Mit einer Hochdruckverbindung endet der Oktober voraussichtlich zu warm. Erst in den ersten November-Tagen zeichnet sich in den Simulationen eine langsame Umstrukturierung der Großwetterlage ab, bei der das amerikanische Wettermodell ein "normales" West-Ost Zirkulationsmuster bevorzugt, während das europäische Wettermodell mit einer Hochdruckblockade über dem Atlantik eine gestörtes Zirkulationsmuster für wahrscheinlicher hält. Aus beiden Simulationen ist ein gemeinsamer Nenner zu finden: wechselhafter und zunehmend kühlere (normale) Temperaturwerte Anfang November. Darüber hinaus ist Aufgrund der unterschiedlichen Konstellationen im Zeitraum zwischen dem 5./9. November noch viel Interpretationsspielraum gegeben. Dominierend sind dabei der Kaltluftsee über dem europäischen Nordmeer, die rege Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik und das Hochdruckkonstrukt über Mitteleuropa. Nach beiden Wettermodellen werden die Kaltluftmassen über dem Norden weiter nach Osten verfrachtet, was die Tiefdruckaktivität gleichfalls weiter nach Osten verschiebt (sie folgt - vereinf. Ausgedrückt - den Temperaturgegensätzen). Sollte diese Ostwärts Verlagerung eintreten, so ist eine zunehmende Wahrscheinlichkeit für Troglagen Mitteleuropa noch im ersten November-Drittel gegeben (nasskalt). Eine weitere daraus resultierende Variante - wie sie häufiger eintrifft - ist ein Trogvorstoß, welcher nach Südosten abgelenkt wird. Im Osten ist ein kühleres Spektrum als im Westen wahrscheinlicher, da nicht selten ein Hochdrucksystem nachrückt. Zusammenfassend zeigt sich im Trend mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine Normalisierung der Wetterverhältnisse noch im ersten November-Drittel (gegenüber den langjährigen Mittelwerten). Das Langfristmodell stützt einen normalen bis leicht erhöhten Temperaturverlauf im November bei einer leicht zu trockenen Tendenz für die südlichen Landesteilen. Für die Wintermonate zeigt sich der Dezember und Februar zu warm, der Januar leicht zu warm bei einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung. Somit hat sich heute an einem normalen bis leicht zu warmen Wintertrend gegenüber den letzten Wochen kaum etwas verändert.

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