Als typisch für November könnte man das aktuelle Wetter bezeichnen: vielfach neblig-trüb, etwas Niederschlag, bei mäßig warmen Temperaturen, welche zeitweise auch in den nasskalten Bereich absinken können. Die ersten Nachtfröste sind ab Mi./Do. in Aussicht gestellt, so dass man durchaus von normalisierten Wetterverhältnissen sprechen kann. In den letzten Tagen gab es zudem vermehrt Hinweise, als dass sich die normalisierenden Verhältnisse im letzten November-Drittel manifestieren, wobei gelegentlich auch Schneeoptionen in den Wettermodellen ab dem 25./26. November simuliert wurden (nicht gleichzusetzen mit Wintereinbruch). Tatsache ist aber auch, dass die kommende Wetterentwicklung äußerst komplex bleibt und so gut wie jedes Temperaturszenario im letzten November-Drittel möglich ist. Ein eindeutiges Indiz für die unsichere Entwicklung sind die Kontrollläufe, welche bereits im sog. Kurzfristbereich ab dem 21. November teils erhebliche Schwankungen aufweisen, welche aber größtenteils mit wenig Niederschlag einhergehen. Ein breites Temperaturspektrum mit einer schwachen Niederschlagsneigung lässt - vereinfacht ausgedrückt - die Wahrscheinlichkeit für eine hochdruckdominierte Wetterlage im letzten November-Drittel steigen. Das breite Temperaturspektrum resultiert aus den unterschiedlichen Hochdruckpositionen. Wie differenziert sich das Spektrum? Bspw. liegt das mögliche Spektrum am 22. November zwischen +3/+15 Grad (Mittelwert: +7/+10 Grad), am 25. November zwischen +0/+13 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 29. November zwischen -3/+12 Grad (Mittelwert:+5/+6 Grad). Das amerikanische Wettermodell simuliert die Hochdruckposition überwiegend über dem östlichen Europa, so dass das Zirkulationsmuster sich voraussichtlich im Zeitraum zwischen dem 22./29. November kaum verändert - es bleibt bei einer relativ milden und leicht wechselhaften Süd- bis Südostanströmung, so dass nach teils zäher Nebelauflösung sonnige Momente nicht auszuschließen sind. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Variante, jedoch liegt der Hochdruckkern über dem östlichen Skandinavien etwas weiter im Norden, wobei das Gradientenmuster über Deutschland überwiegend Südost bis Ost ausgerichtet ist. In Folge daraus wären bei teils neblig-trüben Wetter die Temperaturwerte etwas kühler als bei amerikanischen Wettermodell, in Summe aber von winterlichen Verhältnissen noch weit entfernt. Im welchen Verhältnis stehen die möglichen Temperaturvarianten im letzten November-Drittel zueinander? Das Verhältnis liegt für zu kalt/normal/zu warm in etwa 10/45/45, so dass ein Wintereinbruch in den aktuellen Simulationen im letzten November-Drittel recht unwahrscheinlich ist und sich somit in den Zeitraum des ersten Dezember-Drittels verlagert. Im Laufe des Abends erfolgt gegen 20:45 Uhr eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Die Wettermodelle bleiben ihren Simulationen treu - kaum winterliche Optionen im letzten November-Drittel vorhanden. Viel wahrscheinlicher sind hingegen normale bis leicht zu warme Varianten. Die simulierte Wetterlage erinnert stark an das Zirkulationsmuster aus dem vergangenen Winter. Starker Kaltluftausbruch über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland zieht eine erhöhte Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik nach sich. Somit höhere Wahrscheinlichkeit für mildere Südwestwetterlagen über Deutschland. Temperaturspektrum liegt bspw. am 29. November zwischen -3/+10 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad).

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