Betrachtet man die mögliche Wetterentwicklung für Anfang November etwas genauer, so lassen die meisten Simulationen der der Kontrollläufe eine Veränderung des Zirkulationsmusters auf eine westlich orientiertes Strömungsmuster zu (Westdrift). Das bedeutet für das erste November-Drittel eine höhere Wahrscheinlichkeit für abwechslungsreiches, teils leicht zu warmes und vor allem windiges Wetter. Der Grund hierfür liegt im Zusammenspiel zwischen kalten und warmen Luftmassen, bei der Teiltiefdrucksysteme sich bis über Finnland durchsetzen können und somit die gesamte "Wetter Aktivität etwas weiter nach Osten verlagert". Ein winterlicher Abschnitt ist zum heutigen Stand für das erste November-Drittel weniger wahrscheinlich geworden. Warum? Durch die simulierte dynamische Entwicklung "rauscht" ein Tiefdrucksystem nach dem anderen von Westen heran, so dass den Luftmassen kaum Zeit bleibt, sich entsprechend abkühlen zu können, bzw. dass rückseitig auch kühlere Luftmassen einsickern können. Zudem zeigt der Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell im ersten November-Drittel eine normalisierende Tendenz. Der Kältepol liegt dabei zwischen Grönland und dem östlichen Kanada, was ein weiteres Indiz für eine zunehmend atlantische Wetteraktivität ist (Kaltluft Neufundland - Islandtief). Das Temperaturspektrum ist etwas erhöht und liegt bspw. am 9. November zwischen -2/+15 Grad bei einem Mittelwert von +8/+10 Grad. Das Langfristmodell hat seine Wetterprognose für November leicht verändert, so dass die Temperaturaussichten über der Nordhälfte leicht erhöht sind, sonst normal. In der Niederschlagswahrscheinlichkeit zeichnet sich für den Süden ein leicht zu trockener und im Norden ein leicht zu nasser Trend ab. Am Sonntag, den 25. Oktober, gehen wir etwas näher auf die statistischen Rahmenbedingungen und deren mögliche Auswirkungen auf das Winterwetter ein.

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