagen über Deutschland, was aber zu der fortgeschrittenen Jahreszeit oftmals zu neblig-trüben Wetter führt. Zudem erhöht sich von Montag bis Mittwoch im Süden mit einem Mittelmeertief die Wahrscheinlichkeit für etwas Niederschlag, welcher oberhalb 300-700 Meter auch als Schnee niedergehen kann. Dauerfrost ist vor allem in den Gebieten mit länger anhaltendem Nebel möglich (Schwerpunkt im Nordosten). Im Zeitraum zwischen dem 6./8. Dezember keilt nach dem europäischen Wettermodell auf dem Atlantik ein Hochdrucksystem gen Norden auf und blockiert die atlantische Frontalzone. Auf dessen "Rückseite" tropft ein Tiefdrucksystem ab und führt nachfolgend kühlere Luftmassen nach Deutschland, so dass in Lagen oberhalb etwa 200-500 Meter die ersten Schneeflocken möglich sein können. Das amerikanische Wettermodell simuliert bis zum 7. Dezember noch eine Fortdauer des teils ruhigen und neblig-trüben Wetter. Im Zeitraum zwischen dem 7./10. Dezember dreht die Grundströmung auf nordwestliche Richtungen - es bleibt nasskalt, der Wettercharakter wird aber wechselhafter und vor allem windiger. Die Kontrollläufe bleiben bei einem mehrheitlich nasskalten (normalen) Temperaturtrend in den ersten zehn Dezember-Tagen. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe am 6. Dezember zwischen -3/+7 Grad (Mittelwert: +3/+5 Grad) und am 10. Dezember zwischen -7/+11 Grad (Mittelwert: +3/+5 Grad)

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