Die Wahrscheinlichkeit für kühlere Witterungsverhältnisse ist weiterhin nicht als "gut" zu bewerten. Wer auf Schnee wartet, muss sich zum heutigen Stand noch etwas gedulden. So simulieren die Wettermodelle heute bis zur Mitte der kommenden Woche überwiegend sog. Vorderseitenwetter, bei der Deutschland auf die Vorderseite eines Tiefdrucksystem westl. von Europa gelangt. Der Wettercharakter ist somit leicht wechselhaft, teils neblig-trüb, jedoch mit Temperaturen um die +10 Grad herum zu warm, unter Föhnbedingungen mit bis zu +18 Grad für die Jahreszeit deutlich zu warm. Wie geht es weiter? Das amerikanische Wettermodell zeigt eine kräftige Tiefdruckentwicklung im Zeitraum zwischen dem 20./25. November auf dem Atlantik, so dass Deutschland weiterhin in der teils wechselhaften, aber warmen Vorderseite der Tiefdrucksysteme verbleibt. Spannend wird die Wetterentwicklung im Zeitraum zwischen dem 24./25. November, denn nach den aktuellen Simulationen deutet sich ein möglicher Durchbruch der atlantischen Frontalzone in Richtung Skandinavien ab. In Folge daraus wird der Wettercharakter zunehmend normalisierend, was für Ende November häufig mit nasskalten und windigem Wetter einhergeht. Das europäische Wettermodell zeigt in seinen Simulationen ebenfalls eine deutlich erhöhte Tiefdruckaktivität zwischen Neufundland und Island, bei der sich die atlantische Frontalzone zum 23. November langsam auch Europa mit kühleren Temperaturen und windig wechselhaften Wettercharakter nähert. Anders formuliert bestätigen die Wettermodelle heute den Trend der letzten Tage zu normalisierenden Temperaturwerten im Zeitraum zwischen dem 24./26. November. Die Kontrollläufe stützen diesen Trend mehrheitlich. So liegt bei einem wechselhaften Grundcharakter das Temperaturspektrum am 20. November zwischen +5/+13 Grad (Mittelwert: +9 Grad) und am 25. November zwischen -1/+10 Grad (Mittelwert: +6/+7 Grad). Besteht damit auch die Möglichkeit einer Umstrukturierung des Zirkulationsmusters? Das kommt ganz darauf an, wie sich die Frontalzone verhält. Schafft sie es, sich über Skandinavien zu manifestieren, so wird die Zonalisierung mit Westwindwetter an Wahrscheinlichkeit zunehmen (nasskalt, windig, Vorderseitig auch mild). Spaltet sich ein Tiefdrucksystem über Skandinavien weiter nach Osten ab, so ist auch eine kühle Rückseitenströmung möglich (kühler ja, aber kein Winter, eher Graupel-, Schneeschauer mit Sonne-Wolkenmix). Die wahrscheinlichere Variante zeigt sich jedoch im Zeitraum bis Ende November in der Gestalt, als dass durch die kräftige Wetteraktivität zwischen Neufundland und Island eine Südwest- bis Westströmung (mild, wechselhaft) dominierend bleiben kann. Das Langfristmodell simuliert für den Wintermonat Dezember eine weiterhin deutlich zu warme Temperaturtendenz, für Januar und Februar normal bis leicht zu warm - insofern wurden die Simulationen über alle Wintermonate hinweg von deutlich zu warm auf leicht zu warm korrigiert. Im Laufe des Abends gibt es gegen 20:45 Uhr ein Update dieser Wetterprognose mit dem aktuellen Blick auf mögliche Veränderungen des Zirkulationsmusters im letzten November-Drittel und eine detailliertere Betrachtung der Langfristprognose des Deutschen Wetterdienstes.
Update:
Nasskalte Varianten sind weiterhin im Zeitraum zwischen dem 23./25. November durchaus nicht unwahrscheinlich. Insbesondere das europäische Wettermodell sieht mit seiner Simulation "vielversprechend" aus. Ein Hoch bei England, ein Tief über der Nordsee - im Kombination zueinander fließt genügend Kaltluft ein, so dass es für Schnee- und Graupelschauer reichen kann (aber definitiv kein Winterwetter). Die Kontrollläufe folgen dieser Variante nicht und bleiben differenziert, wobei der Mittelwert leicht zu warm bleibt bei einem weiterhin wechselhaften Grundcharakter. So liegt das Temperaturspektrum am 25. November zwischen -4/+10 Grad bei einem Mittelwert von +6/+7 Grad. Die Kontrollläufe bestätigen somit den eher nasskalten bis leicht zu warmen Trend. Das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes simuliert den Winter 2014/2015 mit einer Wahrscheinlichkeit von 22 Prozent zu kalt, 24 Prozent normal und 54 Prozent zu warm.

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