Als leicht wechselhaft mit etwas mehr Sonnenscheinanteile im Südwesten bei langsam zurückgehenden Temperaturen lässt sich der Wettercharakter bis zum Donnerstag vereinfacht umschreiben. Was sich zunächst einmal "langweilig" anhört, zeigt bei genauerer Betrachtung eine spannende Entwicklung, welche bereits am heutigen Sonntag mit einer Initialisierung von hohem Luftdruck über dem skandinavischen Raum beginnt. Der hohe Luftdruck über dem nördlichen Europa verhindert, bzw. blockiert zunehmend die Tiefdrucksysteme von Westen her kommend, so dass das bisherige Zirkulationsmuster aus südwestlichen Richtungen unterbunden wird. Das Strömungsmuster ist dabei als gradientenschwach zu bezeichnen und kommt vorwiegend aus östlichen Richtungen, so dass teils neblig-trübes, teils hochnebelartiges Wetter im Laufe der Woche vermehrt eine Rolle spielen wird, gleichzeitig bekommen die Luftmassen auch die Gelegenheit "zur Ruhe" zu kommen und etwas auskühlen. So liegen die Höchstwerte bspw. am 21. November voraussichtlich zwischen +4/+8 Grad "nur" noch um +2/+3 Grad über dem Jahreszeit typischen Temperaturwerten. Die heutigen Simulationen des amerikanischen und europäischen Wettermodells bestätigen dabei einheitlich den Trend zum Umbau des Zirkulationsmusters im Zeitraum zwischen dem 21./25. November, als dass das Hoch über dem nördlichen Europa eine westlichere Position bezieht. Wie bereits in den vergangenen Tagen angedeutet, spielt die Hochdruckposition eine wesentliche Rolle für die weitere Wetterentwicklung - weiter westlich bedeutet für Mitteleuropa die Zunahme von Wahrscheinlichkeiten für kühlere Verhältnisse, welche mit Winter jedoch noch nicht gleichzusetzen sind. Vielmehr geht der Trend in Richtung normalisierende Witterungsverhältnisse, wobei Schneefall/Schneeregen in Form von Schauern durchaus möglich ist. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so sind zum 26. November auch die ersten Schneefälle in mittleren Lagen um 300-600 Meter möglich. Ob das tatsächlich so eintreffen mag, bleibt zum heutigen Stand abzuwarten, die Simulationen bestätigen jedoch den "Umbauprozess" und die Zunahme von kühleren Wetterverhältnissen noch im letzten November-Drittel. Die Kontrollläufe stützen dieses Szenario mehrheitlich, wobei der Wettercharakter mit hohem Luftdruck im Zeitraum zwischen dem 22./29. November als relativ trocken zu bezeichnen ist - voraussichtlich jedoch des Öfteren neblig-trüb. Das Temperaturspektrum bewegt sich im Mittelwert etwas leicht erhöht gegenüber dem langjährigen Mittelwert und liegt bspw. am 25. November zwischen möglichen -4/+10 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad) und am 29. November zwischen -5/+10 Grad (Mittelwert: +3/+5 Grad). Das Langfristmodell korrigiert seine Simulationen etwas, so dass der Dezember einem weiterhin leicht bis deutlichen zu warmen, der Januar und Februar jedoch einen normalen bis leicht zu warmen Temperaturverlauf hat. Die "Korrektur" betrifft dabei hauptsächlich die Monate Januar und Februar, welche in den vergangenen Wochen noch als deutlich zu warm simuliert wurden. Das lässt - hinsichtlich der Erhaltungsneigung und des Ausgleichsverhalten - wieder mehr Interpretationsspielraum zu. Aufgrund der "spannenden" Wetterentwicklung im Verlauf der kommenden Woche, erfolgt heute Abend gegen 20:30 Uhr eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Bis zum 22./23. November ändert sich in den Simulationen der Wettermodelle kaum etwas - leicht wechselhaft, teils länger neblig-trüb bei zu milden Temperaturverhältnissen. Im Zeitraum zwischen dem 23./26. November differenzieren sich das europäische und amerikanische Wettermodell. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so positioniert sich das Hoch zu weit östlich, so dass Deutschland auf der überwiegend "warmen" und leicht wechselhaften Vorderseite der Tiefdruckausläufer aus dem Westen liegt. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so verlagert sich das Hoch im Zeitraum zwischen dem 23./25. November von Skandinavien weiter über das westl. Europa und liegt zum 26. November zwischen dem europäischen Nordmeer und England in einer Nord-Süd verlaufenden Achse, so dass mit einem Tief östlich davon kühlere Luftmassen nach Süden vorankommen können. Gleichzeitig liegt über dem Mittelmeer ein schwaches Tiefdrucksystem, was den Kaltluftstrom auch über Deutschland bis an die Alpen führen kann. In Folge daraus sind durchaus Schnee- und Graupelschauer zwischen dem 25./27. November nicht auszuschließen. Zwei gegensätzliche Varianten, welche ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe stützen hohen Luftdruck, was sich mit einer geringeren Niederschlagserwartung in den Simulationen bemerkbar macht. Das Temperaturspektrum liegt am 25. November zwischen +0/+10 Grad (Mittelwert:+5/+7 Grad) und am 29. November zwischen -4/+10 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad).

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