Zu warm und leicht wechselhaft, im Südwesten am Mittwoch auch regnerisch - so sind vereinfacht ausgedrückt die Wetteraussichten bis zum kommenden Wochenende. Im Zeitraum zwischen dem 15./20. November simulieren beide Wettermodelle in der Temperatur Betrachtung einheitliche Varianten. Auf der Vorderseite eines Tiefdruckkomplexes werden im Verbund mit einem Hochdrucksystem über dem Osten warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland geführt. Was noch unklar ist, inwieweit das Tiefdrucksystem nach Osten vorankommen kann und damit das Wetter in Deutschland beeinflussen wird. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so erreicht die Tiefdruckrinne von Neufundland, Grönland, Azoren und England im Zeitraum zwischen dem 15./19. November Deutschland mit den ersten Tiefdruckausläufern. Sollte das der Fall sein, so wird der Wettercharakter zunehmend wechselhaft. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so positioniert sich das Tief im Kern vor Mitteleuropa und verliert zunehmend an Intensität. Ein leicht wechselhafter Wettercharakter mit einer von West nach Ost abnehmenden Niederschlagswahrscheinlichkeit wäre hieraus die Folge. Darüber hinaus simulieren beide Wettermodelle heute im Zeitraum zwischen dem 20./25. November die Tendenz zu hohen Luftdruck über dem nördlichen, bzw. nordwestlichen Europa. Je nachdem, welche Position das Hochdrucksystem einnimmt, ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten. Liegt es im Westen, so wird das aktive Atlantikwetter blockiert und auf der Rückseite des Hochdrucksystems ist der Zustrom kühler Luftmassen in Richtung Mitteleuropa möglich. Liegt das Hoch hingegen mit seiner Achse in einer West-Ost Ausrichtung, so werden die Kaltluftmassen aus dem Norden blockiert, gleichzeitig hat das Hoch aber auch eine blockierende Wirkung auf die atlantische Frontalzone, welche in Folge daraus das Hoch im Norden unterwandert und sich über das Mittelmeer verlagern kann. In der dritten Variante "fällt" das Hoch im Norden nach Osten zurück, der Atlantik gewinnt wieder an Dynamik, so dass die Erhaltungsneigung der letzten Woche wieder das Wettergeschehen mit einer relativ warmen Südwestströmung dominiert. Welche der Varianten ist im Zeitraum zwischen dem 20./25. November am wahrscheinlichsten? Die Kontrollläufe zeigen einen generell leicht bis mäßig wechselhaften Grundcharakter bei langsam zurückgehenden Temperaturen, welche im Mittelwert - gegenüber dem vieljährigen Durchschnittswert - aber immer noch erhöht sind. Das bedeutet, dass ein möglicher Kaltluftzustrom zm heutigen Stand nicht plötzlich zustande kommt, sondern dass erst eine langsame Veränderung des Zirkulationsmusters dazu führen kann. In Ansätzen simuliert so etwas das amerikanische Wettermodell, so dass der Temperaturtrend zum 24./26. November - auch in den Kontrollläufen - in eine normalisierende Richtung (teils nasskalt) geht. Was bedeutet Normal? Der Mittelwert des Temperaturspektrum liegt bspw. am 20. November um die +10 Grad und am 25. November um die +5 Grad Marke herum. Was macht der AO-Index? Der wird - beginnend ab heute - weiterhin negativ simuliert. Ist ein Polarwirbelsplitt möglich? In Ansätzen ist dieser nicht gänzlich auszuschließen, allerdings zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich, vielmehr wird in den Wettermodellen ein geschwächter Polarwirbel gezeigt (neg. AO-Index). Das Langfristmodell simuliert gegenüber dem langjährigen Mittelwert für den Dezember zu warme Temperaturverhältnisse, welche im Januar und Februar auf normal bis leicht zu warme Verhältnisse zurückgehen. Die Niederschlagserwartung ist von Dezember bis Februar normal bis leicht erhöht. Sollte sich im Tagesverlauf in den Simulationen noch eine gravierende Veränderung ergeben, so erfolgt heute Abend gegen 20:45 eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Tagsüber gab es keine wesentlichen Veränderungen, alle drei Varianten sind weiterhin möglich, wobei die Normalisierungstendenz zwischen 20./25. November zunehmend gestützt wird (Mittelwert: +4/+6 Grad)

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