Das bisherige Verhaltensmuster der Zirkulation wiederholt sich nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle zum kommenden Wochenende. So tropft ein Tiefdrucksystem zwischen Island/England im Zeitraum zwischen dem 8./12. November nach Süden hin ab und Deutschland gelangt in Folge daraus voraussichtlich wieder auf die warme und teils wechselhafte Vorderseite. Da beide Wettermodelle diese Variante simulieren, steigt die Eintreffwahrscheinlichkeit weiter an und liegt zwischenzeitlich bei 52 Prozent. Inwieweit die Niederschläge nach Osten vorankommen und Deutschland auch beeinflussen können, bleibt zu heutigen Stand im Detail noch abzuwarten. Die Kontrollläufe zeigen nur eine geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit im Zeitraum zwischen dem 7./12. November. Das Temperaturspektrum liegt mit seinem Mittelwert in diesem Zeitraum um +2/+5 Grad höher als der langjährige Mittelwert von 1961-1990 und erreicht Durchschnittswerte zwischen +9/+12 Grad. So bestätigt sich auch heute der Trend der letzten Tage, dass das erste November-Drittel mit hoher Wahrscheinlichkeit zu warm ausfallen kann. Wann ändert sich die Großwetterlage? Die Erhaltungsneigung zeigt sich mit überwiegend warmen und teils wechselhaften Vorderseitenwetter nach beiden Wettermodellen bis zum 13./14. November mit höherer Wahrscheinlichkeit dominierend für das Wetter in Deutschland. Darüber hinaus zeigen sich - in Ansätzen - ein kräftiges Tiefdrucksystem im Bereich der Karasee. Ein Tiefdruckwirbel in diesem Bereich dient immer als ein möglicher Hinweis auf eine Veränderung des Zirkulationsmusters. Warum? Die Kaltluftmassen werden weiter nach Osten "gezogen" und können somit Tiefdruckwirbel über dem skandinavischen Raum initialisieren und gleichzeitig zwischen Grönland und den Azoren eine Hochdruckblockade über dem Atlantik hervorrufen. Das sind grundsätzliche Voraussetzungen für einen Trog Mitteleuropa, kommt noch ein Tiefdruckwirbel über dem Mittelmeerraum hinzu, so kommt es zu einem Ausbruch der Kaltluftmassen von Nord nach Süd, was die erste nasskalte Wetterperiode in Deutschland zur Folge hätte. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für solch eine Variante? Sie wird vom amerikanischen Wettermodell hin und wieder im Zeitraum zwischen dem 15./18. November simuliert, eine Wahrscheinlichkeit ist also durchaus vorhanden. Jedoch zeigen die Kontrollläufe im Trend bis zum 18. November einen erhöhten Temperaturverlauf, bei dem sich das Temperaturspektrum bspw. am 17. November zwischen möglichen -1/+15 Grad bewegt, wobei der Mittelwert bei rund +8 Grad liegt. Anders ausgedrückt ist eine leicht zu warme bis zu warme Tendenz bis zum 15. November wahrscheinlicher, darüber hinaus ist zum heutigen Stand eine nasskalte Witterungsphase nicht auszuschließen. Das Langfristmodell simuliert den Temperaturverlauf im November zwischenzeitlich mit einer Abweichung von +1/+4 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert als deutlich zu warm. Für die Wintermonate von Dezember bis Februar liegt die Abweichung mit +1/+3 Grad ebenfalls im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der November etwas zu trocken, der Dezember, Januar und Februar normal bis leicht zu nass.

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