Teils massive Kaltluftmassen über dem europäischen Nordmeer machen die Wetterprognose im Zeitraum zwischen dem 3./5. November variantenreicher. Der Grund für die unsichere Entwicklung sind Tiefdrucksysteme, welche sich zwischen den unterschiedlich warmen Luftmassen bewegen und jeweils andere Positionen beziehen können. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so schwenkt ein Trogsystem im Zeitraum zwischen dem 4,/7. November mit wechselhaften Wetter und relativ kühlen Temperaturen über Mitteleuropa hinweg. Nachfolgend wir der Trogprozess von weiteren Tiefdruckausläufern über dem Atlantik "abgeschnürt" und es stellt sich bis zum 10. November mit einer Hochdruckbrücke über Mitteleuropa eine erneut südwestlich ausgerichtete Grundströmung ein. Das europäische Wettermodell hält das Tiefdrucksystem bis zum 7. November bei England auf "Position", so dass der Wettercharakter äußerst wechselhaft und windig bleibt. Blickt man auf die Kontrollläufe, so spiegeln sich auch dort eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten, welche im Mittel einem wechselhaften Wettercharakter bei Jahreszeit typischen Temperaturwerten entsprechen. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 5. November zwischen +2/+10 Grad (Mittelwert +11 Grad im Osten, sonst +8 Grad) und am 10. November zwischen +2/+15 Grad (Mittelwert +7/+9 Grad). Anders ausgedrückt geht der Trend der Simulationen im Verlauf des ersten November-Drittels zu einer langsamem Normalisierung bei einem wechselhaften Grundcharakter. Wie sieht es mit Schnee aus? Gerade im Zeitraum zwischen dem 3./6. November könnte nach dem amerikanischen Wettermodell in den höheren Lagen (500-1.000 Meter) mit dem Trogdurchgang der eine oder andere Schnee- oder Graupelschauer nicht ausgeschlossen werden. Wie wahrscheinlich ist eine Umstellung des Zirkulationsmusters? Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so stellt sich nach dem Trog rasch das gewohnte Südwestmuster wieder ein. Das europäische Wettermodell tendiert zum 7. November zu einer leichten Blockadehaltung auf dem Atlantik, was mit dem entsprechend starken Tiefdrucksystem bei England im weiteren Verlauf durchaus mehr Spielraum für eine Veränderung des Strömungsmusters zulässt. Das Langfristmodell tendiert gegenüber dem langjährigen Mittel im November zu einem leicht zu warmen, im Norden auch zu warmen Temperaturverlauf, wobei der Süden etwas zu trocken und der Norden etwas zu nass ausfallen kann. Für die Wintermonate Dezember, Januar und Februar bleibt der Wettertrend zu warm, wobei der Dezember und Januar deutlich zu warm und der Februar zum heutigen Stand normal bis leicht zu warm simuliert werden. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich ein leicht positiver Trend.

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