Für Anfang November simulieren die Wettermodelle zunächst eine weiterhin warme Südwestwetterlage. Dabei tropft zum 2./3. November ein Tiefdrucksystem vor Mitteleuropa ab, so dass Deutschland bis zum 5. November auf der überwiegend warmen und zunehmend wechselhaften Vorderseite des Troges liegen kann. Darüber hinaus zeigt sich bis zum 9. November eine rege Tiefdruckaktivität zwischen Neufundland, Island und Skandinavien und als "Gegenpol" liegt über dem östlichen Europa hoher Luftdruck. In Folge daraus müssen die Tiefdrucksysteme von Südwest nach Nordost ziehen und Deutschland verbleibt in der überwiegend warmen Grundströmung aus südlichen Richtungen. Der "Wettermotor" ist - zumindest nach dem amerikanischen Wettermodell - weiterhin intakt. Ist eine Veränderung erkennbar/abzusehen? In den Simulationen der Wettermodelle werden immer wieder Ansätze simuliert, welche ein anderes Zirkulationsmuster herbeiführen können. Interessant ist vor allem der Ansatz des Troges vor/über Mitteleuropa um den 5. November herum. Grundsätzlich hat der Trog eine höhere Wellenbewegung der Polarfront zur Folge, so dass sich das eingefahrene Muster der Tiefdruckrinne abrupt ändern kann. Im Detail kommt es aber auf die Position des Troges an. Liegt er vor Mitteleuropa, so liegt Deutschland in einer meridionalen und warmen Süd-Nord Strömung (aktuelle Simulationen), liegt er hingegen etwas weiter östlich, so wäre eine West-Ost, bzw. Nordwest-Südost Strömung wahrscheinlich (herbstlich, etwas kühler). Auf die Frage von vielen Lesern, wann der erste Schnee auch im tieferen Regionen zu erwarten ist: im ersten November-Drittel hat leicht zu warmes bis zu warmes Wetter eine höhere Wahrscheinlichkeit, als eine normale oder zu kalte Wetterperiode (38/35/27). Was ist mit der kalten Luft über dem europäischen Nordmeer? Die bleibt - Aufgrund der regen Tiefdruckaktivität über dem westlichen Skandinavien - zunächst einmal wo sie ist. Der atlantischen Frontalzone fehlt zum heutigen Stand der "Schwung", um sich weiter nach Osten zu positionieren um in weiteren Verlauf die kühleren Luftmassen nach Süden zu transportieren. Ansätze sind hierfür sind in den Kontrollläufen um den 8./12. November zu erkennen. Das Langfristmodell passt seine Wetterprognose für den November langsam der aktuellen Entwicklung an. Wurde der November - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - bisweilen als normal simuliert, so geht der heutige Trend in Richtung leicht zu warm bei einer normalen Niederschlagsneigung, welche im Süden auch negativ ausfallen kann. Für die Wintermonate Dezember, Januar und Februar zeigt sich weiterhin eine leicht zu warme, bis deutlich zu warme Tendenz, welche im Mittelwert mit +1/+3 Grad über dem vieljährigen Mittelwert liegen kann (-0,5/+0,5 Grad Abweichung entspricht dem Normalwert).

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